Die G&L Fullerton Deluxe Comanche stammt aus der in Kalifornien gefertigten Serie des amerikanischen Herstellers, dessen Unternehmen 1979 von Leo Fender und seinem Weggefährten George Fullerton gegründet wurde. Auch die Modelle der letzten Firma der beiden E-Gitarren-Pioniere orientieren sich im Design an den frühen Erfolgen Fenders und damit an den maßgeblichen Wegbereitern des Solidbody-Designs.

- hochwertige Verarbeitung
- sehr gute Werkeinstellung
- tolle Bespielbarkeit
- zusätzliche Schaltungsmöglichkeiten
- geringe Nebengeräusche
- vielseitig einsetzbar
- Stimmstabilität des Tremolos bei stärkerem Einsatz

Die zum Test angetretene Deluxe Version des Comanche Modells spricht unverkennbar die Sprache der Stratocaster, wird aber mit den für G&L typischen brummfreien Z-Coil Pickups ausgeliefert. Umso neugieriger bin ich, wie sich die Gitarre in der Praxis bewährt und inwieweit wir trotzdem noch den typischen Stratsound erwarten können.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDetails
Lieferumfang
Die E-Gitarre kommt in einem hochwertigen Koffer, der neben dem Instrument auch den Arm für das Tremolosystem und ein Zertifikat des Herstellers mit allen wichtigen Daten bereithält.
Bei der ersten Begutachtung macht die Comanche einen absolut hochwertig verarbeiteten Eindruck. Nur die Klebefolie auf dem Schlagbrett erweist sich beim Lösen als sehr hartnäckig. Das muss nicht sein!
Korpus und Elektronik
Nicht untypisch für höherpreisige Stratmodelle fiel auch hier die Wahl beim Korpusholz auf Sumpfesche. Unser Testmodell kommt in der Farbgebung Old School Tobacco Sunburst und ist außerdem in der Lackierung Vintage Natural erhältlich. Auch nach seiner Fender-Zeit feilte Leo Fender weiterhin an den Tremolosystemen. Das hier verwendete G&L Dual-Fulcrum Vibrato mit geschmiedeten Messing-Saitenreitern geht dabei ebenfalls auf ihn zurück.
Absolut auffällig und stark abweichend vom traditionellen Strat-Design sind zweifelsohne die Pickups der Gitarre. Wie anfangs erwähnt, haben wir es hier mit brummfreien Z-Coil Pickups zu tun, deren Magnete für die drei Basssaiten und die drei Diskantsaiten versetzt angeordnet sind. Das daraus resultierende Design wirkt in meinen Augen im ersten Augenblick zwar etwas eigenwillig, hat aber gleichzeitig auch einen absoluten Wiedererkennungseffekt.
Ebenfalls abweichend vom traditionellen Pickupsystem einer Strat ist der Mini-Schalter, mit dem sich Hals- und Steg-Pickup gemeinsam aktivieren lassen. Daraus resultierend können in den Zwischenpositionen auch alle drei Pickups gleichzeitig betrieben werden, womit dieser Strat statt fünf sogar sieben verschiedene Sounds zur Verfügung stehen. Den Z-Coil Pickups wird ansonsten ein moderner Stratsound nachgesagt, bei dem mithilfe des sogenannten PTB-Systems die Möglichkeit besteht, mit beiden Tone-Potis die Frequenzbereiche für Bässe und Höhen separat zu steuern. Mehr dazu gleich im Praxisteil.
Hals
Beim Hals mit seinem G&L Modern Classic 9 1/2 Zoll Profil ist die Wahl einschließlich Griffbrett ganz klassisch auf Ahorn gefallen, das mit einem Gloss Vintage Tint Finish versehen wurde. Die 22 Medium Jumbo Jescar 57110 Bünde mit einem Nickelsilber-Anteil von 18 % wurden tadellos eingesetzt. Die Mensur dieser Strat beträgt ganz klassisch 648 mm. Der Sattel wird aus Knochen gefertigt. Für die Stimmmechaniken kommen hauseigene Fabrikate mit einem Verhältnis von 12:1 zum Einsatz.























DerK sagt:
#1 - 13.02.2026 um 09:52 Uhr
Ich hab mir Comanche Tribute geleistet, das sind die gleichen Pickups wie im großen Bruder, aber Rest aus Indonesien. Die Preis-Leistung der Gitarre ist enorm und auch die Vielseitigkeit. Zunächst mal hat sie den Klang eines Single Coils, aber halt brummfrei. Ich hab verschiedene Fenders im Laden gespielt und gefühlt kriegen die das nicht hin. (Noiseless, ja, Sound, nein.) Die G&L hat hingegen soviele Höhen mit bei, ich hab gleich mal Flatwound-Saiten drauf gemacht, um da ein bißchen gegenzusteuern. Außerdem ist das die einzige Gitarre, bei der ich die die Ton-Pots verwende. Die Gitarre hat ein relativ dickes Low End für eine Strat-artige Gitarre, und mit dem einen Knopf kann man das schön anpassen. Sie hat auch wahnsinnig viele Höhen, das kann man mit dem anderen Knopf anpassen. Mit der einen oder anderen Anpassung kommt für jeden Einsatz eine brauchbare Einstellung heraus - und die Potis haben einen guten, nutzbaren Bereich. Im Vergleich zu meinen Ibanez hat sie, ich denke mal, ein anderes Mittenprofil, ist mehr "echte Strat" und Leo-typisch höher im Ton. Ich find sie super.