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Internationale Chip-Krise: Werden Synthesizer jetzt knapp?

Globale Chip-Krise: Werden auch Synthesizer knapp?
Globale Chip-Krise: Werden auch Synthesizer knapp?

Noch nie waren die Chips so knapp: Die globale Elektronikindustrie leidet derzeit unter extremen Lieferengpässen bei Halbleitern. Bringt die Krise, die schon bei PS5, iPhone 12 und Co. für Ausfälle sorgte, auch die Hersteller von Synthesizern und anderem Musik-Equipment in Schwierigkeiten?

Globale Engpässe bei Halbleitern

Wie u.a. der Guardian berichtet, entwickelt sich die Knappheit bei Computerchips und anderen Halbleitern immer mehr zu einer globalen Krise. Ausgelöst wurden die Lieferschwierigkeiten von der Corona-Pandemie, die den Markt im Frühjahr 2020 zunächst schlagartig zum Erliegen brachte. Befeuert von weltweiten Lockdowns und Homeoffice-Regelungen schoss der Bedarf an Computern, Mobilgeräten und Unterhaltungselektronik jedoch kurz darauf in die Höhe. Auf diese extremen Schwankungen waren die globalen Lieferketten nicht vorbereitet. Engpässe waren und sind die Folge – und nach Meinung von Experten werden sie mindestens noch bis 2022 andauern.

Selbst die Größten der Branche waren gezwungen, ihre Planungen umzustellen. So musste Apple die Veröffentlichung des iPhone 12 um zwei Monate verschieben. Sony kann nach eigener Aussage nicht so viele Exemplare der PlayStation 5 liefern, wie ursprünglich geplant; auch beim Konkurrenten Microsoft gibt es Probleme. Erst letzte Woche gab Samsung bekannt, dass der Erscheinungstermin des neuen Galaxy Note wohl auf 2022 verschoben wird.

Wird Behringer jetzt teuer?

Angesichts dieser Verwerfungen liegt es nahe, dass auch die Hersteller von Audiotechnik und Synthesizern mit den Lieferschwierigkeiten zu kämpfen haben. Denn darin stecken ja nicht nur spezielle Synthesizer-Chips, wie etwa Behringers Tochterfirma CoolAudio sie klont und herstellt, sondern auch jede Menge Standardware „von der Stange“, wie Microcontroller, Speicherchips und AD/DA-Converter.

Wenn selbst Konzerne wie Toyota oder Volkswagen derzeit Schwierigkeiten haben, sich die benötigten Bauteile auf dem Weltmarkt zu besorgen, dann müssen sich die vergleichsweise kleinen Audiofirmen erst Recht hinten anstellen. Hinzu kommt: Wer über die nötige Marktmacht verfügt, der bunkert jetzt alle Chips, die er bekommen kann – die Kleinen haben das Nachsehen. Und dass im Suezkanal derzeit ein 400 m langes Containerschiff quer liegt, wird die Lage nicht verbessern.

Natürlich halten sich die Hersteller mit Aussagen bedeckt, aber die Auswirkungen sind zu spüren. Bei vielen Synthesizern und Eurorack-Modulen beobachten wir derzeit längere Lieferzeiten. Vor Kurzem verwies der Entwickler des Baloran The River in einem Post auf die Lieferschwierigkeiten bei Halbleitern. Und in den Foren fragen sich die Fans, wann Module von Make Noise und anderen Herstellern wieder lieferbar sein werden.

Welche Auswirkungen die Krise noch haben wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Wird Apple seinen Zeitplan für die Umstellung auf die eigenen Apple-Silicon-Chips halten können? Wird es einen Engpass bei Audio-Interfaces geben? Und wird Behringer jetzt teuer? Darüber können wir derzeit nur spekulieren.

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von Gearnews

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