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Blackstar ID:Core V3 Stereo 20 Test

Praxis

Für die folgenden Audiobeispiele positioniere ich vor die beiden Speaker des ID: Core 20 zwei SM 57, die über einen Tube Tech MP2A Preamp ohne Umwege direkt in meinen Wandler gehen. Alle Beispiele wurden im Klang natürlich nicht weiter bearbeitet!
Zunächst einmal spiele ich alle sechs Voices an, dazu verwende ich entsprechend unterschiedliche Gitarren. Um welche es sich genau handelt, lässt sich am jeweiligen Beispiel ablesen. Gain- und Tone-Regler am Verstärker zeigen alle in die Mitte.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – Clean Warm Telecaster Blackstar ID Core V3 – Clean Bright Telecaster Blackstar ID Core V3 – Crunch Strat Blackstar ID Core V3 – Super Crunch Strat Blackstar ID Core V3 – OD 1 Music Man Reflex Blackstar ID Core V3 – OD 2 Music Man Reflex

Die beiden Cleansounds decken traditionelle, aber auch moderne Klänge ab. Clean Warm zeigt sich, wie der Name schon sagt, warm und mittenfokussiert, Clean Bright lässt die Höhen erstrahlen und spricht auch deutlich schneller an.
Die beiden Crunchsounds mögen sehr ähnlich klingen, dabei unterscheiden sie sich aber beim Spielen deutlich! Super Crunch geht spürbar direkter an die Arbeit und wirkt auch komprimierter. Beide teilen sich aber das auffallend betonte Low-End.
Klar hörbar sind wiederum die Unterschiede der beiden Overdrive-Sounds. OD2 zeigt sich dabei im Vergleich zu OD1 dicker und auch direkter, OD1 besitzt weniger Mittenfrequenzen, was den Klang etwas breiter und auch moderner gestaltet. In puncto klangliche Vielseitigkeit können die Combos auf jeden Fall beeindrucken.
Das nächste Beispiel soll den Einfluss des ISF-Reglers auf den Klang aufzeigen. Der Regler ist erst in der Minimal-, dann in der Mittel- und zum Schluss in der Maximalstellung zu hören. Ausgewählt habe ich das Super Crunch-Setting, als Gitarre kommt eine Strat zum Einsatz.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – Super Crunch ISF Check Min Mid Max Strat

Nach links gedreht verringern sich die Mittenfrequenzen, was für den bekannt breiten Sound sorgt, nach rechts erhöhen sie sich und auch die Durchsetzungskraft gewinnt deutlich. So lässt sich der Klang noch feiner an die persönlichen Vorlieben anpassen, wobei ein dedizierter Dreiband-EQ nicht vermisst wird.
Im folgenden Beispiel möchte ich herausfinden, wie sich der Gain-Regler verhält. Alle Voices dafür anzuspielen würde ebenfalls den Rahmen dieses Tests sprengen, daher wähle ich den Super Crunch Amp an. Den Gain-Regler drehe ich von 9 Uhr über die Mitte auf 15 Uhr und abschließend in die Maximalstellung.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – Super Crunch Gain Check 9 12 15 max Strat
Die Speaker-Simulation gehört für unseren Autor mit zum Besten, was in dieser und auch höheren Preisklassen auf dem Markt ist.
Die Speaker-Simulation gehört für unseren Autor mit zum Besten, was in dieser und auch höheren Preisklassen auf dem Markt ist.

Halten wir eines fest: Gain hat der Amp ohne Ende. Schon ab der Mittelposition ist für meinen Geschmack das Maximum erreicht, je weiter der Regler nach rechts gedreht wird, desto mehr setzt eine Kompression ein und zeigt auch dem Combo aufgrund seiner kompakten Leichtbauweise inklusive der recht klein dimensionierten Speaker klar seine Grenzen auf. Es fängt ordentlich an zu wummern, sobald die 15-Uhr-Position überschritten wird. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn dreht man einfach den Regler zurück, verschwindet das Ganze wieder.
Kommen wir nun zur Effektsektion des ID: Core. Auch hier ist die Strat zu hören, allerdings positioniere ich den Voice-Regler jetzt auf Clean Bright und spiele alle vier Modulationseffekte an.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – MOD 1 Phaser Blackstar ID Core V3 – MOD 2 Chorus Blackstar ID Core V3 – MOD 3 Envelope Blackstar ID Core V3 – MOD 4 Tremolo

Es folgt die Delay Sektion.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – DELAY 1 Linear Blackstar ID Core V3 – DELAY 2 Analog Blackstar ID Core V3 – DELAY 3 Tape Blackstar ID Core V3 – DELAY 4 Multi

Und hier die vier Reverb Effekte:

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – REV 1 Room Blackstar ID Core V3 – REV 2 Hall Blackstar ID Core V3 – REV 3 Spring Blackstar ID Core V3 – REV 4 Plate

Auch die Effekte können auf ganzer Linie überzeugen. Sie liefern die von ihnen erwarteten Sounds mehr als gut und erhöhen den Spielspaß deutlich. Auffallend ist auch der extrem weite Stereoklang, der aus den Speakern kommt und dem Sound eine Dreidimensionalität verleiht.
Ein kleines Solo Beispiel darf natürlich auch nicht fehlen. Dazu schalte ich auf OD2 und aktiviere alle drei Effektsektionen. Als Gitarre kommt eine Music Man Reflex zum Einsatz.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – OD 2 Music Man All FX

Das Solieren fällt dank des fetten Gains, kombiniert mit den Effekten leicht und macht wirklich Spaß! Dabei fällt die starke Kompression auf, die für den kompakten Sound sorgt und das Spiel erleichtert.
Wie die Speaker-Simulation klingt, zeigen die letzten beiden Beispiele. Dazu führe ich das Kopfhörersignal in meinen Stereo-Mikrofon-Preamp.

Audio Samples
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Blackstar ID Core V3 – Clean All FX HP Out Strat Blackstar ID Core V3 – OD2 All FX HP Out Reflex

Spätestens hier hat mich der Amp vollends überzeugt! Die Speaker-Simulation gehört für mich mit zum Besten, was ich in dieser und auch weitaus höheren Preisklassen bislang gehört habe. Der super-weite Klangcharakter des Boxensounds wird hier ebenfalls klar wiedergegeben und klingt für meinen Geschmack sogar noch besser!

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