Anukari ist ein Software-Synthesizer wie kein anderer: Die Klänge des Physical-Modeling-Synthesizers entstehen in einer virtuellen Konstruktion aus Massen und Federn. Nach einer langen Beta-Phase ist Anukari jetzt endlich offiziell erhältlich!

Alles zu Anukari
Anukari: Jetzt offiziell erhältlich
Ganze drei Jahre sind vergangen, seit wir zum ersten Mal über Anukari berichteten (siehe unten). Nun ist die lange Entwicklungs- und Beta-Phase abgeschlossen und der ungewöhnliche Software-Synthesizer ist regulär erhältlich. Für experimentierfreudige Sounddesigner ist das eine tolle Nachricht, denn dieses Instrument ist einfach anders.
Laut dem Entwickler Evan Mezeske entstand die Idee dazu aus den Experimenten, die er in seiner Kindheit in der Autowerkstatt seines Großvaters anstellte. In Anukari kannst du ein dreidimensionales Gebilde aus Massekörpern entwerfen, die über Federn miteinander verbunden sind. Die Beschaffenheit jedes einzelnen Körpers und jeder einzelnen Feder ist umfassend konfigurierbar.

Die ganze Konstruktion lässt sich dann auf verschiedene Weisen in Schwingungen versetzen, zum Beispiel mittels virtueller Schlägel oder Bögen. Oder du bewegst einfach einen Massekörper mit der Maus und schaust, was passiert. Zusätzlich gibt es eine umfangreiche Modulationsabteilung mit LFOs, Hüllkurvengeneratoren und Hüllkurvenfolgern, die auf beinahe jeden Parameter wirken kann. Auch die Abnahme des Klangs kannst du beeinflussen, indem du virtuelle Mikrofone um das Konstrukt positionierst.

Dass das völlig neuartige Möglichkeiten beim Sounddesign eröffnet, liegt auf der Hand. Während andere Software-Synthesizer sich auf das Kopieren von Hardware-Instrumenten oder auf maximale Effizienz beschränken, wurde Anukari entwickelt, „um zu experimentieren, Neues zu entdecken und Klänge zu erschaffen, die es so noch nie gegeben hat“.
Da die Konstrukte nicht nur von den integrierten MIDI-Excitern, sondern auch von externen Audiosignalen in Schwingungen versetzt werden können, ist das Plugin auch ein ungewöhnlicher Effektprozessor. Wenn du deine Audio-Tracks schon immer auf ein frei konfigurierbares Gebilde aus Federn loslassen wolltest, hast du jetzt die Gelegenheit dazu.
Preise und Daten zum Plugin
Anukari ist ab sofort für 140,00 US-Dollar erhältlich. Der Software-Synthesizer läuft auf macOS 12 oder höher und Windows 10 oder höher in den Formaten VST3, AU, AAX und standalone.
Mehr Informationen

Anukari: Sounds aus Kugeln und Federn
[14. Juni 2023] Anukari ist ein neuartiger Software-Synthesizer, bei dem die Sounds durch die Simulation frei kombinierbarer Massen und Federn entstehen. Baut euch ein beliebiges Konstrukt und versetzt es per MIDI-Controller in Schwingungen!
Es passiert ja nicht so oft, dass ein Synthesizer-Entwickler mit etwas wirklich Neuem um die Ecke kommt. So etwas wie Anukari habe ich zumindest in dieser Form aber noch nicht gesehen. Umso spannender finde ich das Konzept für den neuen Software-Synthesizer und Effekt, das der Entwickler Evan Mezeske jetzt vorgestellt hat.
Noch ist kein Erscheinungsdatum bekannt, aber in einem Video können wir uns bereits ein Bild vom Konzept und Sound des neuen Synthesizers machen. Die Idee: Massekörper in Form von Kugeln werden an Federn aufgehängt und miteinander verbunden und dann in Schwingungen versetzt. Das reicht von einfachen Aufbauten mit nur einer Kugel und zwei Federn bis hin zu hochkomplexen Konstrukten.
Die Masse und Dämpfung der einzelnen Körper ist einstellbar, ebenso wie die Länge und Festigkeit der Federn. Wird das Konstrukt durch MIDI-Noten zum Schwingen angeregt, entstehen neuartige Klänge, die von perkussiv bis sphärisch reichen. Auch wenn der Editor noch etwas grafischen Feinschliff gebrauchen könnte, gefällt mir sehr gut, dass man die Schwingungen und die Beziehungen der Körper und Federn zueinander auch visuell nachvollziehen kann.

Einzigartiger Effektprozessor
Das ist aber noch nicht alles. Anukari lässt sich nämlich nicht nur durch MIDI-Noten zum Klingen bringen, sondern auch mit einem Audio-Eingangssignal. Das Plugin hat einen Sidechain-Eingang, über den man beliebige Audiospuren hindurch schicken kann. So wird Anukari zu einem einzigartigen Effektprozessor, der sich bestens für ausgefallene Sounddesign-Experimente eignen dürfte.
Laut dem Entwickler erfordert das physische Modell einiges an Prozessorleistung. Deshalb wurde es so entwickelt, dass es nicht auf der CPU, sondern – ähnlich wie bei GPU Audio – auf der Grafikkarte läuft. So sollen sich bis zu 750 Massekörper simulieren lassen, ohne dass die CPU dadurch belastet wird. Die genauen Systemanforderungen sind noch nicht bekannt, aber Anukari soll für macOS und Windows als AU-, VST3- und AAX-Plugin erscheinen.
























