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LD Systems Stinger 10A G3 und Sub 15A G3 Test

Praxis

Bevor es auf die Baustelle geht, teste ich das System im Lager. Ich wähle am Subwoofer eine Trennfrequenz von 100 Hz und am Topteil die Einstellung Flat. Das Ergebnis ist ein unspektakulärer, neutraler Klang, eine gute Einstellung für einen Live-Job. Keine Spur von einer Mittensenke, die manche Hersteller in ihre günstigen Serien implementieren. Der Subwoofer reagiert hörbar auf die unterschiedlichen Trennfrequenzen. Selbst die 120-Hz-Trennung klingt vernünftig und kann das Topteil etwas entlasten, wenn man es mit dem Satellite-Preset fährt. Diese Einstellung spielt erstaunlich laut. Weniger überzeugend ist das Fullrange-Preset. Der Boost in den unteren Mitten schafft kein überzeugendes Bassfundament und nimmt der Box einiges an Lautstärke. Angesichts des günstigen Preises ist der Kompromiss aber akzeptabel.
Ein Test mit einem Shure SM58 zeigt, dass die Box auch ohne Mischpult für die kleine Ansage zwischendurch taugt. Allerdings ist der Mic/Line-Umschalter mit größter Vorsicht zu genießen: Dieser schaltet direkt auf Mikrofonpegel um, was einen mächtigen Lautstärkesprung zur Folge hat. Ein versenkter Taster wäre die bessere Option.

Fotostrecke: 3 Bilder Topteil und Bass der Stinger G3 Serie funktionieren auch gut als DJ-Monitor oder als Drumfill.
Fotostrecke

Live

Unser Live-Test findet auf einer Elektronik-Party mit drei DJs im Heimat-Club des Autors statt. Als Stereo-DJ-Monitor nehmen die Kandidaten auf der Bühne Platz. Der Haus-DJ lobt beim Soundcheck den ausgewogenen Klang und die unkomplizierte Bedienung. Alle vier Boxen sind voll aufgedreht und hängen am Booth-Ausgang des Pioneer-DJ-Mischpults.
Knapp zehn Stunden Dauerfeuer waren die Testkandidaten ausgesetzt. Beim Abbau am nächsten Tag war meine Verwunderung groß: Die DJ-Kollegen haben die Bässe deutlich über die Gain-Potis zurückgenommen. Auf die Dauer war es wohl einfach zu fett, was die beiden Subs angeboten haben. Hut ab, das ist mir in diesem Laden noch nie passiert. Aber: LD Systems hat schon mit der G2-Serie einiges richtig gemacht und daran knüpft die Generation G3 an.

Wenn’s etwas mehr sein darf

Beim Zubehör sind günstige Boxenserien oft benachteiligt. LD Systems bietet hingegen ein beeindruckendes Portfolio an optionalem Zubehör. Zum Schutz der Lautsprecher gibt es gepolsterte Hüllen; allzeit gute Fahrt versprechen die stapelbaren Rollbretter. Für eine Festmontage der Topteile sind Hersteller Wand- und Deckenhalterung sowie Neig- und Schwenkhalterung verfügbar. Die Topteile Stinger 8 und Stinger 10 (aktive und passive Version) lassen sich die Boxen unkompliziert an einer Truss-Konstruktion befestigen. So erweitert sich der Aktionsradius unserer Testkandidaten deutlich.

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