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DI.Boxen/Preamp – Testmarathon

retro large headphones made into a pattern

Wenn es eine generelle Erkenntnis gibt, dann ist es die, dass alle Geräte prinzipiell gut klingen und alles, was sie tun sollen, auch adäquat umsetzen – eine Tatsache, die mich positiv überrascht hat.

Auch ist festzustellen, dass Geräte mit einer 220-V-Netzversorgung einen transparenteren Sound begünstigen. Für eine reine Studioverwendung sollte man diesen Geräten deshalb bei einer Kaufentscheidung den Vorrang geben. Nach meiner Ansicht ist hier die Avalon U5 Sieger im Preis-Leistungs-Vergleich. Wer Schlichtheit und tollen Röhrencharakter in seine Kriterien einbindet, für den gehört die UA Solo 610 in jedem Fall auf den Wunschzettel. Während andere D.I. Boxen eher durch neutrale Klanggüte punkten, entscheidet bei Modellen mit Röhre eher der Geschmack über die Färbung des Klanges. Topempfehlung hier ist die Millennia TD-1, ein toller Preamp, hochwertig, universell einsetzbar und in jedem Studio zu Hause. Als reine Bass-D.I. Lösung zielt man bei ihr allerdings mit Kanonen auf Spatzen und sprengt schnell sein Budget. Bei den unzähligen Möglichkeiten der TD-1 zahlt man als Bassist auf jeden Fall größten Teil des Preises für Features, die man wahrscheinlich niemals brauchen wird.  

Bevorzugt man ein Gerät, das sowohl im Studio als auch live einsetzbar ist, so kann man natürlich auch hier auf die teuren 220 Volt Versionen zurückgreifen. In puncto Robustheit, Transportfähigkeit und Variabilität sind ihnen allerdings die Preamp D.I. Boxen im Stompbox-/Bodentreter-Format definitiv überlegen. Vor allem die zweikanaligen Varianten wie die EBS Microbass II und die Radial Bassbone bieten für ihren Preis jede Menge Möglichkeiten für den Livebetrieb. Außerdem passen beide in die meisten handelsüblichen Gigbags und Koffer. Die EBS Microbass II bekommt aufgrund ihrer praktikableren Maße, ihrer unschlagbaren Vielfalt an Stromversorgungsoptionen und ihrer durchdachten Features den Vorzug vor dem Bassbone. Für die reine zweikanalige Verwendung mit zwei unterschiedlichen Bässen würde ich hingegen die Bassbone D.I. bevorzugen, schon wegen der einfachen Pegelangleichung beider Kanäle und der simplen, aber effektiven Klangregelung.

Wer einfach nur ein kleines Problem mit seinem Basis-Sound hat, den er ein wenig aufpeppen möchte, dem sei der Taschenknirps Yamaha NE-1 wärmstens empfohlen. Auch die Sadowsky Preamp D.I. setzt ihre Qualitäten dezent ein. Sie ist zwar weniger flexibel, verbessert aber deutlich den Sound und ist vor allem genial einfach. Der NE-1 hilft Bassisten mit einer einfachen Mittenparametrik, ihren Sound in diesem Bereich in den Griff zu kriegen. Die Sadowsky D.I. dagegen kommt ohne Mittenregelung aus, sie praktiziert eine indirekte Mittenabsenkung durch das Anheben von Höhen und Bässen.

Am deutlichsten fällt sicherlich die SansAmp Bass Driver DI Box aus dem Rahmen. Sie hat von allen hier vorgestellten Modellen die deutlichste Handschrift, definitiv einen Signature-Sound, wenn man so will. Vor allem Liebhaber reicher und satter Röhrensounds werden sie lieben, obwohl keine einzige Röhre in ihr steckt. Mit der Möglichkeit, drei Sounds abzuspeichern, zeigt sie sich sehr praxisorientiert. Allerdings würde ich die SansAmp D.I. im Studio seltener als Einzelgerät einsetzen, denn das Risiko einer eventuell doch zu extremen Klangfärbung ist zweifelsohne vorhanden. Sehr gute Ergebnisse erzielt man mit ihr im Splitverfahren, wenn man sie parallel mit einem zweiten D.I. Signal mischt. Um so unverständlicher ist es daher, dass man bei der hier getesteten programmierbaren SansAmp Bass Driver D.I. Box auf den parallelen Ausgang verzichtet hat, den das einfache, nicht programmierbare Basismodell noch hatte.

Zuguterletzt sei darauf hingewiesen, dass es noch eine Menge weiterer Produkte gibt, die unter die Kategorie Bass-Preamp-D.I. Boxen fallen. Die wesentlichen Unterschiede hinter den Konzepten bleiben jedoch erhalten. Hat man sich also erst einmal für eine generelle Bauart entschieden, sollte man sich die Mühe machen, mehrere Geräte dieser Kategorie nebeneinander zu testen. Ich hoffe, dass unser Vergleichstest dazu beitragen konnte, die verschiedenen D.I. Spezies kennenzulernen, sie besser zu verstehen und eine eventuelle Kaufentscheidung zu erleichtern.

Wenn es eine generelle Erkenntnis gibt, dann ist es die, dass alle Geräte prinzipiell gut klingen und alles, was sie tun sollen, auch adäquat umsetzen – eine Tatsache, die mich positiv überrascht hat.

Auch ist festzustellen, dass Geräte mit einer 220-V-Netzversorgung einen transparenteren Sound begünstigen. Für eine reine Studioverwendung sollte man diesen Geräten deshalb bei einer Kaufentscheidung den Vorrang geben. Nach meiner Ansicht ist hier die Avalon U5 Sieger im Preis-Leistungs-Vergleich. Wer Schlichtheit und tollen Röhrencharakter in seine Kriterien einbindet, für den gehört die UA Solo 610 in jedem Fall auf den Wunschzettel. Während andere D.I. Boxen eher durch neutrale Klanggüte punkten, entscheidet bei Modellen mit Röhre eher der Geschmack über die Färbung des Klanges. Topempfehlung hier ist die Millennia TD-1, ein toller Preamp, hochwertig, universell einsetzbar und in jedem Studio zu Hause. Als reine Bass-D.I. Lösung zielt man bei ihr allerdings mit Kanonen auf Spatzen und sprengt schnell sein Budget. Bei den unzähligen Möglichkeiten der TD-1 zahlt man als Bassist auf jeden Fall größten Teil des Preises für Features, die man wahrscheinlich niemals brauchen wird.  

Bevorzugt man ein Gerät, das sowohl im Studio als auch live einsetzbar ist, so kann man natürlich auch hier auf die teuren 220 Volt Versionen zurückgreifen. In puncto Robustheit, Transportfähigkeit und Variabilität sind ihnen allerdings die Preamp D.I. Boxen im Stompbox-/Bodentreter-Format definitiv überlegen. Vor allem die zweikanaligen Varianten wie die EBS Microbass II und die Radial Bassbone bieten für ihren Preis jede Menge Möglichkeiten für den Livebetrieb. Außerdem passen beide in die meisten handelsüblichen Gigbags und Koffer. Die EBS Microbass II bekommt aufgrund ihrer praktikableren Maße, ihrer unschlagbaren Vielfalt an Stromversorgungsoptionen und ihrer durchdachten Features den Vorzug vor dem Bassbone. Für die reine zweikanalige Verwendung mit zwei unterschiedlichen Bässen würde ich hingegen die Bassbone D.I. bevorzugen, schon wegen der einfachen Pegelangleichung beider Kanäle und der simplen, aber effektiven Klangregelung.

Wer einfach nur ein kleines Problem mit seinem Basis-Sound hat, den er ein wenig aufpeppen möchte, dem sei der Taschenknirps Yamaha NE-1 wärmstens empfohlen. Auch die Sadowsky Preamp D.I. setzt ihre Qualitäten dezent ein. Sie ist zwar weniger flexibel, verbessert aber deutlich den Sound und ist vor allem genial einfach. Der NE-1 hilft Bassisten mit einer einfachen Mittenparametrik, ihren Sound in diesem Bereich in den Griff zu kriegen. Die Sadowsky D.I. dagegen kommt ohne Mittenregelung aus, sie praktiziert eine indirekte Mittenabsenkung durch das Anheben von Höhen und Bässen.

Am deutlichsten fällt sicherlich die SansAmp Bass Driver DI Box aus dem Rahmen. Sie hat von allen hier vorgestellten Modellen die deutlichste Handschrift, definitiv einen Signature-Sound, wenn man so will. Vor allem Liebhaber reicher und satter Röhrensounds werden sie lieben, obwohl keine einzige Röhre in ihr steckt. Mit der Möglichkeit, drei Sounds abzuspeichern, zeigt sie sich sehr praxisorientiert. Allerdings würde ich die SansAmp D.I. im Studio seltener als Einzelgerät einsetzen, denn das Risiko einer eventuell doch zu extremen Klangfärbung ist zweifelsohne vorhanden. Sehr gute Ergebnisse erzielt man mit ihr im Splitverfahren, wenn man sie parallel mit einem zweiten D.I. Signal mischt. Um so unverständlicher ist es daher, dass man bei der hier getesteten programmierbaren SansAmp Bass Driver D.I. Box auf den parallelen Ausgang verzichtet hat, den das einfache, nicht programmierbare Basismodell noch hatte.

Zuguterletzt sei darauf hingewiesen, dass es noch eine Menge weiterer Produkte gibt, die unter die Kategorie Bass-Preamp-D.I. Boxen fallen. Die wesentlichen Unterschiede hinter den Konzepten bleiben jedoch erhalten. Hat man sich also erst einmal für eine generelle Bauart entschieden, sollte man sich die Mühe machen, mehrere Geräte dieser Kategorie nebeneinander zu testen. Ich hoffe, dass unser Vergleichstest dazu beitragen konnte, die verschiedenen D.I. Spezies kennenzulernen, sie besser zu verstehen und eine eventuelle Kaufentscheidung zu erleichtern.

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