Test
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28.02.2020

ADJ Hydro Beam X2 Test

Professioneller IP65 Beam Moving Head mit 370 W Entladelampe

Schwergewicht mit Schutzklasse IP65

Mit dem ADJ Hydro Beam X2 stellt ADJ einen leistungsfähigen, professionellen Moving Head mit IP65-Klassifizierung vor: Geeignet sowohl für den Innen- als auch den Outdoor-Bereich. Ausgestattet ist er mit einer 370 W starken Sirius HRI Entladelampe, einer komplexen Optik, Gobo-Rädern und diversen Effektfiltern. Mit einem Abstrahlwinkel von 3° soll er laut Hersteller sehr scharf fokussierte Beams liefern. Okay, dann wollen wir den satte 29 kg schweren Kameraden mal inspizieren.

Details

Aufbau und Konstruktion

Auf den ersten Blick macht der Testkandidat einen robusten Eindruck. Alles vernünftig verschraubt und konstruiert. Gefertigt ist der Hydro Beam X2 von ADJ aus Metall und Komponenten aus Formgusskunststoff. Während die meisten Teile aus solidem Metall konfektioniert sind, ist beispielsweise der Korpus des Heads in Kunststoffteile eingefasst. Nach klassischer Bauart besitzt der Bewegt-Scheinwerfer einen Kopf mit Leuchtmittel und optischer Vorrichtung, einen rotierbaren Yoke sowie die Base mit Anschluss- und Bedienfeld und Steuerungselektronik.

Der Scheinwerfer bringt bei den Abmessungen von 402 x 330 x 630 mm ein nicht unbeträchtliches Gewicht von 29 kg auf die Waage, was auch bereits einen deutlichen Hinweis auf seinen bevorzugten Einsatzbereich im professionellen Sektor vermittelt. Mit der Konstruktion gemäß Schutzklasse IP65 ist der ADJ Hydro Beam X2 für den Außeneinsatz geeignet. Geschützt ist er damit gegen Staub, Sand, Feuchtigkeit und Flüssigkeiten. Allerdings – auch das gehört leider zur Wahrheit der ersten Begegnung – zeigen sich einige unsauber verarbeitete Stellen.

Dem Head ins Auge gesehen

Von vorne blickt man in die eigentliche optische Einheit. Hinter einer kreisrunden Frontscheibe befindet sich die 370 W Osram Sirius HRI Entladelampe. Dahinter sichtbar sind die Farb- und Goboräder. Der eigentliche Kopf ist aus stabilem Metall gefertigt, wobei der ADJ Hydro Beam X2 an dieser Stelle keinerlei Wünsche an die Verarbeitung offen lässt.   

Kopfrückseite mit üppiger Ventilatorfläche

Rückseitig fällt der große Kühlgitter mit Auslassschlitzen für den dahinter platzierten Ventilator ins Auge. Der groß dimensionierte Lüfter nimmt nahezu die komplette hintere Fläche ein.

Head rundum stabil

Eingefasst ist der Metall-Head ist einen formgegossenen „Mantel“ aus Hartkunststoff, bei dem funktionale und Designaspekte eine Rolle spielen. Ober- und Unterseite sind mit Metallkühlrippen und dem „Hydro-Logo“ identisch gestaltet. An den Seiten rechts und links wird dieses Kühlkonzept konsequent weitergeführt. Sämtliche Komponenten sind mit wenigen haltsicheren Schrauben vernünftig verbunden. Leider fällt auch hier auf, dass insbesondere die Übergänge der Hartkunststoffkomponenten nicht hundertprozentig sauber gearbeitet sind.

Yoke

Der Bügel zeichnet sich durch die markant rechteckige Form aus und bietet damit ausreichend Platz für die Rotationsbewegungen. An den Außenseiten der Arme befinden sich leicht abgeflachte Abdeckplatten, über die Servicetechniker Zugang zu den mechanischen Teilen des Yokes haben. Exakt an dieser Stelle – an den Kanten zwischen innerem Arm und Abdeckplatte – weist das Gerät Verarbeitungsmängel auf.

Base-Frontseite mit Display und Bedientastern

Einen wirklich sehr guten Eindruck vermittelt die Chassis-Vorderseite. Hier befindet sich das OLED-Display mitsamt Bedientastern. Die Einheit ist komplett durch eine transparente Scheibe gegen äußere Einflüsse geschützt. Bei den Tastern handelt es sich um berührungsempfindliche Flächen.

Base-Rückseite mit Anschlussfeld

Auf dem Anschlussfeld befinden sich zwei separate Zonen. Die eine beherbergt DMX-In und DMX-Out in jeweils fünfpoliger Ausführung. 3-polige Anschlüsse sind nicht vorgesehen. Bei Bedarf muss hier mit Adaptern gearbeitete werden. Auf der anderen befinden sich der Anschluss für den Stromeingang sowie der Ausgang für die Spannungsweiterleitung. Beide Anschlüsse sind in der Outdoor-tauglichen Power-Twist-Ausführung TR1 konstruiert. Ebenso sind sämtliche Anschlüsse im ungenutzten Zustand durch Gummikappen vor eintretender Feuchtigkeit oder sonstigen Verunreinigungen geschützt. Ansonsten ist die Rückseite aufs Wesentliche reduziert.

Base-Seitenkonfektion

An den Seiten zeichnet sich das Chassis durch vorbildliche Tragegriffe aus. Die sind erstens als Metallformguss-Teile komplett in den eigentlichen Korpus integriert, liegen außerdem durch die Ausführung mit doppelten Streben und darin integrierten Aussparungen bestens in der Hand. Zudem sind die Transportgriffe sehr stabil, was den Gewichtsanforderungen des Gerätes spürbar entgegenkommt.

Base on top und down under

Verbleibt ein Blick auf die Oberseite der Steuerungseinheit. Augenfällig sind hier die deutlich großzügig bemessenen Kühlrippen der Konvektionskühlung. Die obere Seite bildet eine unterbrechungsfreie Einheit mit dem restlichen Chassis-Korpus.

Der rustikale Eindruck führt sich auf der Unterseite fort. Hier verbaut ist die Aufnahme für die Omega-Brackets, mit denen der Hydro Beam X2 geflogen werden kann. Des Weiteren befinden sich hier die Standfüße, mit denen der Scheinwerfer an jeder geeigneten Stelle auf dem Boden, on Stage oder dem Pult platziert werden kann. Das Unterseite ist als separates Bauteil mit der Base bestens und servicefreundlich verschraubt.

Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Gerät selbst das verriegelbare Power-Twist-Kabel, die beiden Omega-Befestigungsbügel sowie die Beilage mit Sicherheitshinweisen.

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