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Zultan Swoosh Sticks, Soft Mallets, Nylon Wire Brushes, Bamboo (EZ) Rods Test

Dass Beckenfirmen auch in der Produktion der passenden Schlagwerkzeuge mitmischen, ist nichts Neues. Dass das jetzt auch die zum Musikhaus Thomann gehörende Marke Zultan macht, allerdings schon. Neben verschiedenen Stöcken gehören seit Neuestem auch fünf eigene Interpretationen von Besen, Mallets und Rods zum Programm. Dafür hat man sich bei der Herstellung der Teile Unterstützung beim deutschen Familienunternehmen Rohema geholt. 

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Unsere heutigen Testexemplare hören auf die Namen Swoosh Sticks, Soft Mallets, Nylon Wire Brushes, Bamboo EZ Rods sowie einfach Rods und richten sich an alle Drummer und Schlagwerker, die auf der Suche nach klanglichen Alternativen zu regulären Drumsticks sind. Wodurch sie sich noch unterscheiden und ob sie eine Alternative zu bestehenden Produkten sind, lest ihr auf den folgenden Zeilen.

Details & Praxis

Bamboo Rods und Bamboo EZ Rods

Zwei Sorten Hot Rods bietet Zultan an, den Bamboo Rod und den Bamboo EZ Rod. Wie ihre Bezeichnung bereits verdeutlicht, besitzen beide Modelle Stäbchen aus Bambus, auch die anderen Materialien sind identisch. Dazu zählen die Gummikappen der Rückseiten, das dünne Kunststoffmaterial, welches die Griffbereiche umschließt sowie jeweils eine fest verklebte und eine verschiebbare Gummimanschette. Im Layout unterscheiden sich die Teile jedoch stark voneinander. So ist der Bamboo Rod in allen Dimensionen größer. Seine Bambusstäbchen sind drei statt zwei Millimeter stark, seine Gesamtlänge liegt bei 41,5 gegenüber 39,5 Zentimetern beim EZ Rod. 1,5 Zentimeter ist er dick, womit er satt in der Hand liegt. Das Besondere im Vergleich mit beispielsweise einem Pro Mark Rod ist der Umstand, dass die Griffgummierung mit 25 Zentimetern einen großen Teil der Gesamtlänge umschließt. Damit wird der Rod starrer als die meisten anderen Modelle. Die verschiebbare Manschette verstärkt diesen Effekt nach Bedarf noch einmal. Der EZ Rod hat nur eine 17,5 Zentimeter lange Griffgummierung und lässt sich auch dank der elastischeren Stäbe deutlich „besenartiger“ spielen, sofern man die Manschette weit Richtung Griff schiebt. Im Einsatz machen sich diese Unterschiede deutlich bemerkbar, denn der reguläre Rod ist nicht nur lauter, sondern klingt auch grobkörniger als das EZ Modell. Wer seine Rods eher als Stockersatz verwendet, ist hier definitiv besser aufgehoben, dafür liefert der EZ Rod sehr schöne, komplexere Anschlagsgeräusche und bietet sogar eingeschränkte Besenfähigkeiten. 

Fotostrecke: 2 Bilder Der Bamboo Rod (oben) ist deutlich kräftiger als der EZ Rod,…
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Bamboo Rods Bamboo EZ Rods

Hickory Soft Mallets und Swoosh Sticks

Attack-reduzierte, weiche Töne sind die Domäne unserer nächsten beiden Kandidaten, nämlich der Soft Mallets und der Swoosh Sticks. Beide besitzen Schäfte aus Hickoryholz, welche – ebenso wie die Zultan Drumsticks – über eine rötlich-braune, rutschfeste Imprägnierung verfügen. 39 Zentimeter misst der Soft Mallet in der Länge, bei einem Schaftdurchmesser von 1,2 Zentimetern. Sein weicher Filzkopf besitzt eine Basis aus Kork. Klanglich geht es hier angenehm weich, jedoch nicht komplett attack-befreit zu. Dies gilt auch für den Klang auf Trommeln, denen sich dank der guten Balance auch schnelle Rolls entlocken lassen. 
Mehr Masse bringen die Swoosh Sticks mit, deren fester, eckiger Kopf aus grobem Filz einen wesentlich fokussierteren Sound erzeugt. Auf Floortoms erzeugen diese Stöcke einen grollenden Ton mit noch gut voneinander differenzierbaren Attacks. 

Fotostrecke: 3 Bilder Eckig und fest gegen rund und weich: Swoosh Sticks (oben) und Soft Mallets.
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Hickory Soft Mallets Swoosh Sticks

Nylon Wire Brushes

Wer bei Besen etwas mehr „Fauchen“ und ein bisschen mehr Spielwiderstand mag, greift gerne zu alternativen Modellen wie den Nylon Wire Brushes. Auch sie besitzen die spezielle Imprägnierung und liegen mit ihren 1,5 Zentimeter dicken Hickoryschäften sehr angenehm in den Hand. Eine mit Gummi verkleidete Aluminiumhülse hält die Nylonstäbe in Form, die Besen sind also nicht einziehbar. Klanglich sorgen die „Drähte“ mit ihrer großen Auflage für einen etwas gröberen, tieferen Ton als klassische Drahtbesen, gleichzeitig liefern sie eine gute Portion Lautstärke, was natürlich relativ zu betrachten ist. Für Kantenschläge sind die Teile eher weniger geeignet, was einerseits an der Beschaffenheit des breiter auffächernden Nylonmaterials liegt, andererseits verschieben sich die Gummierungen bei manchen Anschlagswinkeln nach vorne. Hier wäre vielleicht eine Verklebung/Fixierung von Vorteil. 

Fotostrecke: 2 Bilder Zwischen Rods und Besen…
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Nylon Wire Brushes
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