Play-Alike # 31 - Bullet For My Valentine
Nicht genug, dass bereits ihr Debütalbum "The Poison" bei den Metalfans einschlug wie eine Bombe - und in der Folge Gold-Status erreichte. Glaubt man der Prophezeiung von Metallica-Ikone James Hetfield gehört "Bullet For My Valentine" gleich die gesamte Zukunft des Metal. Bei den Jungs aus dem eher tristen Bridgend scheint ja wirklich ein Superlativ den nächsten zu jagen.
Doch was ist eigentlich das Geheimnis der Band aus dem Süden Großbritaniens? Nun, genau können wir das ehrlich gesagt auch nicht sagen, aber wir haben zumindest einen Verdacht. Um Klarheit in die Angelegenheit zu bringen, haben wir unseren Riff-Detective Thomas Dill mit entsprechenden Ermittlungen betraut. Das Ergebnis seiner Recherche wartet auf der nächsten Seite.
Bevor wir uns aber den Riffs der angesagtesten BFMV-Songs widmen, wollen wir zunächst noch Kevin Papworth, den Guitar-Tech der Band, zu Worte kommen lassen.
Gear-Check - Der Rundgang
Welche Baumaterialien sind nötig, um die ultimative "Wall Of Sound" hochzuziehen? Fragen wir doch einfach mal BFMV-Guitar-Tech Kevin Papworth- denn der sollte es definitiv wissen!
Der Workshop mit Songs wie Tears Don't Fall, Suffocating Under Words Of Sorrow oder Fever wartet auf der nächsten Seite.
Tuning
Okay, jetzt wissen wir schon mal, wie Matthew und Michael "on Stage" ihre Sounds generieren. Dann können wir uns ja endlich den Songs der Band widmen. Detective Dill hat den angesagtesten Riffs die Fingerabdrücke abgenommen.
Wie es sich für echte Schwermetaller gehört, stimmen die beiden Gitarristen ihre Instrumentetiefer. Dabei kommen zwei Varianten zum Einsatz. In Version 1 wird die komplette Gitarre um zwei Halbtöne „tiefer gelegt“. Variante Numero 2 geht noch einen Schritt weiter und dropped zusätzlich die mittlerweile auf „D“ gestimmte tiefe E-Saite, auf C. Da der Abstand von E zur A-Saite jetzt eine Quinte beträgt, lassen sich Powerchords -genau wie bei einem „normalen“ Drop D Tuning- mit nur einem Finger greifen. Lasst uns diese Variante im Folgenden doch der Einfachheit halber „Drop C“Tuning nennen.
Hier die beiden Tunings im Detail:
Sound
Für den BFMV-Basis-Sound ist natürlich eine gute Zerre ein absolutes Muss. Achtet aber darauf, dass ihr nicht zu viel Gain benutzt, denn gerade bei heruntergestimmten Gitarren kann das sehr schnell im Matsch enden. Außerdem ist es ratsam, etwas dickere Saiten auf die Gitarre zu ziehen. Sie kompensieren die Schlaffheit der durch das Detuning entspannten Saiten und sorgen so dafür, das Spielgefühl und Timing nicht in Gefahr geraten. Besonders bei schnellen Anschlägen auf der tiefen E-Saite ist man mit einem 009-042 Satz eher schlecht bedient. Probiert doch mal eine 049er E-Saite oder noch stärker (052) aus. Dazu kommt, dass dicke Saiten auch fetter klingen! Für die Bendings braucht man zwar etwas mehr Kraft, aber bei einer um zwei Ganztöne gesenkten Stimmung ist auch die Saitenspannung wieder absolut im Rahmen.
Am Amp solltet ihr vorsichtig mit den Bass-Frequenzen umgehen. Wenn man mit zwei Gitarren und Bass tiefer gestimmte Songs spielt, muss der Bass-Bereich gut aufgeteilt werden - denn ein Großteil des „Kellerraums“ gehört nun einmal – der Name sagt es ja schon- dem BASS!
Da wir diesmal keine Audiobeispiele am Start haben, gibt es den kompletten Workshop als PDF - inklusive aller Noten und der nötigen Erklärungen.
Tears Don't Fall
Einen hamm' wa' noch: Passend zum Workshop hier noch einige Infos aus berufenem Munde. Viel Spaß!
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Thomas Dill arbeitet seit vielen Jahren als Profigitarrist, Dozent und Produzent.Er ist Verfasser eines Buches über Gitarreneffekte. 


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