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Test
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26.02.2019

Casio PX-S3000 Test

Digitalpiano

Allround-Talent

Mit dem PX-S3000 erweitert Casio die Privia-Familie, deren Digitalpianos sich über die Jahre nicht zuletzt durch ein starkes Preis-/Leistungsverhältnis auf dem umtriebigen Piano-Markt behaupten konnten. Beim PX-S3000 fällt wie beim kleineren Bruder PX-S1000 zunächst das kompakte Design ins Auge, welches gepaart mit modernen Features und einer optimierten Hammermechanik-Tastatur Interesse weckt.

Gerade im unteren Preis-Segment der Digitalpianos ist die Konkurrenz durch Roland‘s FP-Serie, Yamaha‘s Arius-Pianos und Korg‘s SP-Modelle deutlich spürbar. Das PX-S3000 besticht durch seine große Bandbreite an Sounds und Features mit Touch-Bedienung in einem extrem kompakten Gehäuse. Hier wurde an vielen Fronten erneuert und optimiert. Blieb dabei etwas auf der Strecke oder macht Casio‘s Privia-Reihe mit dem PX-S3000 einen großen Sprung nach vorne? Wir haben das Instrument für euch getestet.

Details

Aufbau und Bedienoberfläche

Auf der diesjährigen NAMM 2019 dürfte das PX-S3000 ein Hingucker gewesen sein: Vorgänger, wie das eigentlich kompakt gebaute PX-160, wirken gegen den Neuling (Maße: 132,2 x 23,2 x 10,2 cm, B x T x H) ziemlich klobig, vor allem in der Tiefe. Das liegt unter anderem an der futuristischen Bedienoberfläche, die bis auf Volume-Regler, zwei belegbare Potis und einen Pitch-Bender komplett auf Touch-Bedienung setzt und somit extrem platzsparend ist.

An das gut durchdachte Touch-Konzept muss ich mich erst einmal gewöhnen, dann ist es aber recht dankbar und geleitet mich gekonnt durch die 700 Klangfarben, die in sechs Kategorien unterteilt sind. Die Sounds basieren auf der optimierten "AiR" Klangerzeugung, die verbesserte Saiten-Resonanzen, Pedal-Resonanzen und erweiterte Tastaturbewegungs-Geräusche bei Klavierklängen mit sich bringt. Von akustischen/elektrischen Pianos, über Orgeln und Synth-Pads bis hin zu Nylon-Gitarren und Drum-Kits mutet das PX-S3000 klanglich wie eine Art Allrounder-Workstation an.

Hat man seinen Grundsound gefunden, kann dieser im „Sound-Mode“ mit diversen Hall- und Modulations-Effekten belegt werden. In vier Bänken lassen sich dann insgesamt 96 eigene Sound-Kreationen abspeichern. Der Stand des aktuell bearbeiteten Parameter- und Sound-Settings blitzt im mittig positionierten Display auf.

Links daneben ist Platz für die automatische Begleitung: Ein einfacher Drum-Rhythmus, eine akkordbasierte Harmonie-Begleitung, oder ein zuvor intern aufgenommener Song, können hier mittels Transport-Taster abgefeuert werden. Der Klang kommt dann in Stereo aus den internen Lautsprechern, die mit einem Tippen auf das „Sound-Mode“-Panel mit einem Stereo-Spread-Effekt versehen werden, und so den Klang des Pianos angenehm in die Breite ziehen. 

Anschlüsse

Die internen Speaker ertönen auch, wenn man den Stereo-Line Out nutzt. Sie verstummen, sobald einer der beiden 3,5 mm Kopfhörer-Ausgänge auf der Vorderseite des Pianos aktiv ist. Ein Audio-In ermöglicht das Abspielen von z. B. Begleitsongs über die internen Speaker. Das geht aber auch kabellos und unkompliziert via Bluetooth-Schnittstelle. MIDI funktioniert über USB, auch ein USB-Stick für den internen Audio-Recorder lässt sich anschließen.

Zwei herkömmliche Damper/Expression-Pedal-Eingänge werden um einen unkonventionellen Anschluss für die optional erhältliche, dreiteilige Pedaleinheit (SP-34) erweitert. Schließlich finde ich noch einen Eingang für das mitgelieferte Netzteil, und siehe da: Das PX-S3000 kann alternativ auch über Batterien betrieben werden und läuft dann je nach Anwendung 3 - 4 Stunden lang. Ein für Digitalpianos unkonventionelles und erfrischendes Feature, was beispielsweise Outdoor/Straßen-Musikanten aufhorchen lassen dürfte.

Wer das PS-X3000 zu Hause verwenden möchte, kann es auf dem optional erhältlichen Ständer CS-68 montieren und erhält somit ein wirklich kompaktes Digitalpiano, was selbst in engen Wohnräumen platzsparend zu stellen ist.

Chordana Play App

Wer tiefer in das 'Innenleben' des PX-S3000 einsteigen möchte, verwendet die von Casio angebotene  „Chordana Play“-App. Diese schafft umfassenden Durchblick, sobald einem die kompakte Touch-Bedienoberfläche des Pianos über den Kopf wächst und man den Überblick verliert. Verbindet man Tablet und Piano beispielsweise über USB, lassen sich jegliche Klangparameter und weitere wichtige Einstellungen übersichtlich darstellen und kontrollieren. Bei der Nutzung der Chordana Play-App wurde mir das gesamte Ausmaß der Sound/Effekt-Sektion bewusst, welches sich im Piano selber hier und dort noch in Sub-Menüs versteckt.

Tastatur

Zur kompakten Größe des PX-S3000 trägt auch die optimierte Hammermechanik-Tastatur bei, die von Casio mit „Smart Scaled Hammer Action“ bezeichnet wird. Die sowohl digital als auch mechanisch skalierte Tastatur ermöglicht durch verschiedene Widerstände und das gesamte Ansprechverhalten ein für diese Preisklasse wirklich herausragendes Spielgefühl. Durch deren Ausführung und obendrein leicht angerauten schwarzen Tasten wird das Gefühl abermals verstärkt. 

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