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Harley Benton British TrueTone Test

Unter dem Namen Harley Benton bietet das Musikhaus Thomann seit über 15 Jahren eine stetig wachsende Serie von Produkten an, die inzwischen weit mehr als 600 Posten beinhaltet, von der Saite über die E-Violine bis hin zum imposanten Gitarrenverstärker-Stack. Natürlich darf darunter auch eine bemerkenswerte Auswahl an Effektpedalen nicht fehlen, und einige aus dieser Truppe konnten in der Vergangenheit trotz ihres mehr als günstigen Preises die etablierte Verwandschaft ganz schön aufmischen.

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Unter diesem Aspekt haben wir uns auch den heutigen Kandidaten ins bonedo Testlabor eingeladen, zumal einige seiner Geschwister aus der True Tone Serie in vorangegangenen Tests bereits für positive Überraschungen sorgen konnten. Das Harley Benton British True Tone Pedal steht, wie der Name suggerieren soll, für den typischen Sound der legendären britischen Amps und wir wollen wissen, wie es sich in dieser Disziplin schlägt.

Details

Die Elektronik des British Overdrive aus dem Hause Harley Benton ist in einem mittelgroßen Hammondgehäuse untergebracht. Obwohl die elektronischen Bauteile sicher auch in ein kleineres gepasst hätten, macht es mit sechs Potis und einem Fußschalter durchaus Sinn, das Handling nicht durch kleinere Abmessungen zu erschweren. Apropos Regler: Wenn man mit einem Pedal unterwegs ist, verstellen sich auch schwergängige Regler gerne einmal. Wer sich das mühsame Suchen nach dem optimalen Sound vom letzten Gig ersparen möchte, fotografiert vor dem Einpacken sein Setting einfach mit dem Handy!

Aber zurück zu unserem Overdrive. Die Potis sind in zwei parallelen Dreierreihen angeordnet und bieten einen guten Überblick über die jeweilige Einstellung. Im oberern Bereich liegt die Dreibandklangregelung, bestehend aus Low, Mid und High, darunter die Zerrabteilung. Hier steuert Level den Ausgangspegel und Drive den Grad der Verzerrung, der Voiceregler ist für die Zerrstruktur zuständig. Letztes Bedienelement auf der Oberseite ist der Fußschalter und die dazugehörige Satus-LED, die bei aktivem Pedal leuchtet.
Die Anschlüsse finden wir an den Seiten, rechts den Gitarreneingang und eine 9Volt-Netzteilbuchse, links den Ausgang. Das Gerät kann auch mit einer 9Volt-Blockbatterie betrieben werden. Dazu muss man zum Glück nicht die komplette Bodenplatte abschrauben, sondern nur eine abnehmbare Kunststoffabdeckung auf der Unterseite entfernen. So erhält man nebenbei auch einen kleinen Einblick in die Innereien. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen und den Boden einmal komplett abgeschraubt. Hier ist wie gewohnt alles sehr sauber verarbeitet, im Gegensatz zu einigen Boutique-Pedalen, bei denen man den Eindruck haben könnte, dass eine gewisse Schlampigkeit fast schon zum guten Ton gehört. Letztlich geht es aber tatsächlich in erster Linie um den „guten Ton“ des Pedals. Und weil wir auch mit seinem schreiend pink lackierten Äußeren keinen Schönheitspreis gewinnen wollen, wird das Pedal mit verschiedenen Gitarren durchgecheckt, um umherauszufinden, was es kann und wie es klingt.

Kommentieren
Profilbild von Pitchblack

Pitchblack sagt:

#1 - 17.10.2012 um 09:42 Uhr

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Klasse Test zu einem tollen Pedal.
Ich konnte mir nicht vorstellen, das die Thomann-Hausmarke so einen S*ns*mp-Clone zu dem Preis anbieten kann.Das Rauschproblem relativiert sich meiner Meinung nach vor dem Amp.Hier möchte ich auch auf diesen Blogeintrag verweisen, der Videos zu den drei klassischen Marshall-Soundtypen enthält.
http://frequenzwerk.de/test...

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Soulagent79 sagt:

#2 - 18.10.2012 um 02:02 Uhr

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Sehr schönes Review. Ich habe das Pedal seit einigen Wochen und bin sehr zufrieden damit. Habe es an einen cleanen Fender 70w Hybrid Amp angeschlossen, der jetzt ordentlich rockt. Ich benutze meistens nur den Voice Regler und die EQs und drehe nur ganz wenig Zerre mit rein. So bekommt einen 'dirty clean'-Klang Richtung Hendrix hin. Daher sehe ich das Pedal auch nicht nur als Verzerrer an, sondern eher als Amp Modeler. Es ist auch in Ordnung, wenn der British Tone irgendwann anfängt zu rauschen - das macht ein "echter" Marshall Amp nämlich auch!

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ChildrenoftheReaper sagt:

#3 - 10.07.2015 um 22:10 Uhr

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Die Farbe ist Lila und das nicht umsonst. Da kann man an der Farbe sehen wohin die Reise geht, DEEP PURPLE der 70er Jahre. Ich spiele dieses Pedal immer Live wenn wir Deep Purple Songs spielen.

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FLOYD HENDRIX sagt:

#4 - 07.10.2021 um 09:45 Uhr

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Bringt den Sound der britischen Rockbands der 70er / 80er Jahre: Deep Purple, Led Zeppelin, Iron Maiden etc. und NICHT wie viele meinen den Sound des Marshall, dies ist nämlich KEIN Modelling-Pedal.....

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