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Klangerfrischer im Dreierpack Test

Praxis

Wichtig: Damit man die klanglichen Auswirkungen der Pedale besser beurteilen kann, habe ich immer zuerst das Signal ohne, dann mit Effekt aufgenommen. Die angegebenen Werte entsprechen den Zahlen (0-10) am Pedal. Um die Klangunterschiede, vor allem im Bassbereich, deutlich zu hören, solltet ihr euch die Hörbeispiele auf einer entsprechenden Anlage oder mit HiFi-Kopfhörern zu Gemüte führen. Die Lautsprecher im Notebook oder Walkman-Kopfhörer sind dafür nur bedingt geeignet.

GUITAR XCITER
Das Effektgerät wurde vor einen clean eingestellten Verstärker (Sovtek MIG-50 & Marshall 4×12 Box) geschaltet. Mit diesem Teil bekommt man in Verbindung mit einem Cleansound den charakteristischen Single-Note-Klang, den man unter anderem von Michael Jacksons Aufnahmen kennt. Der Anschlag klingt sehr knackig und Höhen kommen seidenweich hinzu. Allerdings rauscht es schon sehr bei aktiviertem Effekt, Ursache ist die starke Anhebung der Höhen (Hi-Blend). Ab einer Einstellung auf 7 wird das Rauschen relativ stark.

Audio Samples
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Clean Single Notes
Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
9 6 9 10

Für Akkordspiel, egal ob Picking oder Strumming, empfiehlt sich folgende Einstellung. Man erhält einen straffen Bass und brillante Höhen. Der Sound hat auch ein sehr gutes Durchsetzungsvermögen innerhalb der Band und man hat das Gefühl, dass jemand den Vorhang vor dem Lautsprecher aufgezogen hat.

Audio Samples
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Clean Chords
Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
6 7,5 10 8

Bei verzerrten Sounds sollte der Xciter in den Einschleifweg des Amps geschaltet werden. Jetzt hebe ich den Bassbereich nur wenig an und mit dem Hi-Tune-Regler werden die oberen Mitten angewählt und weit angehoben. Bei angezerrten Sounds kann man hiermit noch etwas mehr Brillanz in der Verzerrung erhalten. Man sollte den Hi-Blend-Regler aber nicht allzu weit aufdrehen, denn der Sound wird sonst zu bissig.

Audio Samples
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Crunch
Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
7 3 4 7

Die Pegelanpassung des Gerätes im Einschleifweg des Amps funktioniert bestens, bei Hi-Gain-Sounds waren die Ergebnisse allerdings nicht so gut. Der Xciter erzeugte ein hochfrequentes Nebengeräusch bei Hi-Blend ab 7. Dadurch waren extreme Einstellungen nicht möglich. Komischerweise hat der Effektsound einen niedrigeren Pegel als der trockene Klang ohne das Pedal. Das war bei den anderen Beispielen nicht so. Ich habe am Amp lediglich den Gainregler weiter aufgedreht und selbstverständlich den Volume-Regler im Kanal zurückgenommen, damit das Signal, das im Einschleifweg ankommt, nicht zu heftig ist. Hier aber beginnt der Xciter extrem in die Knie zu gehen und der Klang komprimiert sehr stark.

Audio Samples
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Hi-Gain
Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
6 5 7 6

Für Akkordspiel, egal ob Picking oder Strumming, empfiehlt sich folgende Einstellung. Man erhält einen straffen Bass und brillante Höhen. Der Sound hat auch ein sehr gutes Durchsetzungsvermögen innerhalb der Band und man hat das Gefühl, dass jemand den Vorhang vor dem Lautsprecher aufgezogen hat.

Audio Samples
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Crisp

Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
7 5 8 6

Der Sound klingt natürlich noch mehr nach HiFi, aber diese Einstellung des Xciters ist nicht unbedingt mein Fall. Hat aber nichts mit dem Pedal zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass Akustikgitarren mit Pickup immer schon sehr crisp klingen und eigentlich ein paar Mitten vertragen könnten. Gesagt getan, beim nächsten Beispiel gehen wir mit dem Hi-Tune-Regler in den oberen Mittenbereich und schon klingt der Tonabnehmer Sound fetter und auch wesentlich durchsetzungsfähiger im Kontext mit anderen Instrumenten.

Audio Samples
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Mid-Boost
Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
3,5 8 2 6

Für das nächste Beispiel habe ich eine Godin-Gitarre mit Nylonsaiten benutzt. Hier wurde der Hi-Tune-Regler auf eine hohe Frequenz eingestellt und Höhen und Bässe gleichermaßen angehoben. Der Klang wird zwar recht scharf, ist aber für Fingerpicking gut geeignet. Man erhält einen straffen Bass und brillante Höhen. Der Sound hat auch ein sehr gutes Durchsetzungsvermögen innerhalb der Band und man hat das Gefühl, dass jemand den Vorhang vor dem Lautsprecher aufgezogen hat.

Audio Samples
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Nylon
Lo Tune Lo Blend Hi Tune Hi Blend
4 8 7 8

PUNCH FACTORY
Bei zwei Reglern kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen. Mit Drive wird die Kompression eingestellt, je höher, desto stärker werden die lauten Signale gedämpft und die leisen angehoben. Mit Volume wird die Lautstärke dann dem Signal ohne Effekt angepasst. Gut einsetzbar ist das für harte Anschläge bei Funky Rhythmus-Sounds. Die Ghostnotes werden dadurch angehoben der Groove klingt sofort voller. Auffällig hierbei ist die dezente Anhebung der Höhen, der Sound klingt insgesamt etwas spritziger und präsenter, wenn das Pedal eingeschaltet ist.

Audio Samples
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Funk Groove
Drive Volume
4 7

Gute Ergebnisse gibt es auch beim Wechsel von Picking auf Strumming. Meistens ist entweder der Picking Sound zu leise oder dann der Klang beim vollen Anschlag zu laut. Mit dem Kompressor kann man den Pegel gut ausgleichen. Die Punch Factory erzeugt in dieser Disziplin einen knackigen Sound, vor allem kein Pumpen, was manch andere Kompressoren gerne machen – der Ton wird beim Anschlag leise und schwillt dann in der Lautstärke recht schnell an. Das ist hier nicht der Fall, die Punch Factory reagiert sehr schnell und klingt natürlich und fett.

Audio Samples
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Picking Strumming
Drive Volume
4 7

Einen Crunch Sound kann man mit der Punch Factory ordentlich kitzeln.  Es klingt so ein wenig nach simulierter Endstufenkompression in humaner Lautstärke. Die leichte Höhenanhebung harmoniert mit dieser Amp-Einstellung sehr gut, der Ton hat noch Dynamik und schmatzt bei hartem Anschlag.

Audio Samples
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Crunch Punch
Drive Volume
8 7,5

Als Letztes haben wir noch einen Hi-Gain-Sound im Angebot. Hier soll der Kompressor das Sustain ein wenig in die Länge ziehen, die leisen Töne, also auch das Ausklingen des Tons, sollen angehoben und so das Sustain künstlich verlängert werden. Hierfür wird der ´Drive´-Regler wie schon beim vorigen Beispiel weit aufgedreht. Es rauscht zwar in Verbindung mit hohen Gain-Einstellungen am Amp, aber das ist normal und passiert bei jedem anderen Kompressor auch. Der Aphex macht den Ton aber nicht platt. Man kann somit  aus einer Gitarre mit schwächerem Output (z.B. eine Gitarre mit Single Coil Pickups) ein wenig mehr Sustain kitzeln und den Amp noch etwas zum Zerren bringen.

Audio Samples
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Lead Sustain
Drive Volume
8 7
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