Test
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22.06.2021

Praxis

Wie klingt der Crumar Performer als Software?

Die wichtigste Frage ist natürlich, ob diese Emulation eigenständig klingt und das bereits vorhandene Software-Arsenal innerhalb der DAW bereichern kann. Anhand von 18 Hörbeispielen haben wir einige der wichtigsten klanglichen Eigenschaften eingefangen. Erstellt wurden sind anhand der werkseitigen Programme. Sie demonstrieren, wie unterschiedlich der Crumar Performer klingen kann. Das reicht von einer nasalen Streicherfläche (01 Welcome to Performer), einem anschwellenden Filtersweep (02 Lost In NowhereLand) oder einem „Saw-Filter-Lead“ (03 Paow Lead) über einen wirbelnden Phaser-Synth (04 Acid Psycho), einen schmutzigen Synthbass (05 Dirty Tuba Bass), ein LoFi-Pad (06 LoFi Perfomer) oder einem ruhenden Pad (08 Purple Pad) bis hin zu leicht schmatzenden Keyboardsounds (14 Another Piano). Eine solche Vielfalt an charismatischen Klängen hätte man diesem einfachen Vintage-Keyboard kaum zugetraut.

Allgemein klingt das Instrument eher dünn, aber im positiven Sinne. Es bietet eine reizvolle Alternative zu fetten Synthesizerklängen à la Oberheim, Sequential oder Moog. Die Effekte verhelfen öfter zu einem guten Sound, wie die Factory Presets immer wieder demonstrieren.

Was könnte verbessert werden?

 

Der Crumar Performer folgt seinem Originalvorbild deutlich. Einige kleine Modifikationen würden die Softwareversion allerdings noch etwas zugänglicher machen. Vor allem sollte er seinem Namen gerecht werden und die „Performance“ durch ein vordefiniertes Controller-Setting vereinfachen. Es würde schon reichen, wenn Modulationsrad und Sustain-Pedal bei den Presets eingebunden wären. Die Effekte, zumindest das Analog-Delay, sollte sich temposynchronisieren lassen.

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