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Schräge kleine FM-Synthesizer abseits des Mainstream-Flusses

Schräge FM-Synthesizer
Schräge FM-Synthesizer

Frequenzmodulation (FM) ist wieder da und überall wieder verstärkt zu sehen. Aber nicht nur bei den großen Herstellern wie Korg (Opsix), Waldorf und Yamaha (Montage), sondern auch bei Twisted Electrons und noch viel kleineren Herstellern, gab es Ansätze, die oft versuchen die Synthese anfassbar zu machen und mit weniger Bedienelementen zu präsentieren.

FM-Synthesizer: Die Renaissance der 2-4 OP Ansätze

Erst einmal bin auch ich Fan von vielen Operatoren. Das sind Oszillatoren mit Lautstärkesteuerung und eigenen Hüllkurven. Und das funktioniert mit wenig Handgriffen und nur einer Hand voll Potis, mit denen man sehr effektiv etwas erschaffen kann. Für diesen schnellen Zugriff reicht auch eine einfache Modulation von 2 bis 4 Oszillatoren und einer sehr einfachen Hüllkurve, die ggf. auch nur aus einem Decay oder vielleicht einem Attack besteht. Das macht die Geräte insgesamt kleiner und somit attraktiv.

Für „Dong“ Bässe reicht es. Ein einziger Knopf bringt den Sound radikal durch viele Obertonstrukturen und damit „Schein-Wellenformen“. Er vereinfacht die Einstellungen auf simple Begriffe wie „Obertongehalt„, „Verlauf“ und einen weiteren Klangparameter und vielleicht einen LFO dazu. Es zählt also die Devise:

FM-Synthesizer: Viel Sound pro Knopf

Den Anfang macht Twisted-Electrons-Ansatz einen 4-OP Gamer-FM-Chip zu verwenden. Er ist ein bisschen eingeschränkt, jedoch ist das für Spieleffekte und Sounds vollkommen okay. Inzwischen gibt es einen Synthesizer und einen speziellen Drum-Groovebox-Ansatz.

Er bietet sogar recht viele Parameter an, die einfach anders genutzt werden und ist fast sogar der Aufwendigste unter den Angeboten. Der Sound ist naturgemäß „LoFi“ und kann in 2 Betriebsarten eher „freundlich tonal“ oder generell „schräg und atonal“ sein, da es keine Fixed-Operatoren gibt, nutzt man eigene interne LFOs. Der Zugang ist fantastisch mit den Fadern des Blast Beats oder MegaFM:

Twisted Electrons Blast Beats

Twisted Electrons Blast Beats

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FM-Synthesizer: Wenig Knopf, viel Sound

Die meisten Angebote aus 1-Mensch-Ideenschmieden sind sehr einfache 2-Operatoren-Beziehungen und die können auch andere Bedienelemente haben. Sie sind nicht groß, lassen sich auf Microcontrollern aufbauen und sind dadurch nicht teurer oder besonders aufwendig herzustellen.

Hier kommt es auf eine clevere Zusammenstellung an. Ein paar Geräte dieser Art zeige ich euch jetzt in loser Reihenfolge:

FM-Kitchen von Home Bake Instruments ist sicherlich ein typisches Gerät seiner Art. Viele haben externes MIDI und kaum mehr Knöpfe als eine 303, können aber klanglich deutlich weiter reichen und haben sogar noch einen kleinen Sequencer oder/und Arpeggiator mit an Bord. Viele Dieser Geräte gibt es nur für eine begrenzte Zeit.

Dennoch ist die klangliche Reichweite sicher weiter als die eines Monotron.

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Die Sonicware XFM Groovebox ist nicht ganz so „lautstark“ herumgefunkt worden. Hier arbeitet eine einfache FM-Engine mit der Idee zwei Sounds ineinander überzublenden. Dadurch werden nur wenige Parameter gebraucht und können mit ein paar guten Effekten durchaus Wunder bewirken.

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Der Kasser DAFM Synthesizer arbeitet mit dem gleichen Chip wie Twisted Electrons, stellst sie aber grafisch und haptisch komplett anders bereit. Er hat vollständige ADSR Hüllkurven und lässt die Wahl zwischen den Chips. Jedes der vier Displays zeigt einen Operator. Interessantes Konzept? Ja, es erinnert ein bisschen an einen nerdigen OP-1 – Konkurrenten.

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Den Otem Cirrus FM Touch Synth finde ich als einen der gelungensten neuen Ansätze für spielerische „andere“ Begegnungen mit der FM-Synthese. Leider liefert Otem nie einen Synthesizer in größerer Menge aus, sondern bietet bewusst nur eine Hand voll davon an.
Wer aber genau hin sieht, findet viele sehr gute Ideen, wie man FM-Sounds spielen könnte und sich zudem auch noch ein bisschen vom klassischen „Klaviatur-Player-Syndrom“ absetzt.

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Eine „neuere“ Version mit etwas anderem Konzept war der Cirrus 2 (Squared), den du dir hier ansehen und hören kannst. Er ist etwas rationaler, der Erste deutlich „emotionaler“ im Zugang. Das machte und macht uns heute noch ooootemlos, denn die meisten bleiben es, weil es einfach keine Massenfertigung des ersten spannenden Cirrus gibt.

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Neben einer kleinen Firmware-Manipulation für den Volca FM, der immerhin einen 6-OP-DX-7 enthält, gibt es noch andere kleine Teile, die den Volca zwar nicht überbieten an Soundvielfalt, jedoch am Gerät für eine Performance mehr Spielraum geben durch mehr Potis – die schon dem Volca gut standen. Aber wir wollten nun nicht von Korg sprechen, sondern von einem kleinen spanischen Anbieter mit diesem kleinen Synthesizer namens OSS Mostro.

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Er ist auch kaum mehr als ein Monotron in der Form, versucht aber mit FM einen anderen Ansatz im Sinne des „viel Sound pro Knopf“ Prinzips. Mit diesem Synth kommt man am Gerät auch weiter, als mit dem sonst viel weiter entwickelten Volca FM, aber man hat bessere Kontrolle über „alles“.

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