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5 Goldene Regeln für den ersten Job als PA-Mann

Gerade bei eurem ersten Einsatz als verantwortlicher Tonmann wird sicher nicht alles glatt laufen: PA-Anlage, Verkabelung, Soundcheckoder Absprachen mit der Band – es gibt einige Fallstricke, denen der angehende Engineer ausweichen kann, wenn er ein paar goldenen Regeln beherzigt.

Bild: Fotolia, Credits kowitstockphoto
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Und dann ist es soweit. Das Auto ist ausgeladen, das Equipment aufgebaut und die Band dürfte in gut zwei Stunden eintreffen. Ich selbst habe jahrelange Erfahrung als Bandmitglied, DJ und Soundbeauftragter der floorJIVERS mit Auftritten von der Pariser Oper bis hin zur Wüste von Dubai, daher möchte ich euch diese 5 simplen Tipps mit auf den Weg geben, mit denen ihr euch das Leben als angenehmer oder verantwortlicher Tonmensch einfacher gestalten könnt.

1. Vergiss den Ersatzteilkoffer nicht

Im harten Road-Betrieb gibt gerne mal ein Kabel auf, eine Monitorbox bleibt stehen oder ein Verstärker raucht ab. Seht zu, dass ihr euer Equipment regelmäßig wartet und stets ausreichend Ersatzkabel zum auswechseln im Gepäck habt. Es empfiehlt sich, in einem regulären Turnus die Kabel komplett gegen neue zu tauschen. Schmelzsicherungen, Leatherman und ein Notfall-Reperatur-Kit inklusive Lötkolben sollte ebenso in einer Werkzeugkiste mitgeführt werden. Bleibt nicht stehen in der Technik, informiert euch über neueste Entwicklungen auf dem Markt und passt euer Setup stets an. Es wird euren Job vereinfachen.

2. Behalte dein Musikerleben (möglichst) für dich

Es ist gut, wenn ihr als auch vom Standpunkt eines Musikers wisst, wie Instrumente klingen (sollen) und ihr ein Ohr für Frequenzen habt, an denen ihr am Mischpult schrauben müsst. Aber behaltet eure Karriere für euch und spart euch den Small Talk für nach den Gig auf, wenn überhaupt. Schließlich seid ihr als Tonmann engagiert und in der Regel geht es den Künstlern eher auf den Geist.

3. Überstrapazier den Soundcheck nicht

In der Ruhe liegt die Kraft. Trotzdem müsst ihr den Generalissimus spielen, um einen kurzen und knappen Soundcheck zu erreichen. Merkt euch möglichst die Namen der Künstler und sprecht sie direkt an, wenn die Instrumente gecheckt und eingestellt werden sollen. Es hilft, zu wissen, dass die meisten Bandmitglieder im Soundcheck weiter weg vom Mikro stehen und extra etwas leiser spielen als im Live-Einsatz. Seid bei den ersten Stücken darauf vorbereitet, dass ihr mitunter den Gain-Regler ordentlich nachschrauben müsst.

Soundcheck muss sein, aber nicht überstrapazieren. Nachschrauben ist ohnehin meist angesagt. (Bild: P&C floorJIVERS / Bernd Delbrügge/ Axel hinten links)
Soundcheck muss sein, aber nicht überstrapazieren. Nachschrauben ist ohnehin meist angesagt. (Bild: P&C floorJIVERS / Bernd Delbrügge/ Axel hinten links)

4. Lass dich nicht ablenken

Ein guter Job des Live Sound Engineers besteht darin, während des Konzertes unsichtbar zu sein. Die Künstler konzentrieren sich ganz auf ihr Konzert und fühlen sich permanent mit ihrem Monitor und dem FOH-Sound gut. Das bedeutet, dass ihr stets hinhört, pegelt, den Mix ausgewogen behaltet, auch bei Soli die Lautstärke im Griff habt und fleißig das Tapdelay anpasst. Achtet auf die Ansagen zwischen den Stücken. Oftmals kann darin auch eine Anweisung für euch versteckt sein, selbst wenn es nur Ankündigungen von Balladen sind oder ein konkrete Ansprache für die Monitorsituation

5. Stelle kein selbst gebasteltes Equipment bereit

Egal wie erfahren oder unerfahren die Künstler sind, die Ihr betreut: Alle wünschen sich bestmöglich zu klingen und erwarten eine professionelle, zuverlässige PA. Auch wenn selbst gebaute Soundsystems in Zeiten von Dubstep en Vogue sind: Es macht bei Bands, Veranstaltern und letztendlich beim Publikum kein gutes Bild, mit zusammengewürfelten Selbstbauten aufzukreuzen. Verlasst euch gerade bei euren ersten Beschallungen auf bewährtes, das vermittelt zudem auch Kompetenz.

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von Axel Erbstösser

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Profilbild von Maik Schreiber

Maik Schreiber sagt:

#1 - 09.05.2015 um 16:16 Uhr

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Dem kann man nur beipflichten !!

Kommentare vorhanden
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