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Harley Benton Mini Looper Test

Praxis

Um einen möglichst unverfälschten Eindruck der Soundqualität des Pedals zu bekommen, schicke ich das Ausgangssignal des Loopers an meine Lehle Sunday Driver DI-Box. Von dort aus geht es zum Motu-Audiointerface, wo es abschließend digital gewandelt wird. Schlüssigerweise muss auch bei diesem Mini Looper das Volume-Poti voll aufgedreht sein, um die Aufnahme auf dem zuvor gespielten Lautstärkeniveau abzuspielen. Für den ersten Check spiele ich eine Phrase und nehme diese auf dem Looper auf, anschließend spiele ich sie ab. Das Volume Poti ist dabei voll aufgedreht.

Audio Samples
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Record/Play – Volume: Full
Harley_Benton_Mini_Looper_025FIN

Ich kann zwischen beiden Signalen keinen Unterschied feststellen. Sehr gut! Das Signal habe ich übrigens nach der Aufnahme pegelmäßig angepasst.
Ich drehe nun das Volume-Poti auf 12 Uhr und anschließend auf 9 Uhr und zeichne die abgespielte Aufnahme erneut in meiner DAW auf. Anschließend werden die Files wieder auf den gleichen Pegel gebracht.

Audio Samples
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Play – Volume: 12 Uhr

Wie man hören kann, sorgt das Pedal auch bei geringeren Ausgabelautstärken weiterhin für ein gut aufgelöstes Signal.
Da es nur über einen Fußschalter betätigt wird, bringt es baubedingt den Umstand mit sich, dass ein lautloses Löschen nur bei heruntergeregeltem Volume-Poti möglich ist. Andernfalls hört man noch den Anfang der zuvor getätigten Aufnahme.
Nun wollen wir uns die Overdub-Funktion genauer zu Gemüte führen. Hier tauchen in den ersten Tests regelmäßig nach mehreren Overdubs unschöne Verzerrungen im Signalbild auf. Bei genauerer Untersuchung erscheint dieses Problem aber nur bei Instrumenten mit etwas mehr Output, wie z.B. bei meiner Yamaha Pacifica 611, die ich für den Test nutze. Der Looper nimmt übrigens – etwas ungewöhnlich – in 24Bit/48Khz auf, womit dem Anwender in der Weiterverarbeitung seiner Aufnahme eher nicht geholfen ist.
Der Looper macht soundtechnisch eine gute Figur, wie das abschließende Audiobeispiel mit mehreren Overdubs demonstriert.

Audio Samples
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Play – 3 Overdubs
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Profilbild von ChildrenoftheReaper

ChildrenoftheReaper sagt:

#1 - 06.11.2016 um 06:49 Uhr

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Da hat Harley Benton auch mal wieder an die Anfänger gedacht. Um sein Timing zu verbessern sollte sich jeder Anfänger dieses Teil kaufen, denn hier muss er nicht gleich hunderte von Euros investieren. Und nicht nur das, auch Profis oder Semiprofis können den so wie ich, ohne weiteres auch für zu hause oder im Studio etc. nutzen um Solis etc. auszuprobieren, ohne viel Geld zu investieren oder Funktionen zu bezahlen, die man eigentlich nicht benötigt. Für Liveauftritte, ist der bestimmt auch nicht gedacht, da gibt es andere die extra dafür konzipiert sind. Also zu ÜBEN oder ausprobieren von Solis, Songideen etc. uneingeschränkt zu empfehlen.

Profilbild von nk

nk sagt:

#2 - 06.07.2018 um 14:40 Uhr

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Ich verstehe den Hinweis zum "ungewöhnlichen Aufnahmeformat" nicht. Was wäre denn ein gewöhnliches und wo sollte 24 Bit wav Audio Probleme bereiten?

    Profilbild von Michael Behm (bonedo)

    Michael Behm (bonedo) sagt:

    #2.1 - 10.07.2018 um 10:35 Uhr

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    Hallo „nk“,zur Weiterverarbeitung am Rechner wäre, meiner Meinung nach, die im Audiobereich typische Abtastrate von 44.1 kHz unkomplizierter zu handhaben.
    An 24 Bit gibt es ansonsten gar nichts auszusetzen. :-)Wie ich aber gerade gesehen habe, hat die aktuelle Version dieses Pedals keinen USB Out mehr, womit die Rechneranbindung sowieso wegfällt.Beste Grüße
    Michael Behm

    +3
Profilbild von Karl Ender

Karl Ender sagt:

#3 - 30.03.2019 um 21:31 Uhr

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und daß der aufgenommene loop erhalten bleibt wenn das gerät abgesteckt wird ist nicht erwähnenswert? finde ich besonders interessant!!

Kommentare vorhanden
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