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Test
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08.09.2015

Arturia Beatstep Pro Test

Hardware-Sequenzer und Controller ­

Ein Step in die richtige Richtung!

Wem die einzelne oder gleichzeitige Bespielung von verschiedenen Synthesizer und Drummachines im  Studio oder auf der Live Bühne zu stressig wird, dem kann mit einem Hardware-Sequenzer geholfen werden. Der Beatstep Pro ist dabei die neueste Kreation aus dem französischen Hard- und Software-Hause Arturia. 

Der Controller mit drei Sequenzern kann mit dem Computer, mit iOS-Apps sowie auch mit externen Synthesizern und Drum-Machines über USB, MIDI und sogar CV/Gate verbunden werden. Ob sich der Beatstep Pro tatsächlich als Mittelpunkt eines Setups behaupten kann oder nur ein weiterer MIDI-Controller ist, wir finden es heraus!

Details

Verarbeitung

Schon die Verpackung des Arturia Beatstep Pro ist elegant und vermittelt ein Gefühl das neuste Apple MacBook auszupacken. Der elegant anmutende Beatstep Pro weist ungefähr die Maße einer konventionellen Computertastatur auf und besteht aus einer anthrazitfarbenen Metall-Unterseite, auf die eine weiße Kunststoff-Oberseite aufgesetzt wurde. Für den sicheren Halt auf glatten Flächen sorgen fünf Gummifüße. Alle Encoder drehen sauber, die Taster drücken sich gut und natürlich lassen sich auch die Pads einwandfrei bespielen. An der Verarbeitung gibt es also nichts auszusetzen.

Tempo/Master-Sektion

Die Front gliedert sich in drei Teilbereiche, beginnend mit einer Master-Kontrollsektion zur Linken. Hier finden wir unterhalb des Arturia-Schriftzugs zunächst einen kleinen Taster mit der Aufschrift SYNC, mit welchem die Sync-Quelle ausgewählt werden kann. Es bieten sich dabei die Modi INT (Internal), USB, MIDI und CLK (Clock) an. Über den aktuellen Mode informiert eine kleine LED, die unter dem betreffenden Kürzel entsprechend aufleuchtet. 

Daran schließt sich die Temposektion an. Hier stehen neben einer dreistelligen 7-Segment-Anzeige auch ein Tempo-Encoder und ein Tap-Button bereit. Außerdem finden sich die RATE/FINE und TAP/METRO(nom) Doppelbelegungen ein, deren Alternativ-Funktionen mit dem Shift Taste angesteuert werden.

Groove und MIDI-Effekte

Für den richtigen Groove und Soul finden darunter drei weitere Encoder für die SWING, RANDOMNESS und PROBABILITY Parameter ihren Platz. Diese können einzelnen Sequenzern (durch Drücken des anliegenden CURRENT TRACK Buttons) oder auch dem ganzen Projekt Dynamik und „Humanity“ verpassen. Mit dem ROLLER/LOOPER Touchstrip können je nach Kontrollmodus außerdem Drums wiederholt oder Teilstücke einer Sequenz geloopt werden, dies allerdings nur global und damit auf allen Sequenzern gleichzeitig. Um diesen Effekt zu starten bzw. zur Festlegung der Roll- oder Looprate hält und bewegt man einfach einen Finger auf dem 8x1 cm großen Touchstrip. Als Rates stehen dabei 1/4, 1/8, 1/16 sowie 1/32 zur Verfügung. 

Der sich unten anschließende Bereich hält globalere Einstellungen für die Sequenzen und deren Pattern bereit, wie etwa MIDI-Channel und Patternlänge. Abgerundet wird der linke Bereich durch die Transportfunktionen Play/Pause, Stop und Aufnahme.

Die Sequenzer

Der Beatstep Pro bietet pro Projekt drei integrierte Sequenzer, wobei jeder Sequenzer jeweils 16 Sequenzen als Pattern abrufen kann. Die Pattern können dabei maximal 64 Steps lang sein. Im mittlere Bereich finden wir dazu vier gleich große und vertikal angeordnete Untereinheiten, untermalt in den Farben Grau, Grün, Gelb und Lila.

Die bunten Sektionen stellen die beiden monophonen SEQUENCER 1 (grün) und 2 (gelb) sowie den ausgewiesenen 16-Spur DRUM Sequenzer in lila dar. Jeder Bereich besitzt außerdem einen eigenen Button zum Selektieren der Sequenz, einen zum Muten und zwei Pfeiltasten „Links/Rechts“ um durch die Pattern wechseln zu können. Die drei Displays zeigen jeweils das aktuelle Pattern jedes Sequenzers an. Der KNOBS-Taster hingegen schaltet durch die Funktionen der Encoder. In den beiden Melodie-Sequenzern können damit dann PITCH, VELOCITY und GATE von Steps variiert werden. Beim Drum-Sequenzer wird PITCH hingegen durch eine SHIFT-Funktion ersetzt, wodurch man ein Drum-Event relativ zum Quantisierungsraster verzögern oder vorziehen kann. 

Der im grauen Bereich befindliche PROJECT-Taster ermöglicht den Zugriff auf die 16 maximal verfügbaren Projekte. Dies geschieht mittels der nummerierten Step-Taster, wobei der gewählte Button rot aufleuchtet. Zusätzlich gibt über dem PROJECT-Taster noch ein viertes Display Auskunft über die gewählte Projektnummer. Der SAVE-Button steuert logischerweise das Speichern der Projekte.

Mit dem CONTROL MODE Button im grauen Bereich versetzt man den Beatstep in den Allrounder-Control-Modus, wodurch die Encoder und Pads auch Aufgaben fernab der Sequenzer übernehmen können. Mit dem herunterladbaren MIDI Control Center lassen sich MIDI-Befehle aller Pads und Knobs - die übrigens auch Mackie Universal Control Befehle senden können - frei definieren. Im Default Preset senden die Pads hingegen eine chromatische Tonleiter von C1 bis Dis2 und die Encoder liefern einige Standard MIDI-CC-Befehle.

Pads

Die großen (Drum-)Pads sind in zwei 8er-Reihen horizontal angeordnet und variieren in ihrer Funktion je nach Modus. Im einfachsten Fall spielen sie die jeweiligen Noten oder Drums eines Sequenzers bzw. definieren einen Step. Verwendet man einen der beiden Melodie-Sequenzer, so leuchten alle Töne sendenden Pads durchgehend, was dem Tonumfang einer ganzen Oktave entspricht. Die obere Pad-Reihe ist mit den „schwarzen“ Klaviertasten belegt, die letzten beiden ermöglichen den Wechsel in eine Oktave höher oder tiefer. Je weiter man sich von der mittleren Oktave entfernt hat, desto schneller blinkt das OCT + oder OCT – Pad. Im Drum- und Control-Mode leuchten die Pads hingegen nur bei Berührung oder Triggerung, auch die Möglichkeit Oktaven zu wechseln fehlt. Ferner sollten uns bereits einige Sekundärfunktionen bei den Padbeschriftungen auffallen, doch dazu später mehr.

Encoder

Die Encoder im oberen rechten Bereich kommen vornehmlich der Bearbeitung eines Pattern zu Gute, wobei jeder Encoder für einen Step zuständig ist und dann entweder Pitch/Shift, Velocity oder Gate manipulieren kann (Auswahl per KNOB Taster). Im Control Mode kann man ihnen - wie bereits erwähnt - auch beliebige andere MIDI-Funktionen zuweisen.

Step-Taster

Die 16 Step-Taster sind etwa Finger-groß und liegen zwischen den Drum-Pads und den Encodern. Vorrangig dienen sie zum Setzen der Steps, gewähren beispielsweise aber auch schnelle Auskunft über und Eingriffe in die MIDI-Kanäle der Sequenzer (bei gedrücktem CHAN-Button), sowie direkte Projekt- und Pattern-Anwahlen. 

Um nun etwas zu sequenzieren oder kontrollieren zu können benötigt man externe Klangerzeuger -werfen wir nun also einen Blick auf die Rückseite des Beatstep Pro und auf seine vielfältigen Anschlüsse.

Anschlüsse

Fangen wir zunächst links mit den CV/Gate-Ausgängen für die drei Sequenzer an, beginnend mit je drei Miniklinkenbuchsen – PITCH (Tonhöhe), VELO (Anschlag/Velocity) und Gate (Tonlänge) – für die Sequenzer Eins und Zwei. Dem Drum-Sequenzer wiederum wurden acht Drum-Gate Trigger-Ausgänge verpasst. Perfekt für analoge Drummachines wie z.B. die Vermona DRM-1 MKIII Trigger oder andere analoge Drum-Module, die über entsprechende Gate-Eingänge verfügen. 

Neben den Drum-Gates findet man außerdem ein Clock-In und -Out zur Synchronisation mit Geräten aus der Prä-MIDI-Ära. Für MIDI-fähige Gerätschaften gibt es nebenan einen MIDI-In und einen MIDI-Out, was ich leider etwas zu wenig finde. Drei passende Adapter ( 3,5 mm Klinke auf 5-Pol DIN) für die MIDI-und Sync-Anschlüsse liegen dem Beatstep Pro bei (2x Midi, 1x Sync). Adapter-Kabel für die CV/Gates muss man sich indes selber besorgen.

Der USB-Anschluss dient der Verbindung mit dem Computer und auch als Stromzufuhr. Wenn kein Computer angeschlossen ist, kann man beispielsweise ein USB-Ladegerät für Smartphones oder Tablets nutzen. Der On/Off-Schalter schlussendlich beendet unseren kleinen Überblick.

Zubehör

Für den USB-Anschluss liegt dem Beatstep Pro ein Verbindungskabel bei. Außerdem hat Arturia, um brummschleifenbedingte Störgeräusche zu vermeiden, einen „anti ground loop adapter“ mit ins Paket gelegt. Dieser wird an den USB-Port des Beatsteps angeschlossen und splittet ihn außerdem in Daten- und Stromanschluss. Für die MIDI-und Sync-Anschlüsse gibt es außerdem die drei erwähnten Adapter. 

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