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20.12.2016

CITES Artenschutzabkommen: Einstufung wichtiger Holzsorten im Musikinstrumentenbau und -handel

Reaktion auf jahrelangen Raubbau und illegalen Handel

Die in Johannisburg stattgefundene Artenschutzkonferenz hat beschlossen, eine Vielzahl von Hölzern unter den umfassenden Schutz des Anhangs II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES zu stellen. CITES (in Deutschland auch: WA genannt) ist die Abkürzung von "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora".

Die Einstufung ist als Reaktion auf jahrelangen Raubbau und illegalen Handel zurückzuführen und wird in der Zukunft die Gewinnung und den Handel wertvoller Holzsorten auf legaler Ebene nachvollziehbar machen. Die MI-Branche ist gehalten, ihren wichtigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten und mitzuhelfen, dass die betroffenen Holzsorten auch in der Zukunft Verwendung in Musikinstrumentenbau und -handel finden.

 

Detaillierte Informationen finden Sie im CITES-Leitfaden der Branchenverbände SOMM, GDM und BDHM, den Sie hier downloaden können.

Wichtig für Kunden (Verbraucher)

Ab dem Inkrafttreten der Neuregelungen in der EU im Januar oder Februar 2017 muss beim Verkauf von Instrumenten mit einem geschützten Holz-Anteil eine qualifizierte Rechnung erstellt werden. Hierzu gibt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) folgende Information:

"Auf der Rechnung sollte für einen Weiterverkauf innerhalb der EU die Nummer und das Ausstellungsdatum der Einfuhrgenehmigung, das Ursprungsland, die Nummer und das Ausstellungsdatum des CITES-Exportdokumentes sowie den wissenschaftlichen Artennamen vermerkt werden.

Kunden (Verbraucher) müssen darüber informiert werden, dass diese Angaben bei anschließenden Weiterverkäufen innerhalb der EU ebenfalls auf Rechnungen vermerkt werden sollten, damit der Nachweis der rechtmäßigen Einfuhr bis zum Endkunden lückenlos erbracht werden kann."

 

Cites Website: cites.org

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