Anzeige

AKAI Professional MPC Studio MK2 Test

Praxis

Installation

Nach der Registrierung des Controllers im Akai Account auf der Website erhält man einen Aktivierungscode und Zugriff auf sämtliche Downloads. Darunter die Installationssoftware „MPC Studio Software Manager“, mit der sich die Firmware des Geräts updaten lässt, die MPC Software sowie sämtliche Expansion Packs installieren lassen. Das Ganze ist benutzerfreundlich und übersichtlich gelöst. Nachdem alles heruntergeladen und installiert ist, lässt sich die Software in puncto Audio blitzschnell konfigurieren und schon ist die MPC Studio einsatzbereit.

Dank des MPC Studio Software Managers geht die Installation von Treiber, Software und Sounds einfach von der Hand.
Dank des MPC Studio Software Managers geht die Installation von Treiber, Software und Sounds einfach von der Hand.
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Schicke Fernbedienung, kleines Display

Wer schon einmal mit einer MPC gearbeitet hat, wird auch mit diesem Modell schnell zurechtkommen. Einsteiger und Umsteiger werden eine gewisse Einarbeitungszeit mitbringen müssen. Das liegt aber nicht an der MPC Studio, sondern am MPC-Workflow an sich. Viele Parameter und Funktionen lassen sich direkt am Controller bedienen, wenngleich einige nur über sekundäre Belegungen mittels Shift-Button erreichbar sind. 
Die Bedienung am Controller ist nicht durchweg intuitiv gehalten, da nicht alle sekundären Funktionen unter den Buttons gekennzeichnet sind. Der Quickstart Guide gibt nicht sonderlich viel her, daher schadet es nicht, sich das ein oder andere Overview und Workflow-Video auf der AKAI Website anzuschauen. Ganz anders sieht es zum Glück mit den Modi und Views aus. Diese werden nämlich erreicht, in dem der Modus-Button sowie eines der 16 Pads gedrückt wird. Unter den Pads sind entsprechende Beschriftungen, um den Sample Editor, Looper oder den Grid Editor zu erreichen.  

Im Workflow erwische ich mich immer wieder dabei, einige Features letztlich doch mit Maus und Tastatur zu steuern. Man sollte sich bewusst sein, dass es sich hierbei nun mal nicht um ein Standalone-Gerät, sondern um einen reinen Controller zur Steuerung einer Software am Computer handelt. Dadurch schaut man ohnehin die Hälfte der Zeit auf den Bildschirm. Nicht zuletzt durch das extrem kleine Display, das nicht sonderlich viele Informationen gleichzeitig darstellen kann, wird man dazu verleitet, immer wieder zum Rechner zu schauen. Beispiel: Zwar gibt es einen Browser Button, mit dem man die Samples durchforsten kann, jedoch habe ich keine Möglichkeit gefunden, die Expansion-Packs direkt am Controller zu wechseln. In der Praxis wählt man also mit der Maus am Computer eine Expansion aus und kann deren Samples, Loops und Programs dann mit dem Datenrad am Controller durchhören. Das verleitet natürlich dazu, gar nicht erst zum Controller zu greifen, sondern den Browser weiterhin am Rechner zu bedienen, um die Samples durchzuhören.

Alle Modi und Views sind anständig unterhalb der Pads beschriftet – was man nicht von allen sekundär belegten Buttons behaupten kann.
Alle Modi und Views sind anständig unterhalb der Pads beschriftet – was man nicht von allen sekundär belegten Buttons behaupten kann.

Touch Strip

Das Touch Strip kann zur Steuerung verschiedenster Parameter verwendet werden. Dazu zählen Note Repeat, Pitch Bend, Modulation, Touch-FX (Live Performance Effekte) sowie Expression, Q-Links, Programm Level und weitere Projektparameter der Sektionen. Darüber hinaus hat AKAI auch gleich daran gedacht, das Touch Strip zur Steuerung der Insert-Effekte zu implementieren. Für eine MPC der Einsteigerklasse ist das Touch Strip keine schlechte Lösung, zumal der Controller komplett ohne Drehregler auskommen muss. Es reagiert präzise und eignet sich z.B. hervorragend, um die Beats mittels Touch FX zu verfremden.

MPC Studio vs. One vs. live vs. Beats

Für wen eignet sich die Studio denn nun? Wer die aktuellen Modelle bereits miteinander verglichen hat, wird feststellen, dass sie ziemlich unterschiedlich ausgestattet sind. Die mittlerweile etwas ältere MPC X ist als Zentrale im Beatproduktionsstudio zu verstehen und größenbedingt nicht sonderlich mobil einsetzbar.
Die MPC Live MK2 ist, wie der Name schon sagt, eben genau für diesen Anwendungszweck gemacht, kommt jedoch mit deutlich weniger Reglern und direkt erreichbaren Funktionen daher. Die MPC One ist der Mittelweg der beiden letztgenannten, da essentielle  MPC-Features sofort durch Buttons erreichbar sind und sie meiner Meinung nach noch zu den portablen Geräten zählt. 
Die MPC Studio eignet sich eher für budgetbewusste Einsteiger, die sich erstmal langsam an die MPC-Welt herantasten wollen. Wer dann den Workflow der Software verstanden hat, ist auch bereit, eine große MPC zu bedienen, denn im Aufbau sind sich alle sehr ähnlich. Im Vergleich zu den Standalone-Geräten ist die Studio MK2 mit 269 Euro Straßenpreis (Stand: 21.09.2021) um ein Vielfaches günstiger.
Wer sich generell noch nicht in die MPC-Welt herantraut, aber gerne kostenlos schon mal vorab schnuppern möchte, der kann sich die im Funktionsumfang abgespeckte, im Workflow jedoch identische Software namens MPC Beats einmal genauer anschauen. 

Kommentieren
Profilbild von Marcontini

Marcontini sagt:

#1 - 12.10.2021 um 03:06 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Beatproduktion für den kleinen Geldbeutel ? Ich sehe das anders. Genau so professionell wie die anderen MPC Modelle nur eben nicht standalone. Das einzige was fehlt sind die Q-Link Encoder und vielleicht noch ein Audio Interface. Für den kleinen Geldbeutel gibt es andere Alternativen.

Kommentare vorhanden
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.