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Test
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25.05.2011

Denon DN-MC6000 Test

DJ-Controller und Mixer mit 4-Deck-Support

Das Schweizer-Taschenmesser für den Mobile-DJ

Immer mehr DJs nutzen die digitale Plattform, um ihrem Publikum mit Live-Remixes und Mashups kräftig einzuheizen. Das überrascht nicht wirklich, leben wir doch nicht mehr in Zeiten, wo ein solches Vorhaben mindestens noch einen Kofferraum voller externer Zuspieler, Tonträgerscharen, Mischpult, Sampler und Effektgeräte einforderte. Nein, dank DJ-Software und MIDI-Konsole ist dies bis zu einem bestimmten Grad heute deutlich einfacher zu bewerkstelligen. Dazu möchte auch Denon mit seiner siebenköpfigen Controllerflotte beitragen, die kürzlich erst für das Serato Lager den HC-1000S (Test hier) oder HC-5000 (ITCH) hervorbrachten und dem Traktor-DJ den Denon SC-2000 (Test hier) bescherte. Nun schickt der Hersteller die nächste Kommandozentrale ins Rennen. Und auch diese hat es faustdick hinter den Ohren.

Geschaffen für den mobilen Einsatz ist der Denon DN-MC6000 die geschrumpfte Ausgabe des zuvor geschilderten Kofferraum-Inhalts und hievt sich in Verbindung mit einem Notebook als deutlich leichtere All-in-One Lösung auf die Kanzel oder Bühne. Das Gerät ist eine Kombination aus MIDI-Controller, 4-Kanal-Mischpult und integriertem USB-Interface. Eine Armada an Bedienelementen lenkt die digitale Vierdeck-Performance mit Traktor-Pro, Virtual-DJ und Konsorten. Vier Stereo-Eingänge kümmern sich um externes Equipment, wie Plattenspieler, CD-Player, iPods oder eine Drummachine. Für die Moderatoren und MCs unter uns stellt der Japaner obendrein zwei Mikrofonkanäle mit 3-Band-Klangregelung. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören einstellbare Crossfader-Kurve, XLR-Ausgänge und ein spezieller Booth-Out. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799 Euro bleibt das Multitalent knapp unter den Quad-Controllern der Häuser NI, Pioneer und Numark. Zu den Hauptkonkurrenten zählt sicherlich auch der American Audio VMS4 (UVP 399 Euro), der sich ebenfalls die Bedienung von 4 Traktor- oder VDJ-Decks auf die Fahne geschrieben hat und als Stand alone-Mixer fungiert (Test hier). 

Es scheint, als hätte Denon bei der Konstruktion an alles und jeden gedacht: An den Wander- und den Club-DJ, die mobile Diskothek, den Schraub- und Frickelbruder, den Wedding-DJ und den Heimanwender. Stellt sich die Frage, ob der MC6000 auch in Sachen Sound, Workflow und Qualität im unbestechlichen Bonedo Test überzeugen kann.

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