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Neve Portico 5042 Test

Rupert Neve´s Portico Reihe liegt genau auf meiner Wellenlänge:  High-End-Studiotechnik, die bei allem Qualitätsanspruch bezahlbar bleibt. Über die Jahre durfte ich im Rahmen meiner Produzententätigkeit schon ein um´s andere Mal Hand an Geräte aus des Meisters Werkstatt legen: Bisher war es jedes Mal eine wahre Freude. Entsprechend hoch siedelten sich auch meine Erwartungen an die True Tape Emulation an.

Aufgrund der wenigen Bedienelemente ist das Gerät eigentlich größtenteils selbsterklärend. Dennoch habe ich mich nach wenigen Minuten des Ausprobierens gefragt: Mache ich was falsch? Denn ich kann erstmal nur wenig Klangveränderung wahrnehmen, auch bei drastischeren Einstellungen. Also doch besser mal die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen. Ich erfahre, dass das Modell 5042 sein Ausgangspegel automatisch nachregelt, d.h. die Outputlautstärke wird der Lautstärke des Inputs angeglichen. Aha, das macht es schon mal nicht leicht, Veränderungen zu hören. Ich ziehe also mal ein paar Vergleichssoundfiles und im direkten A/B-Vergleich offenbaren sich dann doch die Qualitäten des Portico`s. Man muss schon genau hinhören – er ist halt ein subtiler Feinzeichner. Und reagiert auch auf Extremeinstellungen mit vornehmer, britischer Zurückhaltung . Für die richtige Zerr- und Schmutzabteilung ist er nicht unbedingt das richtige Sounddesign-Tool. Wer nach einer feinen Abrundung seiner Festplattenrecordings im Stil einer smoothen Bandkompression sucht und sich über feinziselierte Klangeingriffe freuen kann, für den ist der Neve Portico 5042 genau richtig. Wer´s auch gerne mal ein bisschen dicker aufgetragen mag, oder zumindest die Option gerne hätte, der wird wahrscheinlich eher beim Crane Song Hedd oder beim Empirical Labs Fatso fündig.

Als Audiobeispiel gibt es als erstes eine Akkustik-Gitarre. Dabei wird der Portico 5042 bereits ordentlich in die Sättigung gefahren (Stellung 4):

Audio Samples
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Gitarre Original Gitarre Portico 5042

Hier hat der Portico das Signal etwas weichgezeichnet, die Transienten dabei etwas entschärft.

Bei der nächsten Einstellung ist beim Portico die Saturation auf MAX (Vollanschlag).

Audio Samples
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Electro-Drumloop Original Electro-Drumloop Portico 5042

Der Lautheitsgewinn ist deftig, es britzelt angenehm.

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von milo.heller

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