Inspiriert vom legendären US-Modell der NS-Serie bringt der Euro LX all jene Eigenschaften mit, die Spector seit Jahrzehnten weltweit beliebt machen: hochwertige Tonhölzer, der typische kompakte und ergonomisch gewölbte Korpus sowie erstklassige Pickups und eine potente Aktivelektronik. Gleichzeitig bleibt der Preis deutlich unter dem der amerikanischen Originale – „Boutique“-artiges Spielgefühl ohne das Konto zu sprengen, sozusagen. Zum Jahresende 2025 legte Spector nun eine auf nur 24 Stück limitierte Euro-LX-Serie auf, die mit einigen besonderen Features aufwarten kann: Die Bässe kommen mit einer attraktiven Riegelahorn-Decke im edlen „Deep Black Matte“-Finish, einem Ahorn-Griffbrett samt Spector-Logo am 12. Bund und einer Elektronik-Ausstattung vom Feinsten: zwei EMG-X-Humbucker arbeiten hier mit dem neuen Spector Legacy Preamp zusammen, der in Kooperation mit Darkglass entstand. Erhältlich sind die raren Instrumente als Vier- und Fünfsaiter. In diesem Test klären wir, ob die limitierte Ausgabe nicht nur optisch, sondern auch spiel- und soundtechnisch überzeugen kann – und was sie sonst noch besonders macht.

- klarer, durchsetzungsstarker Sound
- große Klangflexibilität
- nebengeräuschfreie Pickups/Preamp
- schicke moderne Optik
- erstklassige Verarbeitung
- inklusive Gigbag
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Aus welchen Hölzern wird der Spector Euro 5 LX Ltd DBM gefertigt?
Spector-Bässe mit hellen (Ahorn-)Griffbrettern sind in freier Wildbahn eher selten anzutreffen – entsprechend wirkt die Optik des Euro 5 LX Ltd DBM durchaus ungewöhnlich. Markant ist zudem das schwarze Spector-Logo am 12. Bund, das sich deutlich vom Ahorn abhebt. Die leicht transparente, matt schwarze Lackierung, durch welche die Maserung der Riegelahorndecke subtil hervortritt, ergänzt das helle Griffbrett perfekt und verleiht dem Bass insgesamt eine moderne und sehr ansprechende Ästhetik.
Das Herzstück des edlen Limited-Basses bildet natürlich der durchgehende Hals, welcher aus drei Teilen Ahorn gefertigt ist und zusätzlich mit Graphitstäben verstärkt wurde – an Stabilität sollte es der Konstruktion daher definitiv nicht mangeln. Im Ahorn-Griffbrett sitzen 24 sauber abgerichtete, angenehm verrundete Bünde, sowie das bereits erwähnte Spector-Logo am 12. Bund.
Auch bei den angeleimten Korpusflügeln setzt Spector auf bewährte Tonhölzer: Sie bestehen aus europäischer Erle, die für ihren ausgewogenen und warmen Grundcharakter geschätzt wird. Selbstverständlich zeigt der Korpus auch die für Spector typische kompakte und ergonomische Form mit leichter Wölbung und großzügigen Komfort-Shapings.
Die Saiten des Extra-Longscale-Fünfsaiters laufen über einen glänzenden Messingsattel zur kompakten Spector-Kopfplatte, die im Matched-Look gestaltet ist – inklusive Riegelahorn-Aufleimer und einer Lackierung in der Korpusfarbe.
Welche Hardware besitzt der Spector Euro 5 LX Ltd DBM?
Damit sind wir bereits beim Thema Hardware und den Stimmmechaniken angelangt. Zum Einsatz kommen fünf schwarze, gekapselte Druckguss-Mechaniken aus eigener Fertigung, die ihren Dienst anstandslos verrichten. Unter einer kleinen Kunststoffabdeckung auf der Kopfplatte befindet sich zudem der Zugang zum Halsspannstab.
Auf dem Korpus werden die Saiten von der massiven schwarzen Spector Locking Bridge aufgenommen. Die großen quadratischen Reiter lassen sich horizontal für die Intonation und vertikal für die Saitenlage einstellen; anschließend können sie mit kleinen Inbusschrauben fixiert werden. Dadurch verstellt sich nichts mehr und unerwünschte Vibrationen werden effektiv unterbunden.
Praktisch ist zudem die Saitenaufnahme: Die Saiten werden einfach von hinten in die Brücke eingehängt, was superschnelle und unkomplizierte Wechsel ermöglicht. Der Saitenabstand liegt bei relativ schmalen 17 mm und ist nicht variabel.
Welche Pickups und welche Elektronik besitzt der Spector Euro 5 LX Ltd DBM?
In den Standard-Euro-5-LX-Modellen kommen üblicherweise EMG-DC-Humbucker zum Einsatz. Beim limitierten Euro 5 setzt Spector jedoch auf EMG-X-Humbucker, die eine dynamischere Ansprache und ein erweitertes Frequenzspektrum bieten. Ihr Klangcharakter erinnert laut EMG stärker an passive Pickups, allerdings ohne die für EMG typische Klarheit und Durchsetzungskraft einzubüßen.
Für die Klangformung steht der in Kooperation mit Darkglass entwickelte Zweiband-Preamp namens „Spector Legacy Preamp“ zur Verfügung. Der Equalizer umfasst einen Bassregler, der bei 60 Hz ansetzt, sowie einen Höhenregler mit einer Einsatzfrequenz von 1 kHz – rein funktional betrachtet also eher ein breitbandig ausgelegter Hochmitten-/Höhenregler.
Ergänzt wird das Bedienfeld durch einen Volume-Regler und einen Balance-Regler für das Verhältnis der beiden Pickups. Preamp und Tonabnehmer werden von einer 9-Volt-Batterie gespeist, die in einem separaten Klappfach auf der Rückseite sitzt und einen schnellen werkzeuglosen Wechsel ermöglicht.
Wie ist die generelle Verarbeitung des Spector Euro 5 LX Ltd DBM?
Die Verarbeitung meines Testbasses gibt tatsächlich keinerlei Anlass zur Kritik: Die sauber ausgeführte Bundierung erlaubt eine super niedrige Saitenlage, wie man sie von hochwertigen Boutique-Instrumenten kennt. Holz- und Lackarbeiten präsentieren sich durchweg makellos, und auch die Hardware macht sowohl funktional wie auch optisch einen äußerst überzeugenden Eindruck.
Zum Lieferumfang gehört eine einfache, leicht gepolsterte Gigbag mit Fronttaschen für Zubehör. Für den Weg zum Proberaum oder zum gelegentlichen Gig ist sie völlig ausreichend, doch wer häufig mit dem Bass unterwegs ist, sollte sich langfristig nach einer professionelleren Transportlösung umsehen.














