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Sadowsky NYC Standard 5 Test

Fazit

Es ist natürlich erlaubt, die Frage zu stellen, warum man für ein traditionell konstruierten und optisch eher unauffälligen Bass derart Geld auf die Theke blättern soll, wenn man von zahlreichen anderen Herstellern moderne fünfsaitige Jazz-Bässe zu einem auf den ersten Blick “besseren” Kurs bekommt. Die Antwort ist allerdings relativ einfach: Ein Instrumentenbauer mit der jahrzehntelangen Erfahrung eines Roger Sadowsky ist eben in der Lage, bei einem Instrument sämtliche Faktoren (angefangen bei der Materialauswahl, über die penibel genaue Verarbeitung bis hin zum optimalen Setup) zu berücksichtigen und zu kontrollieren, um am Ende ein optimales Instrument zu fertigen. Diese Sorgfalt hat eben einfach ihren Preis! Richtig klar wird einem das aber tatsächlich erst, wenn man ein solches Instrument in den Händen hält und den immens hohen Spielkomfort genießen kann, welcher auch mein Testexemplar auszeichnet. Auch die im eigenen Hause entwickelten Tonabnehmer und der hochwertige Onboard-Preamp spielen für den hervorragenden und speziellen Sadowsky-Sound eine nicht zu unterschätzende Rolle und machen die Bässe zu überaus flexiblen Arbeitsgeräten für professionelle Bassisten in sämtlichen Musikrichtungen. Wer sich für einen ultraleichten, fünfsaitigen Nobel-Jazz-Bass interessiert, sollte deshalb auf jeden Fall ein Exemplar aus dem New Yorker Sadowsky-Workshop etwas genauer unter die Lupe nehmen. Für Bassisten mit etwas knapperem Budget hat Roger Sadowsky übrigens seit Neuestem die ebenfalls in New York gefertigte Satin-Serie im Programm. Die Satin-Bässe sind ebenfalls mit Hohlkammern ausgestattet und genauso leicht wie die Modelle aus der NYC-Serie, Sadowsky bietet die neue Serie allerdings lediglich in zehn traditionellen Finishes an und konnte den Preis deshalb deutlich nach unten schrauben.

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • allerhöchste Materialqualität
  • erstklassige Verarbeitung in allen Bereichen
  • tolle Sounds mit der typischen Jazz-Bass-Flexibilität
  • hochwertige Hardwareausstattung
  • nebengeräuschfreie Tonabnehmer
  • effektiver Preamp mit Signature-Sound
  • super komfortable Bespielbarkeit
  • extrem niedriges Gewicht
  • edle Optik

Contra

  • leicht harscher, kühler Höhenbereich
  • minimale Kopflastigkeit
Artikelbild
Sadowsky NYC Standard 5 Test
Für 5.498,00€ bei
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Technische Spezifikationen
  • Hersteller: Sadowsky
  • Herstellungsland: USA
  • Modell: NYC Standard 5
  • Mensur: 34 Zoll (Long Scale)
  • Korpus: Erle mit Kammern, Decke aus Wölckenahorn, Lackierung: Dark Cherry Burst, Hochglanz
  • Hals: vierfach verschraubt, Ahorn einstreifig, Madagaskar-Palisander-Griffbrett, 21 Bünde, runde Perlmutt-Lagenmarkierungen
  • Tonabnehmer: 2 x Humcancelling Sadowsky J-Bass
  • Elektronik: Sadowsky Preamp mit VTC (Vintage Tone Control)
  • Regler: Volume, Balance, Tone, Bass/Treble (Boost only)
  • Hardware: Hipshot Ultralight Tuner, Sadowsky Bridge, vergoldet
  • Gewicht: 3,5 kg
  • Zubehör: Koffer, Werkzeug
  • Preis: 5.498,- Euro
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von Rainer Wind

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Profilbild von Hannes Huefken

Hannes Huefken sagt:

#1 - 26.04.2016 um 15:34 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Sehr interessant, dieses Ding. Hab das Gefühl, mit dem Bass könnte ich das letzte Quentchen Geilomatizität aus meinem Sound herausholen.
Die Satin-Serie kostet ja ungefähr die Hälfte! Weiß jemand, ob die sich lohnt, gegenüber zum Beispiel einem Sandberg VM5, den ich schon habe und der nicht ganz so aufgeräumt klingt, aber dafür ordentlich knurrt und nochmal die Hälfte davon kostet?

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