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08.08.2014

Casio Celviano AP-250 Test

Digitalpiano

Home-Piano für Preisbewusste

Das Casio Celviano AP-250 ist das günstigste Digitalpiano der Celviano-Serie. Das Instrument in Klavieroptik ist für knapp 800 Euro zu haben und liegt damit in etwa gleichauf mit dem Yamaha YDP-142 Arius und dem Roland F-20, die wir in diesem Testmarathon ebenfalls unter die Lupe genommen haben. Unter der Haube stecken viele Gemeinsamkeiten mit den anderen aktuellen Casio Pianos. Wie schlägt sich das AP-250 im Vergleich? Dieser Test soll es klären.

Details

Gehäuse

Das Celviano AP-250 kann man in schwarz (BK) oder braun (BN) bestellen, wir hatten ein schwarzes Exemplar im Test. Das Piano ist ein Standmodell mit fest montiertem Unterbau und deshalb für den stationären Einsatz konzipiert. Anders als dem großen Bruder Celviano AP-450 fehlen dem AP-250 aber die zusätzlichen Vorderbeine. Auch den aufklappbaren Gehäusedeckel des Geschwistermodells, mit dem sich der akustische Eindruck verändern lässt, gibt es beim AP-250 nicht. Fertig aufgebaut bringt das Piano knapp 40 kg auf die Waage.

Wie bei allen stationären Casio-Pianos ist der Tastaturdeckel als Schiebemechanismus ausgeführt und verschwindet im offenen Zustand im Gehäuse. Das Gehäusematerial aus furnierter Spanplatte macht einen guten Eindruck und fühlt sich angenehm an. Leider besteht die abgeschrägte Fläche oberhalb der Tastatur, die das Bedienfeld und zwei Schalldurchlässe beherbergt, aber aus etwas billig wirkendem Plastik, besonders die Schutzgitter sehen wenig edel aus. Das Notenpult wird oben aufgesteckt, sodass Noten auch bei geschlossenem Tastaturdeckel stehen bleiben können. Die drei klassischen Flügelpedale sind in den Unterbau integriert, das Dämpferpedal ist mit Halbpedalerkennung ausgestattet.

Bedienfeld

Das Bedienfeld ist im linken Bereich oberhalb der Tastatur angeordnet und wird im geschlossenen Zustand vom Tastaturdeckel verdeckt. Die Bedienelemente entsprechen exakt denen der Geschwistermodelle AP-450 und Privia PX-A800. Dem AP-250 fehlen aber einige Funktionen der größeren Modelle, weshalb die Belegung und Beschriftung der Taster etwas anders ausfallen.

Links geht es los mit dem Netzschalter und einem Drehregler für die Lautstärke. Daneben folgt ein Function-Knopf, der in Verbindung mit bestimmten Tasten der Klaviatur verschiedene erweiterte Funktionen zugänglich macht. Die beiden nächsten Taster sind für den integrierten MIDI-Recorder zuständig und werden von einigen LEDs begleitet. Weiter rechts folgt ein Button für das Metronom und den Duett-Modus, bis das Bedienfeld auf der rechten Seite schließlich von drei Knöpfen für die drei wichtigsten Klänge abgeschlossen wird. Auch die Bedienelemente machen leider nicht gerade den hochwertigsten Eindruck – hier kommt doch etwas Plastik-Feeling auf.

Anschlüsse

Die beiden Kopfhörerausgänge befinden sich gut zugänglich vorne links. Hier macht Casio alles richtig. Der einzige weitere Anschluss des Pianos (neben dem Steckverbinder für die Pedaleinheit) ist eine USB-Buchse an der Unterseite, mit der das AP-250 mit einem Computer verbunden werden kann. Das AP-250 sendet und empfängt MIDI über USB und lässt sich in einen Device Mode versetzen, sodass es am Computer als Laufwerk erscheint. Dann kann man unter anderem Recorder-Daten zwischen Piano und Computer austauschen. Auf weitere Anschlüsse wie etwa einen Line-Ausgang oder eine klassische MIDI-Schnittstelle muss man beim AP-250 verzichten, was bei einem Wohnzimmerpiano aber auch nicht weiter schlimm ist.

Lautsprecher

Wichtiger sind die eingebauten Lautsprecher. Das AP-250 besitzt zwei Speaker mit 12 cm Durchmesser, die von einem Verstärker mit 2 x 8 Watt gespeist werden. Sie strahlen nach unten ab, zusätzlich gelangt der Schall durch die beiden erwähnten Durchlässe oberhalb der Tastatur ans Ohr. Im Test zeigten die Lautsprecher leider einige Schwächen und erwiesen sich als etwas schwachbrüstig – dem Volumen eines Flügelklangs sind sie bei großen Lautstärken und Akkorden im Bassbereich nicht mehr ganz gewachsen und beginnen zu verzerren. Zudem ist der Klang ein wenig topfig. Wer nur bei geringer Lautstärke spielt und keine besonderen Ansprüche stellt, wird vielleicht damit zurecht kommen, aber hier ist noch viel Luft nach oben – beim AP-250 haben wir es ja auch mit dem günstigsten Celviano zu tun.  

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