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Red Witch Fuzz God II Test

Praxis

Wir kümmern uns zu Beginn um die Soundunterschiede, die mit den beiden Kippschaltern Input Boost und Treble Boost zu erzeugen sind,. Der Fuzzgod II hat durch die Input Boost-Funktion zwei unterschiedliche Grundsounds im Angebot. Ohne Boost ist der Fuzz recht dünn und klingt auch schnell aus, wie man im folgenden Beispiel gut hören kann. Mit Boost geht es wesentlich heftiger zur Sache, die Motorsäge wird ausgepackt. Langes Sustain ist am Start und auch die Bässe sind nun kraftvoll vertreten. Zum Anpassen an den Cleansound sollte man bei mittlerem Fuzzgrad den Volume-Regler am Pedal etwas weiter aufdrehen. Hier sind die beiden Grundsounds. 

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
Les Paul1412off17off/onoff
Audio Samples
0:00
Normal – LP Input Boost – LP

Der Treble Boost ist im Gegensatz dazu nicht so auffällig, der Klangunterschied ist eher in der minimalen Ecke einzustufen. Wird er aktiviert, dann klingt der Fuzz-Sound einen Hauch höhenbetonter. Hier sind die beiden Versionen.

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
Les Paul1314off17offoff/on
Audio Samples
0:00
Treble Boost Off – LP Treble Boost On – LP

Jetzt wollen wir die Bandbreite, die mit dem internen Trimmpoti (Bias-Einstellung) zu regeln ist, untersuchend. Bisher habt ihr die Voreinstellung ab Werk gehört (Trimmpoti auf 13 Uhr), aber hier gibt es wieder große Unterschiede zu vermelden. Dreht man das Poti komplett nach links, geht zwar der Pegel runter, aber man erhält einen schönen zerbröselten Fuzz-Sound mit leichtem Höhenboost. Wer mehr auf zerstörten Klang Wert legt, wird damit seine Freude haben. Das andere Extrem, Trimmpoti auf 17 Uhr, klingt ähnlich kaputt, hat aber einen leichten Mittenboost im Gepäck und dadurch auch wesentlich mehr Pegel. Der Bereich in der Mitte zwischen 11 und 13 Uhr liefert die etwas wärmeren Töne. Die Bandbreite ist sehr groß und ich würde mir wünschen, diese Modifikation auch von oben bedienen zu können. Hier sind die drei Settings des internen Trimmpotis mit  Fuzz auf 15 Uhr und ohne Boost Funktion. Das Volume musste immer etwas angepasst werden. 

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
Les Paul16-12-1415off17offoff
Audio Samples
0:00
Trim 7 – LP Trim 13 – LP Trim 17 – LP

Mit Sputter auf 9 Uhr und aktiviertem Treble und Gain Boost bekommt man auch einen ähnlich zersägten Ton hin. Unter der Lupe betrachtet ist er zwar nicht unbedingt identisch mit dem geschlossenen Trimmpoti, aber die mittlere Werkseinstellung des Bias-Trimmpotis ergibt auf jeden Fall Sinn, weil man damit am flexibelsten aufgestellt ist.

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
Les Paul1415off9onon
Audio Samples
0:00
Sputter 9 – LP

Der Sputter-Regler jedenfalls greift extrem ins Geschehen ein. Ist er voll aufgedreht, brennt noch nichts an und das Signal ist recht sauber. Je weiter er zurückgenommen wird, desto zerstückelter wird der Sound. Bei deaktiviertem Boost und komplett abgedrehtem Sputter kommt unter Umständen überhaupt kein Signal mehr durch. Zwischen 12 und 17 Uhr geht es noch recht manierlich zu, aber ab 10 Uhr abwärts entlässt er die richtig dreckigen Sounds ins Freie.

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
SG1414off7-8-10-12-15onon
Audio Samples
0:00
Sputter 7 – SG Sputter 8 – SG Sputter 10 – SG Sputter 12 – SG Sputter 15 – SG

Bisher habt ihr immer höhere Zerrgrade zu hören bekommen und ich muss zugeben, dass mir diese Sounds mit dem Fuzz God II am besten gefallen. Aber er kann natürlich auch etwas sanfter zupacken und zum Beispiel die Strat mit leichter Erkältung imitieren. Auf jeden Fall hat er auch bei geringen Fuzz-Einstellungen immer noch diese gewisse Schippe Dreck an Bord. 

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
Strat1510off16offoff
Audio Samples
0:00
LowGain – ST

Zum Schluss kommt es noch mal richtig dick aus der Kiste, Doppelblitz und Zorn des Fuzzgottes werden aktiviert und Spaß ist angesagt. Aber vorher noch ein kleiner Hinweis: Hier wird ein oszillierender Ton eingeschaltet, dessen Tonhöhe mit dem Wrath-Regler justiert wird. Wird nicht gespielt, ist dieser Ton lautstark zu hören, auch bei nicht aktiviertem Pedal. Wer auf Theremin-Sounds steht, kann damit natürlich unter schneller Betätigung des Wrath-Reglers den Mittelteil von „Whole Lotta Love“ in etwa nachstellen. Gedacht ist er aber eher, um der Gitarre noch mehr Sustain zu geben, und das funktioniert auch. Bei der ausklingenden Saite kommt dann der Oszillator-Ton mit hinzu und sehr spezielle Klanggebilde schälen sich aus dem Speaker, die man nicht immer steuern kann, aber den Reiz der Sache ausmachen. 

GitarreVolumeFuzzWrathGainBoostTreble Boost
Les Paul13151013onoff
Audio Samples
0:00
Wrath – LP
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