Schlagwerk TF5 Take Five und SK20 Solo Shaker Test

Praxis

Auch den Praxisteil beginne ich mit den Solo Shakern. Die zwei kleinen Würfel liegen gut in der Hand und lassen sich sehr kontrolliert und dank ihres geringen Gewichtes auch sehr lange schütteln. Die Flächen aus SPL erzeugen einen weichen und leisen, gleichzeitig aber immer noch fein definierten Shakersound, der sich sehr schön anbietet, wenn es mal unaufdringlich sein soll. Lauter und höhenbetonter klingen die Birkenflächen, die sich klanglich täuschend ähnlich sind. Die etwas dünneren Flächen mit dem Logo sind jedoch einen Hauch lauter und minimal schärfer im Klang als die mit dem Designfurnier. So lässt sich der Klang variieren, und auch Kombinationen der Sounds sind möglich, wenn während des Shakens die Hand gedreht wird. Nur wenig größer als ein Schüttel-Ei, sind die Solo Shaker jedenfalls hervorragende Begleiter, die in jeder Handtasche und in vielen Einsatzbereichen ihren Platz finden.

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3 Seiten des Solo Shakers in der Reihenfolge SPL – Logo – Furnier Shaker-Shuffle mit 2 Solo Shakern in einer Hand, SPL- und Logo-Seite kombiniert Groove mit zwei Shakern in zwei Händen, alle Seiten kombiniert

Ruckzuck ist das Take Five Set, genauer gesagt der Cajon Brush Boy, der Percussion Holder und das Scratch Board, am Cajon festgeklettet. Einmal sorgfältig angepappt, hielten sie ihre Position während des gesamten Praxistests zuverlässig, obwohl ich zunächst skeptisch war, ob die Cowbell nicht doch etwas zu schwer für die Klettverbindung ist, doch auch sie blieb ordnungsgemäß an ihrem Platz. Einen kleinen Kritikpunkt muss sie sich dennoch gefallen lassen, denn die Schraube am Ringbolzen läuft nicht wirklich geschmeidig. Bei Cowbells werden die Schrauben jedoch oft fester angezogen als es ihnen gut täte, und bei einem Einzelpreis von 50 Euro für die Schlagwerk-Cowbell sollte gerade an dieser Stelle nicht gespart werden. Eine vergleichbare LP Cowbell mit einer haptisch deutlich besseren Schraube gibt es ab etwa 35 Euro. 
Das Scratch Board lässt sich mit dem Scratcher wie ein Guiro streichen, klingt aber auch prima, wenn es damit angeschlagen wird und bietet sich hervorragend für Cascara- oder Hi-Hat-Figuren an. Streicht oder schlägt man mit der Breitseite des Sratchers, ist der Sound etwas voller und lauter. Dreht man ihn um und spielt mit der Spitze, wird es etwas dezenter. Natürlich lässt sich auch die Cowbell mit dem Scratcher spielen. 

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Scratcher Sound, mit der Breitseite gespielt Scratcher Guiro Groove, mit der Breitseite gespielt Scratcher Sound, mit dem Tip gespielt Scratcher Funky Groove, mit Tip gespielt

Auch der Single Rod bringt mehrere Soundoptionen mit. Werden die Gummiringe ganz zurück geschoben, klingt er mehr nach Besen und man hört die einzelnen Stäbe leicht rascheln. Je weiter die Ringe nach vorne geschoben werden, desto kompakter und voller wird auch der Sound. Mit dem Rod gespielt, harmonieren Klang und Lautstärke der Cowbell gut mit dem Cajon und es lässt sich in der seitlichen Position auch bequem spielen. 

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Rod Sound mit aufgefächerten Stäben Rod Mozambique Groove mit aufgefächerten Stäben Rod Sound mit vorgeschobenen Gummis Rod GoGo Beat mit vorgeschobenen Gummis

Der Cajon Brush Boy ist eine praktische Sache, wenn die Möglichkeit fehlt, seine Utensilien auf einer Ablage zu platzieren, etwa wenn man eine umhängbare Move Box von Schlagwerk spielt oder schlicht der Platz auf der Bühne fehlt. Sie hält zuverlässig an der Kletthalterung und gibt auch bei schwerer Beladung nicht nach.

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