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Klark Teknik KT-2A Test

Praxis

Einfaches Design

Kabel rein, Peak Reduction rein, Gain rauf und los – einfacher kann ein Kompressor wie der Klar Teknik KT-2A nicht eingestellt werden. Ein Opto-Kompressor ist für seine gemäßigten Regulierungen bekannt. Feine Spitzen fängt er zwar auch ab, so zackig wie ein 1176 ist er aber nicht, um einen zeitgenössischen Vergleich zu ziehen. 

Tracking-Klassiker

Attack- und Release-Settings gibt es nicht, viel falsch einstellen kann man also nicht. Ein LA-2A – Verzeihung ein KT-2A – kann deshalb auch ohne Gewissensbisse direkt beim Tracking von Vocals und Bass verwendet werden, in seinem Haupteinsatzgebiet sozusagen. Auch wenn der LA-2A ursprünglich mal als Summenkompressor für Radiostationen gedacht war, sind Einzelsignale wie Bass, Vocals und Gitarren sein Metier. Für die Summe haben wir heutzutage ohnehin deutlich feingliedrigere Werkzeuge.
Kompression ist aber nicht alles, wofür man den LA-2A schätzt. Der Kompressionseffekt ist ohnehin eher geringerer Natur – es geht uns vor allem um die edle plastische Aufwertung eines Signals, was mit dem puren Routing durch den LA-2A einhergeht. Der Kompressionseffekt des KT-2A ist zwar gut, so richtig rund und edel wird es für mein Empfinden aber nicht – der Aha-Effekt bleibt aus. Plugins von Softube und UAD klingen in den Höhen vergleichsweise offener und damit besser – und nein, mit der Emphasis-Schraube kann man da auch nicht viel gegensteuern.
Ich habe mal verschiedene Einzelsignale durch den KT-2A gejagt, um euch den Klangeindruck zu vermitteln.Außerdem gibt es auch noch ein paar Beispiele gegen Plugins von UAD und Softube. Aber hört doch lieber selbst!

Audio Samples
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Drums – Dry Drums – KT-2A 45er Gain Drums – UAD-2 Teletronix Drums – KT-2A 60er Gain Drums – KT-2A 70er Gain Flat Emp. Drums – KT-2A 70er Gain Mid Emp. Brett – Dry Brett – KT-2A Bass – Dry Bass – KT-2A Bass – Softube Cl-1B

Man kann es zwar nicht verallgemeinern, ich denke die Experimente deuten es aber dennoch bereits an: Mal klang der KT-2A etwas besser, dann das Teletronix LA-2A Plugin für UAD-2 – Für den äußerst geringen Preis des KT-2A von 300 Euro kann man zwar nicht viel falsch machen, genau wie bei dem Warm Audio WA-2A, dennoch bleibt die Frage, ob man sich deswegen den Stress mit Hardware in das heimische Studio holen will oder ob man nicht lieber gleich zum genügsamen Plugin greift. Alternativ kann man auch bedenkenlos zum CL-1B von Softube greifen.

KlarkTeknik_KT-2A_06_Dark2 Bild
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Profilbild von Flo

Flo sagt:

#1 - 05.01.2019 um 21:26 Uhr

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Danke für den Test. LA2A Charakter kann ich beim KT2A definitiv nicht raushören, der macht imho etwas ganz anderes. Deutlich bemerkbar, wenn man sich das Drumfile vom UAD Plugin anhört (das kommt einem echten LA2A ziemlich nahe) und dann das KT2A File: andere Attack, andere Release, andere Balance, andere Räumlichkeit, einfach ein gänzlich anderer Kompressor. Wer "LA2A" um 300.- will muss wohl weiterhin auf Plugins setzen.

Profilbild von Ulrich Labus

Ulrich Labus sagt:

#2 - 06.01.2019 um 22:40 Uhr

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Sie sind sich bewusst, dass es 3 Versionen des Oroginals gibt. Jeder klingt anders. Klingen die alle edel in den Höhen?. Haben Sie alle drei Originalversionen gehört und verglichen?.Ich nicht. Aber ich habe jetzt 2 KT-2AEs rockt jetzt wie wild. In den AMS Neve 1073 DPX im Insert eingeschliffen, macht die Gitarre süchtig.In der Mastersumme ebenfalls total geilBeste Grüsse

Profilbild von Ulrich Labus

Ulrich Labus sagt:

#3 - 06.01.2019 um 23:15 Uhr

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Ich möchte gerne noch hinzufügen, das meiner Meinung und Erfahrung nach, bisher kein Plugin einen Hardware Transformer von Neve, Audient oder Midas nachmachen kann.Wenn man mit Hardware Komponenten arbeitet merkt man sofort wo die Körner (Transienten) drin sind

Profilbild von Matthis Schvartz

Matthis Schvartz sagt:

#4 - 26.02.2019 um 14:06 Uhr

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Danke für den Test. Aber zwischen den Hörbeispielen sind teils sicher 6dB Unterschied. Schwer da irgendwas zu beurteilen.

Kommentare vorhanden
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