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ACL Multifunction Discrete VCO Test

Praxis

Eigenschaften und Klang

In der Praxis klingt dieser Oszillator wirklich gut. Das komplette Vermeiden von Operations-Verstärkern (Op Amps) und Chips, welche komplette Schaltungen zusammenfassen, (ICs) ergibt einen sehr sauberen und vollen Klang. Der Grundsound dieses Oszillators ist sehr gut. Man sollte keine Quantensprünge zu anderen guten VCOs erwarten, aber mit dem Multifunction Discrete VCO ist man immer auf der sicheren Seite, wenn es darum geht, möglichst hochwertige Klänge zu erstellen, ohne auf einen ‘Vintage Charme’ zu verzichten. Trotz des warmen Sounds hat es ACL geschafft, den Oszillator sehr stimmstabil zu entwerfen, und daher lässt er sich auch ohne Probleme über viele Oktaven sauber spielen.
Wenn man einen Oszillator pur und laut abhört, ist immer ein ganz leises, ziemlich hoch frequentiertes Kriseln zu hören, was durch die Verwendung von Op Amps entsteht. Der Multifunctional Discrete VCO verwendet keine Op Amps, und so ist der Sound auch sehr sauber. Wie viel das in der Praxis aus macht, sei mal dahingestellt. Diese Störgeräusche sind in der Regel sehr leise, sodass man sie auch nicht mehr wahrnimmt, sobald der VCO nicht direkt abgehört wird, und vorher durch andere Module, wie z. B. Filter läuft.

Der Multifunction Discrete VCO bietet umfangreiche Optionen und einen hochwertigen Klang. (Foto: Igor Sabara)
Der Multifunction Discrete VCO bietet umfangreiche Optionen und einen hochwertigen Klang. (Foto: Igor Sabara)

Dass alle CV-Eingänge über Abschwächer, bzw. Attenuverter, verfügen ist vorbildlich. Des Weiteren reagieren die CV-Eingänge sehr präzise und schnell. Steuerspannungen bis hin zu Audiorates verarbeitet dieser VCO vorbildlich, ohne zicken. So macht es auch enormen Spaß, alle CV-Eingänge gleichzeitig mit unterschiedlichsten Spannungen zu füttern, denn die dabei resultierenden Klänge wirken nie matschig.
Die PWM mit den verschiedenen Carrier-Wellenformen ist eine nette Idee und zeigt sich auch in der Praxis als durchaus sinnvoll, obwohl die klanglichen Resultate dann doch nicht so unterschiedlich ausfallen. Mit den ‚Sprüngen‘, die durch die Sägezahn- Wellenformen für den Carrier entstehen, lassen sich durchaus auch rhythmische Klänge bauen, wobei diese eher eine ‚One-Trick-Pony‘ Funktion darstellt.

Audiobeispiele zum ACL Multifunction Discrete VCO 

Audio Samples
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01. Die verschiedenen Wellenformen des Multifunction Discrete VCO – steigender Sägezahn, fallender Sägezahn, Dreieck, Rechteck und Sinus. 02. Die verschiedenen Wellenformen des Sub Oszillators. 03. PWM für OSC und Sub-OSC mit zwei unterschiedlichen LFOs getrennt moduliert. 04. Variable Sync mit dem Multifunction Discrete VCO. 05. Exponential FM mit dem Multifunction Discrete VCO.

Ein bisschen anders sieht es da beim Sync-Verhalten des aufgebohrten VCOs aus. Hier wurden die Einstellungsmöglichkeiten für das Sync-Verhalten wirklich bis ans Ende gedacht und ACL hat das soweit ausgebaut, wie man es sich nur vorstellen kann.
Diese erweiterten Funktionen helfen nicht unbedingt dabei neue außergewöhnliche Klänge zu erstellen, obwohl das mit diesem VCO durchaus machbar ist, sondern geben Möglichkeiten erstellte Klängen noch den letzten Schliff zu geben. So werden auch, wie bei fast allen Modulen von ACL, eher erfahrene Benutzer damit etwas anfangen können.
Der SubOSC mit seinen fünf eigenen Wellenformen ist ein sehr nützliches Feature. Meiner Meinung nach ist eine Rechteckwelle nicht der optimale Lieferant für Sub-Bässe, da diese Wellenform einfach zu viele Obertöne generiert. Nicht nur, dass man jetzt eine anständige Auswahl an Wellenformen für Sub-Bässe zur Verfügung gestellt bekommt, man kann auch sehr interessante neue Wellenformen generieren, indem man die Wellenformen der beiden OSCs miteinander auf verschiedene Weisen mischt. Hier hätte ich mir lediglich noch die Möglichkeit gewünscht, auszuwählen, wie viele Oktaven der Sub unter dem Haupt-Oszillator liegen soll.

Video: ACL Multifunction Discrete VCO Sound Demo (no talking)

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