Audio Imperia Glade Test

Jede Orchester-Library wird unweigerlich mit Spitfire Audio-Produkten verglichen – vor allem, wenn es sich wie bei Spitfire Symphony Orchestra Discover um Freeware handelt. Audio Imperia Glade stellt sich diesem Vergleich, und das, obwohl die Library viele Instrumente enthält, die mit dem Orchester nichts zu tun haben. 

Audio Imperia Glade Plugin Test Bedienoberfläche
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • Toller und organischer Sound
  • Kreative Snapshots
  • Sehr viele Bearbeitungsmöglichkeiten
Contra
  • Registrierung insgesamt zu kompliziert
Artikelbild
Audio Imperia Glade Test

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DETAILS + PRAXIS

Ärmel hochkrempeln nicht vergessen

Glade setzt einiges an Arbeit voraus. Zuerst braucht ihr einen Account beim Hersteller. Dann geht ihr zur Produktseite, legt die Library dort in den Warenkorb und „kauft“ sie kostenlos im Check-out. Eine Telefonnummer wird ebenfalls abgefragt, dass es die eigene sein muss, steht allerdings nirgends.

Der Hersteller zwingt die Nutzer anschließend zu einer kurzen Umfrage, die man leider nicht umgehen kann. Jetzt endlich bekommt ihr die Seriennummer der Library per Mail, damit geht es dann zu Native Access, wo man diese registriert. Zu guter Letzt installiert ihr die Library, wonach ihr sie nutzen könnt. Glücklicherweise reicht der Kontakt Player dafür aus. 

Orchestrale Library mit zwei Gesichtern

Audio Imperia Glade ist eine umfangreiche Library für die Kontakt-Plattform und besteht aus zwei verschiedenen Versionen. Glade ist die vereinfachte Form für den Kompositionsprozess, Glade Studio enthält weitere Features und Optionen für tiefgehendes Sounddesign.     

Das farbenfrohe Design der Perform-Page ist optisch beeindruckend.
World-Instrumente treffen in der kostenlosen Library Glade auf Orchester. 

Die insgesamt 19 implementierten Instrumente beschränken sich aber nicht nur auf das Orchester-Umfeld. Strings, Woodwinds und Celesta treffen hier nämlich auf zahlreiche Instrumente der World-Kategorie wie Taiko, Fujara oder Duduk. 80 Snapshots erlauben zudem verschiedene Spieltechniken und Artikulationen.     

Über die Perform-Page landet man im sogenannten Designer-Interface. Hier kombiniert man vier Layers und verändert sie gegebenenfalls über die beiden Macros. Diese fassen auf Wunsch mehrere Parameter zusammen und können von LFOs gesteuert werden. Über das Layers-Tab nehmt ihr Klanganpassungen auf Soundebene vor und verändert sie anschließend mit Effekten wie EQ, Reverb, Saturation oder Compression.                  

Komplexe Presets durch Multi-Layers

Dancing Breeze macht den Anfang, hieran erkennt man das Layer-System der Library sehr gut. Spannend finde ich, dass die Flöte bei hoher Velocity plötzlich lauter wird und die restliche Klangkulisse so deutlicher durchstößt. Moonlit Currents ist sanfter und lebt vom stoischen Puls in den Harfen. Ein bisschen düster, dafür aber umso faszinierender klingt Beispiel 3 „Wolf Howl“ – ein fantastisches und lautmalerisches Preset. Und auch Pulses of Grace nutzt mehrere Schichten, die je nach Tonhöhe unterschiedlich schnell pulsieren.       

Audio Samples
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01 Dancing Breeze 02 Moonlit Currents 03 Wolf Howl 04 Pulses of Grace

FAZIT: Audio Imperia Glade

Audio Imperia Glade klingt fantastisch und bietet wirklich tolle Snapshots. Bei den Einzelinstrumenten kommt mir das Orchester zwar ein wenig zu kurz, das wird aber durch die musikalischen und mehrschichtigen Presets wieder ausgeglichen. Download und Installation über Native Access sind denkbar leicht, der Weg dorthin ist allerdings mit zu vielen Hürden und Arbeitsschritten gepflastert. Das ist für Freeware einfach zu kompliziert. Trotzdem eine sehr schöne Library, die sich klanglich nicht vor Spitfire verstecken muss.

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