Hersteller_Arturia
Test
3
03.04.2018

Fazit
(4.5 / 5)

Grenoble in Frankreich, der Geburtsort des ersten MiniBrute Synthesizer im Jahr 2012. Sechs Jahre später ist er erwachsen geworden und hat fast nichts von seinem wilden Charakter aus seiner Jugendzeit verloren. Für 150 € mehr als der Vorgänger, gibt es nun eine sehr flexible semi-modulare (Eurorack-fähige) Architektur, viele neue Features aber auch ein weiterhin kraftvoller, eigenständiger analoger Sound, keine Presets, eine “One Knob one Feature” Philosophie und kein Display. Hinzu kommen deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger: Eine verbesserte und besser zu spielende Tastatur, die auch besser mit Velocity, Aftertouch und der analogen Engine harmoniert, ein Filter mit einem breiteren Sound Spektrum, ein KeyStep ähnlicher Sequenzer, plus eine solidere und ansprechendere Optik. 

Mit der neuen MiniBrute 2 Generation hat Arturia es geschafft, den umkämpften Synthesizermarkt aufzumischen. Hier hat man vor allem verstanden, was viele Musiker wünschen : Einen modernen, analogern Synthesizer, der den Einstieg in die Eurorack Welt vereinfacht, aber weiterhin mit einer klassischen Tastatur ausgestattet ist. Auch positiv zu erwähnen sind das gut umgesetzte, semi-modulare Patchfeld sowie das detailreiche Manual und das mitgelieferte Sound Cook Book, das die Angst vorm Patchen nimmt. Obendrein positiv ist das neue Link Verfahren, mit dem man die neuen MiniBrute’s preisgünstig in die Eurorack-Welt integrieren und somit das Soundspektrum deutlich vergrößern kann. 

Final lässt sich sagen, dass die Keyboard Version des Arturia MiniBrute 2 eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers ist. Die semi-modulare Engine, neue Sound Features und die bessere Verarbeitung haben das Instrument aus dem Einsteiger-Monosynth-Segment in eine neue, preiswerte Mittelklasse gehoben. Wer sich nicht entscheiden kann, ob es ein klassischer analoger und monofoner Synthesizer, oder doch ein Eurorack System werden soll, ist beim neuen MiniBrute 2 oder 2S richtig aufgehoben. Diese bieten einen schönen Einblick in beide Welten, sind gut verständlich aufgebaut und lassen sich clever modular erweitern.

PRO 

Semi-modulare Architektur

Kraftvoller eigenständiger Analogsound

One-Knob One Feature Philosophie

Flexible Oszillatoren mit vielen Sound Möglichkeiten (FM, Sync…) 

Charaktervoller Multimode-Filter mit dem Brute-Faktor 

Patchfeld mit umfangreichen CV/Gate Ein- & Ausgängen 

Eurorack ready 

Verarbeitung

Verbesserte Tastatur harmonisiert besser mit der analogen Engine (Velocity & Aftertouch) 

KeyStep ähnlicher Arpeggiator/Sequenzer 

Lieferumfang (Sound Cook Book & 8 Patch Kabel) 


CONTRA 

Filter Knob liegt gefährlich nah am Tuning Knob des VCO 2 

Kein großer Klinkeneingang (MiniBrute 1) auf der Rückseite

Fehlende Funktionen im Patchfeld (Oszillator 1 Mix Out, Multiplier, Filter Ein-/Ausgang…)

 

FEATURES

Kombination aus klassischem und modularem Synthesizer

25-Tasten Keyboard anschlagdynamisch mit Aftertouch

Brute-Oszillator

Steiner-Parker-Filter

Zusätzliche Loop-Hüllkurve

Lineare FM

Hardsync

2 frei zuweisbare LFOs

Integrierter Stepsequenzer

Arpeggiator

48er Patchbay

Pitch- und Modulation-Rad

Line-Ausgang (6,3 mm Klinke)

Kopfhörerausgang (3,5 mm Mini-Klinke)

MIDI Ein- und Ausgang

Inkl. 8 Patchkabeln und "cook book"

USB-Anschluss

Externes Netzteil

Abmessungen: 476 x 336 x 58 mm

Gewicht: 4,82 kg

 

PREIS

Ca. 649 € (Straßenpreis, Stand : 03.04.2018)

Weitere Informationen zu diesem Produkt erhaltet ihr auf der Webseite des Herstellers.

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