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Sabian HHX Anthology Cymbals Test  

Schimmernd, präzise und kontrollierbar klingt der Low Bell Satz

Beginnen wir den Praxistest mit den drei Instrumenten der Low Bell Bauart. Kennern der Marke Sabian wird die generelle Tonalität der Becken sehr bekannt vorkommen. Ich fühle mich direkt an meine HHX Legacy und HHX Manhattan Becken erinnert. Bei den Testmodellen kommt allerdings noch eine sehr feine Kompaktheit und Präzision zum Klang hinzu. Auch den Anspruch, echte Universalbecken zu sein, erfüllen alle drei Modelle tatsächlich. Die Low Bell Hi-Hat schließt sehr exakt und lässt einen präzisen, holzigen „Click“ beim geschlossenen Spiel hören. Offen weiß sie sich jedoch mit dosiertem „Rausch“ und minimaler Kehligkeit Gehör zu verschaffen. Trotzdem: für brachial laute Umgebungen sollte man zu etwas anderem greifen.

Das 18“ Anthology würde ich als schnell ansprechendes, volles und warm klingendes Crash bezeichnen, welches auch als sehr leichtes Ride durchgehen könnte. Als echtes Crashride würde ich das Becken allerdings nicht kategorisieren. Mit einem schimmernden, eher weichen Ton und gleichzeitig unerwartet akkuratem Anschlag kommt das 22er daher. Seine Kuppe ist klar, aber nicht harsch, gleichzeitig lässt sich das Becken mühelos zu sehr vollen Crashsounds überreden. Den ganzen Low Bell Satz würde ich als geradlinig, warm und angenehm klingend charakterisieren, alle Instrumente harmonieren zudem hervorragend miteinander. 

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Low Bell Hi-Hats 14“ Low Bell 18“ Low Bell 22“

Die High Bell Versionen bringen mehr „Cut“ ins Spiel

Wie erwartet, hebt sich die High Bell Hi-Hat am deutlichsten von ihrem Geschwister mit den ziviler geformten Kuppen ab. Das Instrument hat einen höheren Pitch und eine extrem kompakte, lebendige Ansprache. Geschlossen klingt sie punktgenau und ist erstaunlich laut. Interessanterweise erinnert sie mich an die Jojo Mayer Hi-Hat von Sabian, welche zwar ein Zoll kleiner, in Sachen Bearbeitung aber sehr ähnlich aufgebaut ist. Das gesunde Gewicht macht sie darüberhinaus auch für laute Stile problemlos einsetzbar. Auch Drummer, denen ihre getretene Hi-Hat zu leise ist, sollten sich diese hier mal anhören. 

Beim 18er und 22er High Bell fällt der Kontrast zu den Low Bell Becken deutlich weniger dramatisch aus. Insgesamt wirken beide Becken minimal „fester“ beim Spielen, gleichzeitig lassen sie einen mittigeren Grundton hören. Dieser sorgt beim 18“ Modell für tatsächliche Ride-Fähigkeiten, inklusive einer klaren, soliden Kuppe. Die gibt es auch beim 22er, welches darüber hinaus subjektiv etwas lauter ist. Davon abgesehen, handelt es sich bei allen Modellen um sehr musikalische, harmonisch klingende Becken, die Auswahl würde mir persönlich nicht leicht fallen.   

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High Bell Hi-Hats 14“ High Bell 18“ High Bell 22“
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