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Großveranstaltungen bis Oktober verboten – Reeperbahn Festival als Testlauf?

Das Reeperbahn Festival ist das größte Club-Festival Europas. Mit 40.000 Besuchern über vier Tage und gut 90 Locations verteilt, füllt das Festival Deutschlands bekannteste Amüsiermeile traditionell sehr gut aus. Fast sämtliche Clubs und Spielstätten sind belegt, selbst in der Sparkasse finden traditionell Konzerte statt. Nun hat die Bundesregierung vorläufig alle Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten. Die Macher des Reeperbahn Festivals und auch die Stadt Hamburg wollen sich ihre Pläne dennoch nicht durchkreuzen lassen und halten an dem Festival fest. Man wolle es gar als Testlauf nutzen, um Praktiken und Hygiene-Maßnahmen für die kommende Konzertsaison im Herbst zu prüfen und zu verbessern, sagt Kultursenator Carsten Brosda. 

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Ob das gut gehen kann? Wer schon einmal auf dem riesigen Branchentreffen in Hamburg zu Gast war, kennt die eh schon überfüllte Reeperbahn, die in den vier Tagen des Festivals nahezu aus allen nähten platzt. Natürlich hat man dort den Vorteil, die Besucher auf viele kleinere Locations zu verteilen und bespielt lediglich Locations mit maximalen Kapazitäten von 1.600 Besuchern in den zwei größten Clubs Große Freiheit 36 und dem Docks. Dennoch sollte es schwierig werden die Menschenmengen auch abseits der Locations zu bändigen. Auch den internationalen Flair, den das Reeperbahn Festival normalerweise versprüht, wird sich 2020 nicht aufrecht erhalten lassen. Grade für die vielen Clubs an der Reeperbahn, sowie die an das Festival angeschlossenen Konzert-Agenturen, wäre eine Durchführung der diesjährigen Ausgabe aber essentiell wichtig. Nach mittlerweile über drei Monaten ohne Konzerte wünscht man sich schließlich auch als Fan das Live-Feeling zurück. Die Frage ist nur zu welchem Preis…

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von Niklas Wilhelm

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