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Das war der Guitar Summit 2018 in Mannheim

Der Bericht über den Guitar Summit 2018 in Mannheim im Congress Center Rosengarten vom 07. bis 10.09.2018 fällt auch in diesem Jahr durchweg positiv aus. Nach der sehr erfolgreichen Premiere 2017 mausert sich diese Veranstaltung für alle Freunde von Saiteninstrumenten, Verstärkern und Effektgeräten zu einer festen Instanz. Das Potential ist da, es gab mehr Aussteller, mehr Besucher und einige Verbesserungen im Vergleich zur Premiere. Im schönen Ambiente des Mannheimer Rosengartens mit viel Tageslicht hat der Messe-Blues ohnehin keine Chance – außer als musikalischer Programmpunkt – zumal der Geräuschpegel auf den drei Etagen der Ausstellung wieder absolut niedrig war, entspannte Gespräche mit Kollegen oder Hersteller waren überhaupt kein Problem. Lediglich in der Amp-Zone im Keller ging es etwas kerniger zu, aber ein Gitarren- oder Bassverstärker ist nun mal keine Blockflöte.

Guitar_Summit_2018_01

Neben der Ausstellung von Instrumenten, Amps und Effekten gab es über 160 (!) Workshops an den drei Tagen, dazu Konzerte mit hochkarätigen Musikern – die Kollegen von Gitarre & Bass hatten sich auch diesmal nicht lumpen lassen und ein grandioses Programm zusammengestellt.

Der Plan am Eingangsbereich
Der Plan am Eingangsbereich

Instrumentenausstellung

Über 200 Firmen präsentierten ihre Produkte, insgesamt über 420 Marken waren auf vier Etagen präsent. Im etwas entfernten Untergeschoss (Etage 0) waren es die Amp-Hersteller in der Tube-Ampfinity und Bass Ampfinity, wo man per Multi-Switcher Amps und Cabs miteinander kombinieren und antesten konnte, was auch rege genutzt wurde. Denn hier standen einige edle Amps von Herstellern wie Komet, Friedman oder Victory, die man nicht alle Tage im Laden nebenan zu Gesicht bekommt

Fotostrecke: 2 Bilder Tube Ampfinity Raum
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Auf der ersten und zweiten Etage wurden E-Gitarren und Bässe präsentiert, hier waren zum einen die größeren Hersteller wie Duesenberg, Ibanez oder Yamaha am Start, daneben aber auch sehr viele kleinere Betriebe und Custom-Shops, deren Instrumente man selbstverständlich ebenfalls antesten konnte. Manche hatten Headphone-Amps direkt am Stand, es gab aber auch Teststationen mit diversen Amps in den Etagen verteilt, die dazu einluden, in Ruhe über Kopfhörer die Gitarren und Bässe zu testen. Wer etwas mehr Schalldruck benötigte, für den standen die Krachkammern – schallisolierte Testkabinen – mit Amps zur Verfügung. Dadurch blieb der Schallpegel auf den Ebenen 1 bis 3 absolut niedrig, was erheblich zur entspannten Atmosphäre beitrug. Nicht zu vergleichen mit dem Lautstärke-Wahnsinn auf der Frankfurter Musikmesse. Es geht auch anders – Kompliment an Aussteller und Veranstalter!

Fotostrecke: 5 Bilder Suhr Guitars
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Effektpedal-Nerds werden wohl die meiste Zeit im Obergeschoss auf Ebene 3 verbracht haben, denn hier gab es auf der Pedalshow feine Tretminen zu bestaunen und anzutesten. Außerdem waren auf dieser Ebene in einem anderen Raum diverse Akustikgitarrenhersteller (u.a. Taylor, Lakewood, Seagull) vertreten.

Fotostrecke: 5 Bilder Pedalmania zum Ersten
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Bisher waren es die Namm Show in Anaheim oder die Frankfurter Musikmesse, auf denen Hersteller ihre Neuheiten vorstellten. Hughes & Kettner hatte sich den Guitar Summit als Plattform zur Weltpremiere des neuen Black Spirit 200 ausgesucht.

Fotostrecke: 3 Bilder Teststation mit dem neuen Hughes & Kettner Black Spirit 200
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Workshops

Bei den Workshops, die auch im letzten Jahr extrem gut besucht waren, hatte man noch einmal ordentlich zugelegt. Auf insgesamt sieben Bühnen wurden über 160 Workshops aller Art präsentiert, und das den ganzen Tag lang im Halbstundentakt ohne große Umbaupausen. Die Themenfelder waren weit gesteckt, neben typischen Spielarten für Gitarre und Bass gab es auch technikorientierte Workshops über Pickups, das optimale Einstellen der Gitarre oder auch alles rund um das Recording von Gitarren und Bässen auf der Studioszene-Bühne. Einige große Namen aus dem Gitarrengeschäft waren 2018 bei den Workshops vertreten, Namen wie Phil X, Mathias IA Eklund, Pete Thorn, Thomas Blug, Marcus Deml oder Uli Jon Roth gaben sich das Klinkenkabel in die Hand. Inhaltlich ging es bei den “Spiel-Workshops” kunterbunt zur Sache, die Bandbreite reichte von Neo Soul Gitarre (Gene Caberra) über Jazz-Improvisationskonzepte (Martin Miller und Tom Quayle) und Surf Gitarre (Martin Schmidt) bis zum sehr unterhaltsamen Freak Guitar Workshop mit Mathias IA Eklund, der indische Rhythmuspattern mit Metalsounds und seinem speziellen Humor mischte. Das alles in sehr angenehmen Workshop-Räumen mit gutem Sound.

Fotostrecke: 3 Bilder Tom Quayle auf der Electric Stage
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Master Classes & DIY Workshops

Wer es richtig wissen wollte, der konnte im Vorfeld Masterclasses buchen und sich im kleinen Kreis von einigen der Workshop-Dozenten (u.a. Phil X, Marcus Deml, Hanno Busch, Martin Miller, Jon Gomm) unterrichten lassen. Es gab insgesamt 12 verschiedene Masterclasses, die zu Preisen zwischen 69 Euro und 119 Euro angeboten wurden. Eine ganz andere Art von Master Class hatten sich Moody Sounds und Rockinger einfallen lassen. Hier konnten Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung ein Moody Sounds Fuzz oder Booster Pedal bzw. eine Rockinger Strat selbst bauen.

Konzerte

Am Freitagabend stand im Mozartsaal des Rosengartens alles im Zeichen der Akustikgitarre. Auf der Acoustic Party spielten unter anderem Jon Gomm, Petteri Sariola und Thomas Zwijsen (Nylon Maiden), der Iron Maiden Klassiker auf der Nylon-String-Gitarre zum Besten gab. Am Samstag war Strom angesagt, Marcus Deml spielte mit den Blue Poets, danach kam Hanno Busch mit seiner Band Sommerplatte und den krönenden Abschluss lieferte Thomas Blugs Rock Anarchy mit vielen Gästen, darunter Phil X, Uli Jon Roth und Pete Thorn.

Fazit

Tolle Veranstaltung und nochmal eine Schippe oben draufgelegt im Vergleich zum letzen Jahr! Das könnte zu einer Institution für Gitarristen und Bassisten werden. Der Besuch lohnt sich in jeder Hinsicht, denn was man hier für ein Ticket (Tagesticket 17 Euro, 3-Tagesticket 26 Euro) geboten bekommt, ist sensationell und den Preis mehr als wert. Die Übernachtung in Mannheim ist auch nicht so kostspielig wie in einer Messestadt, da rentiert sich auch mal ein Wochenendtrip nach “Monnem”. Notiert euch schon mal den 27.09. bis 29.09.2019, denn da findet der dritte Guitar Summit statt.

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von Thomas Dill

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