Monacor WAP-202 Test

Praxis

Einrichtung

Die beginnt dann auch gleich einmal mit dem Konfigurationsassistenten. Einmal durchlaufen und nach den erforderlichen Eingaben (Uhrzeitformat, WLAN-Region, WIFI-Login etc.) kann es losgehen. Die umständliche Passworteingabe via Datenrad ist bei Geräten wie dem vorliegenden bekanntlich Standard, mag aber vielleicht nicht so relevant in der Festinstallation sein. Glücklicherweise gibt es auch WPS-Unterstützung, also Interneteinrichtung auf „Tastendruck“ kompatibler Router. Wird die Internetfunktion nicht genutzt, empfiehlt es sich, die „Dauerverbindung“ aufgrund des ansonsten ständig automatisch auslösenden Suchassistenten zu deaktivieren. Alternativ zum WLAN bietet sich die RJ-45 Buchse an.

Fotostrecke: 2 Bilder Einrichtung des Monacor WAP-202
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Bedienung

Die Bedienung des Gerätes via Endlosdrehregler mit integriertem Button zur Auswahlbestätigung, Menütaste, Back- und Modus-Taste ist sehr gut gelöst. Außerdem finden sich die obligatorischen Play/Pause/Next/Prev-Buttons ein, die je nach Betriebsart Tracks bedienen, Sendersuchlauf übernehmen, die nächste Station der Liste aufrufen sowie einige weitere nützliche Funktionen bieten. Die Lautstärke lässt sich praktischerweise am WAP-202 direkt über den Endlosdrehgeber regeln. Hier mal ein Close-up, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt.  

Close-Up Monacor WAP-202
Close-Up Monacor WAP-202

Bluetooth, Aux, USB

Nächste Amtshandlung: Bluetooth-Verbindung herstellen und Musik vom Smartphone abspielen. Keine Überraschungen hier. Ist das Smartphone mit dem Device „BLUE“ verbunden, dudelt Musik aus den angeschlossenen Boxen und die Play/Skip/Volume-Tasten am WAP-202 können das Smartphone steuern. Leider gibt es keine Titelanzeige und auch keine Pairing-Liste.
Nun hat sich ja die 3,5-mm-Buchse an den Smartphones im Apple-Kosmos verabschiedet, aber wer einen MP3-Player sein Eigen nennt, der dürfte den Miniklinke Aux-Eingang zu schätzen wissen. Und natürlich auch all diejenigen, die den Laptop klassisch analog verbinden wollen oder sonst einen Zuspieler. Auch hier keine besonderen Vorkommnisse.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gleich einmal die Equalizer checken. Ganze sieben Presets werden hier geboten, namentlich normal, mittig, Jazz, Rock, Soundtrack, Klassik, Pop, Nachrichten und „Mein EQ“ – dieses Preset lässt sich individuell konfigurieren und zwar für Bass und Höhen mit je +/-14 dB sowie optionaler Loudness.

Fotostrecke: 5 Bilder Close-Up Monacor WAP-202
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USB-Player

Über den „Musikabspieler“ lassen sich Audiodateien von einem USB-Speicherstick oder einer Festplatte wiedergeben oder von einem Gerät im lokalen Netzwerk (z. B. Computer) abspielen. Folgende Audio-Dateiformate auf Wechselspeichern werden direkt unterstützt: MP3, AAC, AAC+, WMA, WAVE und FLAC. AIFF und Ogg können nicht abgespielt werden. Im Test wurde mein Mac-Stick nicht unterstützt, FAT32 je nach Größe schon. Die ist allerdings nicht näher definiert, was ich anhand eines funktionierenden 32 GB Toshiba-Sticks und nicht akzeptierter 128 GB Sandisk-Stick und SSD feststellen konnte.
Der Hinweis des Herstellers lautet dazu:Aufgrund der Vielfalt von Speicherherstellern und Gerätetreibern kann nicht garantiert werden, dass alle Speichermedien mit dem Musikabspieler kompatibel sind.“ Nun ja. Das machen andere Hersteller teilweise besser, indem sie detaillierte Kompatibilitätsangaben im Handbuch verfügbar machen.
Ist der kompatible Stick eingeschoben, erscheint eine Meldung, den USB-Player zu starten. Das Einlesen des Datenträgers ging zügig vonstatten, die Ladezeit ist sehr fix, auch bei längeren kompletten DJ-Mixes. Auf dem Auswahlbildschirm werden fünf Titel angezeigt. Tracks können via Encoder in eine (temporäre) Playlist mit maximal 500 Einträgen geschoben werden bzw. daraus entfernt, jedoch nicht gespeichert werden. Die Liste wird bei Power-off gelöscht, nicht jedoch im Standby. Mittels Info-Taste lassen sich Tags anzeigen, spulen geht nur in doppelter Geschwindigkeit. Zwar wird ein Abspielpuffer am Display ausgewiesen, zieht man den Stick, ist jedoch sofort Schluss. Für den Player gibt es eine Shuffle-Play- und Repeat-Funktion.
Habt ihr ein UPnP-Gerät im Netzwerk, also einen Medienserver wie Laptop mit Windows Media Player, kann auch auf diesen zugegriffen werden, um auf dem Rechner in der Musikbibliothek zu browsen sowie Tracks und Playlisten abspielen. 

Undok Remote App

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gleich auf die App zu sprechen kommen, die euch erlaubt, viele Funktionen des WAP-202 bequem via Smartphone zu steuern. Den Netzwerknamen eures Players könnt ihr übrigens selbst festlegen, Monacor nennt dies „friendly name“ und das ist exakt so zu werten.
Auch die Menüführung der App überzeugt, denn durch deutlich mehr Einträge als auf dem Player-Display ist das Navigieren auch deutlich komfortabler und man kann schnelle Sucheingaben ausführen. Lediglich das Zusammenspiel mit iTunes bzw. lokalen Tracks auf dem Smartphone hat nicht so gut funktioniert. Lieber Bluetooth dafür nutzen. Hier ein paar Screenshots.

Fotostrecke: 3 Bilder USB Player in Aktion
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FM und DAB-Radio

Der FM-Modus mit manuellem Suchlauf, RDS-Anzeige, und Datenradeingabe, Monoschaltung und maximal 10 Speicherplätzen ist ordentlich gelungen, für DAB+ gilt das gleiche, wobei man hier noch die Senderlisten sortieren und die Kompressionsrate einstellen kann. Jeder Modus (Webradio, DAB, FM) hat seine eigenen Favoriten-Listen. Diese lassen sich nicht übergreifend anlegen, muss aber auch nicht 

Internetradio

Dieses Feature bietet Zugriff auf Tausende Radiostationen weltweit. Unter dem Menüpunkt „Internet Radio“ stehen euch Stationen sortiert nach Ländern, Genre, populären Sendern, neuen Sendern und eine Suche zur Verfügung, ebenso örtliche Stationen und Podcasts.
Der Monacor-WAP-202 greift auf die Datenbank von „Frontier Nuvola Smart Radio“ zu. Für den Fall, dass ihr dort einen User-Account anlegt, könnt ihr eure Favoriten (Sender, Podcasts, eigene URLs/ Personal Streams) via Laptop verwalten und am Gerät abrufen.
Ist aber nicht zwangsläufig nötig, denn die Navigation übers Gerät ist gut gelöst, die Suche mit der passenden Remote-App noch etwas vorteilhafter. Von Techno, Rap, über Reggae und Country bis hin zu News und Radiotatort ist alles am Start. Also raus aus dem Schrank mit dem Lockdown-Kimono, K-Pop rein, Kimchi, Soju und  Makgeolli auf den Tisch und ab dafür. Alternative: Chanson, Baguette, Fromage und Tee/Rotwein.

Fotostrecke: 5 Bilder DAB-Radio Auswahl …
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Multiroom-Mode

Vor dem Fazit möchte ich noch kurz auf den Multiroom-Mode hinweisen. Besitzt man mehrere WAP-202, können diese in verschiedenen Räumen die gleiche Musik abspielen, indem sie über das Einstellungsmenü zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Maximal ein Server und vier Clients sind dabei möglich. Da nur ein WAP-202 vor Ort verfügbar ist, bleibt es bei der Nennung dieses Features.

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