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Kursänderung bei Gibson? „Von Konfrontation zur Zusammenarbeit“

Der neue CEO im Hause Gibson: James „JC“ Curleigh
Der neue CEO im Hause Gibson: James „JC“ Curleigh

Inzwischen scheint nicht mal mehr ein Tag ohne Neuigkeiten aus dem Hause Gibson zu vergehen. Falls es tatsächlich noch jemanden geben sollte, der das Debakel nicht mitbekommen hat: Mark Agnesi warnt in einem YouTube-Video mit dem Titel „Play authentic!“ andere Hersteller. Kurz darauf verklagt Gibson Dean Guitars, die Community steht Kopf. Nun wurde ein offizielles Statement veröffentlicht, in dem Gibson auf die Situation eingeht.

Offizielles Statement

Wer des Englischen mächtig ist, kann hier das offizielle Statement lesen: KLICK.

(NASHVILLE, Tennessee, Montag, 1. Juli 2019)

„Seit Gibson vor weniger als einem Jahr den Konkurs überwunden hat, haben wir bedeutende Fortschritte in den Kernbereichen gemacht, die Gitarristen auf der ganzen Welt wichtig sind. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, einer neuen Kollektion aus authentischen und modernen Gitarren und einer selbstbewussteren Händler- und Künstlerbasis hat das neue Team von Gibson bewiesen, dass wir auf den Markt hören, um neue Lösungen zu entwickeln. Doch es gibt noch viel zu tun. Das neue Team von Gibson hat eine Mission. Während das neue Management auf dem Erbe, der Qualität und der Handwerkskunst aufbaut, welche Gitarristen von Gibson lieben und erwarten, wird es auch weiterhin die Konflikte der Vergangenheit bewältigen und versuchen, diese zu lösen.“

„Abgesehen davon, dass das Team eine ikonische Marke geerbt hat, hat es auch eine Vielzahl von Herausforderungen übernommen, von denen es wusste, dass sie Zeit brauchen würden, um eine angemessene Lösung zu finden. Eine deutliche Herausforderung war der Bereich des Markenschutzes. Dort gibt es eine Reihe von rechtlichen Problemen, sowohl mit legitimen Unternehmen der Branche, die gegen ikonische Marken verstoßen, als auch mit illegitimen Unternehmen, die versuchen zu fälschen und vorzugeben Gibson zu sein.“

From Confrontation To Collaboration

„In den vergangenen acht Monaten hat das Team erfolgreich über 4500 nachgeahmte und gefälschte Gitarren aus Übersee bearbeitet, die eindeutig darauf abzielten, den Verbraucher zu verwirren und glauben zu machen, er würde eine echte Gibson kaufen. Seit November (2018) gab es Dutzende gefälschte Websites, die ebenfalls wie legitime, offizielle Webseiten aussehen sollten, um den Kunden zu täuschen. Wöchentlich erhält Gibson mehrere Rückmeldungen und Bedenken von Gitarristen, die sich täuschen ließen und dachten, sie würden eine echte Gibson erwerben, was sich jedoch als Fälschung herausstellte. Leider ist dies eine sehr reale Entwicklung, mit der Marken wie Gibson und andere ikonische Marken regelmäßig zu kämpfen haben. Der Hauptbereich des Markenschutzes bei diesen Themen ist der Markenbesitz, das Verständnis und die Geltendmachung von Schutzrechten.“

„Daher unsere jüngsten Versuche, unsere Position zu verdeutlichen, die sich vor allem auf diese unseriösen ausländischen Anbieter auf dem Markt konzentrierte. Wenn diese Situationen ungeprüft bleiben, können sie zu anhaltender Irreführung der Verbraucher führen und letztendlich die Integrität einer ganzen Branche gefährden.“

„In jüngster Zeit gab es ein breites Spektrum an Unterstützung und Kritik an dem von Gibson auf dem Markt gewählten Vorgehen beim Markenschutz. Während es klare Lektionen über den Tonfall und die rechtlichen Erklärungen zu lernen gibt, hat Gibson in den letzten Wochen die Möglichkeit erhalten, in Echtzeit damit zu beginnen, den Kurs von einem weniger rechtlichen Ansatz zu einer mehr industriellen Zusammenarbeit mit einem angemessenen Bewusstsein zu gestalten.“

Gibson vs. Dean Guitars

„Im Zusammenhang mit anderen Gitarrenmarken und Unternehmen auf dem Markt hat Gibson in den letzten Jahren spezifische Klagen eingereicht, um die Rechte der Originalmarke(n) zu schützen und Irreführung der Verbraucher auf dem Markt zu verhindern. Die gesamte Aufmerksamkeit, welche in jüngster Zeit auf die wenigen laufenden Klagen gelenkt wurde, geht auf rechtliche Schritte zurück, welche über viele Jahre lang eingeleitet wurden. Lange, bevor die neue Unternehmensleitung im November 2018 übernahm. Im Hinblick auf die vererbte und anhaltende juristische Aktivität mit Dean Guitars hat das neue Gibson-Team mehrere Versuche unternommen, direkt mit der Firma zu kommunizieren, um einen langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden. Gibson hat echte Absichten einer konstruktiven Lösung, die für beide Seiten von Vorteil sein könnte.“

„Die aktuelle Entwicklung hat das Team veranlasst, seine Vorgehensweisen in Zukunft zu überdenken, um konstruktivere Lösungen für das Managen von Markenschutz in der Branche zu finden. In den vergangenen Wochen hat Gibson bedeutende Fortschritte bei der Reduzierung von Fälschungen gemacht und kreative Vereinbarungen in der Zusammenarbeit mit führenden Boutique-Gitarren-Herstellern und anderen verwandten Industriezweigen getroffen. Ein deutliches Zeichen für ihre Absicht, sich auf uns zuzubewegen.“

„Ich bin stolz auf die Fortschritte, die wir mit unserem Augenmerk auf Qualität, mit der Einführung der neuen Kollektionen und mit unserem erneuten Engagement für unsere Gibson-Vertragshändler gemacht haben. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass es in Zukunft noch viele Herausforderungen zu bewältigen gibt, insbesondere im Bereich Markenschutz und Marktlösungen“, sagt James ‚JC‘ Curleigh, der neue Präsident und CEO von Gibson. „Es ist an der Zeit, den Wandel von der Konfrontation zur Zusammenarbeit zu vollziehen und gleichzeitig unsere Marken zu schützen. Und wir sind entschlossen dies ab sofort umzusetzen.“

Alles wieder gut?

Es ist eine mutige Antwort und sie fasst genau zusammen, welche Haltung Gibson aktuell einnimmt. Ein Statement, auf das die Gitarrenszene definitiv gewartet hat – vor allen Dingen nach dem Verlust Flying V-Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Die letzten Jahre waren eine harte Zeit für den amerikanischen Gitarrenhersteller. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden.

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von Gearnews

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