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Zultan Q Series Thin Crashes Test

Ihren Geheimtipp-Status haben die Produkte der Firma Zultan schon seit längerer Zeit verloren, dafür nutzen inzwischen zu viele Drummer die guten, aber günstigen Becken. Zum Erfolg der vor allem in der Türkei produzierenden Marke trägt auch bei, dass man ein breites Sortiment anbietet. Die Q Serie besetzt darin die Rolle des kräftigen Allrounders, neben der typisch türkischen Musikalität steht hier auch eine gewisse Durchsetzungskraft im Vordergrund. 

Zultan Q Thin Crashbecken.

Das erklärt auch, warum die bisher erhältlichen Crashbecken ein gesundes Medium-Gewicht aufweisen, Fans von dunklen und jazzigen Sounds sind besser bei den Dune– oder Heritage-Serien aufgehoben. Kürzlich hat man jedoch drei nagelneue Q Thin Crashes vorgestellt, mit 18“, 19“ und 20“ angemessen dimensioniert und deutlich leichter gewichtet als die anderen Crashes der Reihe. Was die eigenwillig aussehenden Becken können, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Q Thin Crashes: Innen brilliant, außen dunkel

Wie alle Becken aus der Zultan-Manufaktur, bestehen auch unsere drei Q Thin Crashes aus gegossener und anschließend per Hand weiter verarbeiteter B20-Bronze. Mit ihren Serienkollegen haben sie zudem die spezielle Oberflächenbehandlung gemein. Zu der zählt ganz eindeutig die dreigeteilte Oberseite der Crashbecken. Während die Beckenprofile komplett gehämmert werden, kommen nur die mittleren Bereiche in den Genuss eines Abdrehmusters. Umso auffälliger ist der Kontrast, weil hier außerdem ein Hochglanzfinish einpoliert wird. Die äußeren Ränder werden zwar ebenso per Hand gehämmert wie der Rest des Profils, auf ein Abdrehmuster sowie das Brilliant-Finish wird aber verzichtet. Auch die – relativ großen – Kuppen sind roh gehalten, von der Hämmerung werden sie ebenfalls verschont. Der Vergleich aller drei Crashes zeigt, dass bei den 19“- und 20“-Modellen eine im Verhältnis größere Kuppenform eingepresst wird. 

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Mehr Informationen
Seht hier unser Video zum Testbericht:

Die Unterseiten sind komplett abgedreht

Dreht man die Q Thin Crashes um, zeigen sich komplett homogene Unterseiten, bestehend aus einem vollflächig aufgebrachten Abdrehmuster samt anschließender Hochglanzbehandlung. Typisch für türkische Becken, werden hier auch die Größen und die Bezeichnungen aufgedruckt. Auf der Waage zeigen sich die Unterschiede zu den regulären Q Crashes. 1295 Gramm wiegt das 18“, 1470 Gramm das 19“ und 1610 Gramm das 20“. Zum Vergleich: ein 18“ Medium Q wiegt über 1500 Gramm.

Zultan 19" Q Thin Crash
Fotostrecke: 5 Bilder Roh, poliert, roh: Optisch hebt sich die Q Serie deutlich ab.

Alle drei Crashes sprechen schnell an

Hören wir uns die Becken jetzt mal an. Alle drei Testinstrumente besitzen eine schnelle Ansprache und ein tendenziell tiefes Timbre mit deutlich wahrnehmbaren „trashigen“ Anteilen. Besonders das 18“ lässt bei harten Anschlägen ein leicht brüchiges, rauchiges Pumpen hören. Das dürfte auch an der im Verhältnis kleineren Kuppe liegen. Bei den größeren Geschwistern sorgen die großen Bells für etwas mehr Kontrolle und Brillanz. Insgesamt erinnern mich die Q Thin Crashes ein ganz bisschen an die Sabian HHX-treme Crashes. Als saubere Rides sind sie daher auch eher nicht geeignet, das 20“ kann aber bei Bedarf auch auf dem Profil gespielt werden. Auch bei den Kuppen mischt sich relativ viel Modulation ins Klangbild. Trotzdem macht es großen Spaß, die Q Thin Crashes zu spielen, was auch an ihrem weichen Spielgefühl und dem subjektiv sehr „breiten“ Klang liegt. 

Audio Samples
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Q Thin Crash 18“ Q Thin Crash 19“ Q Thin Crash 20“ und alle drei Modelle in Kombination

Fazit

Mit den neuen, dünneren Q Crashbecken ergänzt Zultan die populäre Q Serie um drei musikalische Thin Crashes in den angesagten Größen 18“, 19“ und 20“. Die spezielle Bearbeitung der Oberseiten sorgt für einen guten Mix aus Brillanz und Kontrolle, die Hämmerung sowie die geringere Materialstärke addieren jedoch deutlich vernehmbare Komplexität. Fans tonal konkreter, geradliniger Becken dürfte das nicht so zusagen, wer aber auf große, explosive und leicht „trashige“ Crashbecken steht, erhält hier die Vollbedienung zum wirklich moderaten Preis. Insgesamt passt die tonale Abstimmung gut, die im Verhältnis kleinere Kuppe des 18“ lässt dieses Modell jedoch etwas aus der Reihe fallen. Zu bedenken ist hier allerdings auch, dass bei handgefertigten Becken wie jenen in diesem Test keines exakt dem anderen gleicht. Da auch die Verarbeitung absolut in Ordnung geht, steht einer Antestempfehlung nichts mehr im Wege. 

Zultan Q Thin Crash Group

Herstellerseite: https://www.zultancymbals.com

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • schnelle Ansprache und komplexes Klangbild
  • gute Verarbeitung
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • 18“ Modell deutlich „trashiger“
Artikelbild
Zultan Q Series Thin Crashes Test
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Profilbild von Knecht ruprecht

Knecht ruprecht sagt:

#1 - 09.03.2023 um 22:16 Uhr

0

Auch sehr gut klingende Becken.zultan mausert sich.

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