Anzeige

Korg Volca Nubass Test

Der Korg Volca Nubass ist ein monophoner Synthesizer für Bässe. Als Besonderheit kommt die Nutube zum Einsatz, die Korg zusammen mit Noritake Itron entwickelt hat, und uns bereits im Ibanez Nu Tubescreamer präsentiert wurde. 

Korg_Volca_nubass_01_test_aufmacher


Dabei handelt es sich um eine „Vakuum Fluoreszenz Display Technologie“, die sich wie eine Trioden-Röhre verhält – ohne aber die Nachteile wie Empfindlichkeit, Stromverbrauch, Hitze und die folglich geringere Lebensdauer zu übernehmen. Perfekt für einen Volca also!

Details

Alles Nu macht der Bass

Der Nubass gehört zur Korg Volca Serie und ist ein monophoner Synthesizer für Bässe. Er verfügt über einen Oszillator und einen Sub-Oszillazor mit Drive-Schaltung. Das Besondere ist das Schaltungsdesign, da beide Oszillatoren über je eine Triode der Nutube realisiert wurden.

Fotostrecke: 2 Bilder Mit Schwarz, Blau, Rot sieht der Korg Nubass von allen anderen Volcas am freshsten aus!
Fotostrecke

100% Analog

Der Single-Osc (Pulse oder Sägezahn) kann im Pitch geregelt und mit einem variabel-sättigbaren Sub-Osc gemischt werden, wozu die Parameter PITCH, SATURATION und LEVEL zur Verfügung stehen. Das Ganze läuft dann in einen Ladder-Low-Pass, der mit steuerbaren CUTOFF und PEAK versehen ist und auch über den Envelope Generator (EG) geformt werden kann (EG INTensity). Der EG selbst kennt die Parameter ATTACK, DECAY und SUSTAIN On/Off sowie auch einen ACCENT.
Das Ganze kann abschließend mit DRIVE gewürzt werden, wobei der Overdrive sogar in der Intensität des Höhenanteils regelbar ist (TONE). Ein syncbarer LFO mit wahlweise Pulse- oder Dreiecks-Form und den Targets Amp, Pitch sowie Cutoff gibt es außerdem.

Den rechten Teil der Nutube sieht man auch mit dem Pegel „fluroszent“ aufglimmen – besonders spektakulär ist das Schauspiel allerdings nicht, zumal es von einigen blauen LEDs „überbelichtet“ wird.
Den rechten Teil der Nutube sieht man auch mit dem Pegel „fluroszent“ aufglimmen – besonders spektakulär ist das Schauspiel allerdings nicht, zumal es von einigen blauen LEDs „überbelichtet“ wird.

Fetter Sequenzer mit Motion-Record

Auch dieser kleine Volca verfügt über einen feinen Lauflicht-Sequenzer, der auf den ersten Blick nicht unbedingt in all seiner Pracht erkennbar ist. Mit 16-Steps ist er zwar nicht besonders aufwendig, aber immerhin sind die 16 Patterns nun auch linkbar und etliche Details automatisierbar.
Zunächst einmal kennt der Sequenzer Step-Write oder Live-Write. Die 16 Folientaster werden dann zur Klaviatur, begleitet von zwei LED-Reihen. Hinzukommen programmierbare Slides, Accents und auch Transposes als Step-Effekte sowie eine Active-Step Funktion, welche Steps bei Bedarf überspringt. Slides bindet benachbarte Noten, Accent betont sie im Pegel und Transpose erhöht den Pitch einer einzelnen Note um eine, oder zwei Oktaven.
Alle Klangparameter des Korg Nubass – ausgenommen Drive, Tempo und Volume – sind über die 16 Steps auch automatisierbar, was Korg als Motion-Record bezeichnet. Alle transparenten Potis werden dann entsprechend der Automation blau oder rot beleuchtet. Merke also: Alle transparenten Stift-Pots sind automatisierbar. Warum jedoch Cutoff und Peak dann schwarz sind, leuchtet mir nicht ganz ein.

Fotostrecke: 2 Bilder Die 16-Steps-Folientaster bieten zwei Reihen rote LEDs, wodurch auch die Sekundärfunktionen einwandfrei zu bedienen und erkennen sind!
Fotostrecke

Noch mehr Funktionen – Shift ohne Kopfschmerz

Die Bedienung ist klar und intuitiv. Die vielen Zweit-Funktionen aka FUNCTIONS lassen sich ebenfalls gut aufrufen und praktikabel nutzen, auch weil die Kiste klar und funktionell beschriftet ist. Das Handbuch braucht man eventuell nur am Anfang. Accents, Slides und Transpose kennen sogar eine Random-Funktion und können zusätzlich partiell gelöscht werden. Die einzige Doppelbelegung, die mir nicht so gut gefällt, ist die des LFOs. Platz für zwei Regler mehr wäre ja noch durchaus noch auf der Oberfläche gewesen.

Anschlüsse

Wie alle anderen Volcas auch verfügt der Korg Nubass über einen 3,5 mm Audioausgang sowie einen MIDI-DIN-Eingang und einen Sync I/O. Ein Miniklinke-Kabel liegt bei, genau wie sechs frische AA-Batterien. Ein Netzteil gibt es nicht, dass müsste man sich nach wie vor separat kaufen. Rückseitig findet man das Fach für Batterien und den eingebauten Lautsprecher – viel erwarten darf man von dem aber nicht, zumal es sich um einen Bass-Synth handelt – weswegen er zum Schluss auch nur beiläufig erwähnt werden soll.

Fotostrecke: 2 Bilder Selbst ausgewachsene Groove-Boxen machen sich nicht die Mühe richtige MIDI-Din-Buchsen zu verbauen – die Volcas schon. Sehr gut!
Fotostrecke
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.