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Tonehunter Juicy Fruits Test

Die Firma Tonehunter ist in Köln beheimatet und steht für Customizing, Modifikation und Entwicklung von Gitarrenequipment.  Ralf Reichen, der Chef des Unternehmens, ist selbst gestandener Gitarrist und kümmert sich mittlerweile seit über zehn Jahren erfolgreich um den guten Ton. Auf der Suche nach dem optimalen Verzerrer stellt Tonehunter nach vierjähriger Entwicklungsphase nun drei Pedale vor, die alle Bratbereiche abdecken sollen. Ob mollig weich und feinfühlig oder männlich herb – mit ihnen sollen alle Stilistiken authentisch bedient werden und jeder Gitarrist zum Zuge kommen.

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Die Tonehunter Zerrer sind keine Kopien bereits bestehender Klassiker, sondern komplette Neuentwicklungen, die in Deutschland von Hand gefertigt werden. Ebenso wie beim Dual Drive aus dem Hause Baldringer werden also auch hier keine Kräfte aus Billiglohnländern ausgebeutet. Diese Entscheidung ist meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung, denn wer deutsche Qualität zu schätzen weiß und auch haben möchte, der wird sich ungern mit liebloser Massenfertigung aus dem näheren oder ferneren Osten zufriedengeben. Bei Tonehunter steht die Qualität jedes einzelnen Pedals im Vordergrund, und Endkontrolle und Feintuning besitzen höchste Priorität.

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Linsenpuppe sagt:

#1 - 13.10.2011 um 14:56 Uhr

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Sicher sehr gut klingende Teile, aber die Preise...Man spart sich zB die Lackierung und verwendet Schalter und Potis, die auf der Platine direkt verlötet sind (so dass mechanische Einwirkung zu beschädigten Leiterbahnen führen kann). Das verbilligt die Herstellung massiv, denn Lack und Verkabelung brauchen mit Abstand am meisten Zeit (ich baue selbst Effekte...). Die Bauteilqualität an sich ist gut, aber extrem teure Teile werden auch nicht verbaut. Objektiv betrachtet besteht also große Ähnlichkeit zu Firmen wie Biyang (auch dort zB Alpha-Potis, Metallfilmwiderstände und Kondensatoren von Wima...), wobei die Schaltungen von Tonehunter aber etwas eigenständiger sind (aber eben auch das Rad nicht neu erfinden.)
Man wollte vermutlich den exquisiten Ruf aus dem Bereich Modding/Amps (was nur relativ wenige Kunden anspricht) nutzen, um in einem viel größeren Markt auf einfache Weise ordentlich zu verdienen. Die Hälfte des UVP stände schon kaum noch im Verhältnis zu Material- und Herstellungskosten, 379€ ist ein reiner Mondpreis. Das sind noch 100€ mehr, als bei Mad Prof, die dafür lackierte Gehäuse und frei per Hand verdrahtete Potis und Buchsen bieten.
Auf der Platine verlötete Minischalter ohne Verschraubung am Gehäuse sind für mich ein No-Go, egal ob bei gekauften oder selbstgebauten Effekten. Das sieht man bei Biyang übrigens auch so...

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