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06.06.2016

Drum-Tuning-Workshop: Bassdrum stimmen

So stimmt man die Bassdrum eines Schlagzeugs - eine einfache Anleitung

Satter Kick-Sound oder lieber weich und boomy?

Nachdem wir uns in den Basics mit dem Einfluss des Raumes beschäftigt und einzelne Felle und Kesselmaterialien miteinander verglichen haben, geht es heute um die größte Trommel des Schlagzeugs, die Bassdrum. In dieser Folge des Video-Workshops zeigt euch Max, wie man einen modernen, bassig-druckvollen Bassdrum-Sound schnell und mit einfachen Mitteln erreicht.

Dazu benötigt ihr die folgenden Utensilien: ein Resonanzfell mit kleinem Loch (etwa fünf bis sechs Zoll groß), eine Decke oder ein Kissen, welches groß genug ist, um beide Felle zu berühren und – wenn möglich – ein vorgedämpftes Bassdrum-Schlagfell. Und natürlich einen Stimmschlüssel und eure Bassdrum. Los geht’s!

 

Hier kommen noch ein paar Stimm-Tipps für die Bassdrum:

Als Basis empfiehlt es sich, die Trommel zunächst auf die Schlagfellseite zu legen und beim Resonanzfell zu beginnen. Löst alle Stimmschrauben so weit, dass sie nur noch auf den Metallklauen aufliegen. Damit sorgt ihr für „Gleichstand“, wenn es ans Anziehen geht. Nun drückt ihr mit einer Hand kräftig in die Mitte des Fells, während ihr alle Schrauben über Kreuz möglichst gleichmäßig fester dreht. Laßt euch nicht durch lose Schrauben irritieren, diese zieht ihr einfach immer so weit an, bis sie wieder greifen. Arbeitet nach Gefühl, nicht nach einer festgelegten Umdrehungszahl. Wenn alle Falten verschwunden sind, nehmt ihr die Hand vom Fell und zieht alle Schrauben nochmals nach, bis das Fell eine gleichmäßige, moderate Spannung aufweist. Dreht die Trommel anschließend um und verfahrt so auch mit dem Schlagfell. Für viel „Kick“, also Anschlagston im Sound, kann es ausreichen, das Fell gerade so zu spannen, dass kein Faltenwurf mehr auftritt. Stellt die Bassdrum jetzt an euer Set und tretet mal ordentlich rein. Es wird vermutlich etwas zu „boomy“ und hohl klingen. Ein solcher Sound kann toll passen, erfordert aber gute Kontrolle im Fuß und die richtige musikalische Umgebung. Legt also eure Decke oder Kissen in die Bassdrum und hört, was sich ändert. Nach Bedarf könnt ihr jetzt noch weitere Dämpfung in den Kessel legen oder mit einer erhöhten Spannung der Felle experimentieren.

 

3 Möglichkeiten, den Sound eurer Bassdrum zu beeinflussen

Darum geht’s im folgenden Clip, wir geben euch weitere Anregungen, wie ihr eure Bassdrum durch unterschiedliche Dämpfung, verschiedene Schlägel oder mit einem geschlossenen Resonanzfell pimpen könnt.

Im nächsten Teil dreht sich dann alles um die Snaredrum. Viel Spaß beim Trommeln und beim Stimmen.

Hier kommt ihr zurück zur Übersicht mit allen Folgen.

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