Anzeige

the t.mix 201-USB Play Test

Praxis

Aufgestellt und angeschlossen

Auch wenn dieser Mixer in ein Rack geschraubt werden kann, stelle ich ihn für diesen Test einfach auf den Tisch. An den einen Line-Eingang kommt ein CD-Spieler dran, der Phono-Eingang wird direkt mit einem meiner Plattenspieler verbunden. Jetzt schnell noch das Erdungskabel fixieren. Die Schraube dafür ist relativ klein, trotzdem ist das kein Problem. Der Kaltgerätestecker sitzt auch fest – das habe ich durchaus schon mal anders erlebt. Soweit also alles gut. Jetzt heißt es einschalten, Musik hören, überall dran rumspielen und ein paar Testaufnahmen machen.

Aufgebaut und betriebsbereit: the t.mix 201-USB Play
Aufgebaut und betriebsbereit: the t.mix 201-USB Play

MP3 und WAV aus dem Mediaplayer

Als erstes möchte ich ein paar MP3- und WAV-Dateien spielen und beginne mit einem USB-Stick. Der the t.mix 201-USB Play erkennt diesen sofort. Die Inhalte aus den Ordnern nummeriert das System einfach durch. Mit einer kleinen Verzögerung startet die Musik, wenn ich den Play-Button betätige. Audio muss in den Formaten MP3 mit 320 kbps oder als 16 Bit WAV vorliegen, sonst wird es nicht abgespielt. In der Artikelbeschreibung steht zwar bei MP3, dass Auflösungen bis 320 kbps unterstützt werden, bei einer Testdatei mit 192 kbps stimmte die Wiedergabe allerdings überhaupt nicht und der Titel wurde völlig verlangsamt gespielt.
Wenn alles den Vorgaben entspricht, funktioniert das alles aber auch so, wie es soll. Die Bedienung ist sehr minimalistisch. Das Vor- und Zurück-Skippen von Tracks ist möglich, ebenso das Stoppen und Play/Pause, innerhalb eines Songs zu spulen, geht aber nicht.
Abspielmodi wie beispielsweise Shuffle stehen auch nicht auf dem Programm. Die Bluetooth-Verbindung zu meinem iPod funktionierte, leider wurde mir der Mischer nicht mit einem Namen dargestellt. Wenn da einige Geräte und Verbindungen in der Liste auftauchen, ist das ein bisschen wie Trial and Error, bis das richtige Gerät ausgewählt und die gewünschte Connection steht. Mit einer genauen Gerätebezeichnung ist so ein Schritt natürlich komfortabler. Am Ende hat’s aber geklappt und die kabellose Verbindung machte dann auch keine weiteren Zicken mehr. 

Fotostrecke: 2 Bilder Auf dem Display ist die Info nur sehr rudimentär sichtbar
Fotostrecke

Mikrofon und Talkover

Das mit 6,3 mm Klinke eingestöpselte Mikrofon funktioniert problemlos, wenn es in den Mixer von the t.mix 201-USB Play eingestöpselt ist. Auch leise Signale lassen sich mit dem Gain-Drehknopf ausreichend verstärken. Zusätzlich gibt es noch den Zwei-Band-EQ. Über die Equalizer werde ich unter dem Punkt „Sound“ zwei Sätze los werden. Jetzt interessiert mich erst Talkover. Das ist ja immer ganz praktisch, wenn schnell eine Ansage mit dem Mikrofon gemacht werden kann, während die Musik leiser im Hintergrund weiterläuft. Hier funktioniert das relativ „simpel“. Es gibt keine automatische Absenkung, wenn die Stimme einsetzt. Stattdessen wird die Musik bei Aktivierung mit dem Button einfach ein paar Dezibel leiser. Mit einer automatischen Regelung funktioniert das natürlich eleganter, ist in dieser Preisklasse aber auch nicht unbedingt zu erwarten. Ich habe ein Audiobeispiel aufgenommen, in dem ich nicht spreche, sondern nur die Absenkung demonstriere. 

Talkover senkt den Pegel der Kanalzüge
Talkover senkt den Pegel der Kanalzüge
Audio Samples
0:00
Mikrofonkanal Talkover

Sound

Der direkt angeschlossene Plattenspieler klingt gut, an den eingebauten Phono-Preamps gibt es in Relation zu dem niedrigen Verkaufspreis absolut nichts auszusetzen. Da ein eigener Gain-Regler für jeden der zwei Kanäle fehlt, muss die Lautstärke mit den Line-Fadern angepasst werden. Wer hier für das „Mixing“ Reserven in der Hinterhand braucht, sollte also nie die Fader ganz hochziehen.
Die Equalizer gehen bis zu 12 dB nach oben oder unten. Klanglich holen mich die EQs nicht gerade ab und funktionieren dann am besten, wenn sie eher zaghaft eingesetzt werden. Das Kopfhörersignal kann sehr laut werden und fing bei meinem Sony MDR-V700 schon kurz vor der 12-Uhr-Stellung an, zu verzerren.

Audio Samples
0:00
Phono-Signal Equalizer Low Equalizer Mid Equalizer Hi
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.