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G&L Tribute Legacy Test

Mit der G&L Tribute Legacy stellt sich ein Instrument vor, das laut Hersteller die aktuellen Verbesserungen der S-500 und der Comanche mit klassischen Alnico V Pickups kombiniert und sich damit nahtlos in die Tradition der beiden Firmengründer Leo Fender und George Fullerton und einreiht. Der Name G&L besteht bekanntlich aus den Kürzeln der beiden Vornamen der Firmengründer George Fullerton und Leo Fender, die 1979 ihre neue Firma aus der Taufe hoben. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Instrumente in jeder Hinsicht untrennbar und auch offensichtlich mit dem Namen Fender verbunden sind und sich an den legendären Formen orientieren, mit denen er Geschichte geschrieben hat. Das gilt auch für unsere aktuelle Kandidatin, die zweifellos einer Stratocaster nachempfunden ist.

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Super Kombi: Klasse Sounds, gute Bespielbarkeit und eine sehr gute Verarbeitung – zum entspannten Preis!


Wir wollen wissen, wie sich die recht preiswert G&L Tribute Legacy im bonedo-Test schlägt, und ob sich ihre diversen Features ebenfalls positiv auswirken.

Details

Die Gitarre wird im Karton geliefert, begleitet von einem Tremolohebel und einem Plastiktütchen mit einer ganzen Horde von lnbusschlüsseln in den unterschiedlichsten Größen. Der schwarz lackierte Korpus besteht aus Linde, ein eher untypisches Holz für Fender-Style-Gitarren, aber durchaus interessant. Wer glaubt, Linde wird ausschließlich für preisgünstige Instrumente verwendet, der irrt, denn namenhafte Hersteller wie Ibanez, Tom Anderson und viele andere schätzen das Potenzial dieses Tonholzes und verwenden es zum Bau von Korpussen auch hochpreisiger Gitarren. Linde oder Basswood, wie es im englischsprachigen Raum genannt wird, kommt in dieser Serie nur bei einfarbig lackierten Instrumenten zum Einsatz; sunburst oder klar lackierte Instrumente besitzen einen Body aus Sumpfesche.

Fotostrecke: 4 Bilder Der Korpus unseres Testinstruments besteht aus Linde
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Auf dem Korpus mit den gewohnten Ausfräsungen für eine bessere Ergonomie sind drei hauseigene Singlecoils mit weißen Kappen auf einem braunen Tortoise-Schlagbrett verbaut. Die Tonwandler nennen sich AlNiCo V Single Coils und werden mit einem Volume-, einem Tone- und einem PTB-Tonesystem-Poti geregelt. Letzteres agiert wie ein Hochpass-Filter und dünnt das Frequenzbild bis ca. 600Hz aus, wohingegen das Tone-Poti in der Mitte ganz klassisch die Höhen ausblendet. Angewählt werden die Pickups über einen Fünfweg-Schalter, Push-Pull oder ähnliche darüber hinausgehende Schaltungen sind nicht zu finden, wir haben es also mit einer ganz klassischen Strat zu tun.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Gitarre ist mit drei AlNiCo V Single Coils ausgerüstet
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Das Schlagbrett besteht aus zwei Lagen und passt optisch meiner Meinung nach ganz hervorragend zum Gesamtbild des Instrumentes. Indem die untere Lage in Weiß gehalten ist, ergibt sich eine schöne Umrandung.
Das G&L-designte Dual Fulcrum Tremolo setzt sich allein optisch schon vom klassischen Fender-Tremolo ab. Es wird mit zwei Schrauben am Korpus befestigt und schwebend eingestellt. Der Tremoloarm ist gesteckt und nicht geschraubt, muss aber mit einem Inbus-Schlüssel arretiert und so gleichzeitig in seiner Gängigkeit eingestellt werden. Eine etwas unglückliche Lösung, wie ich finde, denn wer hat schon die Muße, vor und nach jedem Gig oder Probe mit einem Schlüssel eine kleine Minischraube auf- und zuzudrehen? Und Inbusschlüssel sind nebenbei ja auch bekannt für ihre Mimikry-Fähigkeiten …
Zum Befestigen eines Gurtes stehen zwei Gurtpins bereit, die beide mit einem dicken weißen Filz unterlegt wurden. Sehr gut, da freut sich der Lack. Auf der Rückseite gibt es nichts Neues zu sehen, lediglich eine Ausfräsung für das Tremolo ist hier zu finden, die mit einer weißen Kunststoffplatte verschlossen ist.

Fotostrecke: 6 Bilder Das Dual Fulcrum Tremolo stammt von G&L
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Vier Schrauben halten den Ahornhals bombenfest in der Halstasche. Was die Mensur anbetrifft, kommen hier die zu erwartenden 648 mm zum Einsatz. Die Halsrückseite ist mit Klarlack versehen und besitzt ein Medium-C-Shape, womit wohl die meisten Gitarristen auf Anhieb klarkommen dürften. 22 Medium Jumbo Bünde aus Nickel sind tadellos eingesetzt und auf Hochglanz poliert. Ein Kunststoffsattel mit einer Breite von 41,2 mm führt die Saiten zu den geschlossenen Mechaniken, die mit einer Übertragung von 18:1 ein komfortables und präzises Stimmen garantieren. Die eigenständig designte Kopfplatte bietet auch den unverschlossenen Zugang zum Halsstab, ein passender Schlüssel ist natürlich auch in der oben genannten Plastiktüte zu finden.

Fotostrecke: 6 Bilder Vier Schrauben verbinden den Ahornhals fest mit dem Korpus
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Ich bin wirklich begeistert, was die Verarbeitung der Gitarre anbetrifft, die übrigens aus Indonesien stammt. Dass aus diesem Teil der Welt mittlerweile sehr hochwertig hergestellte Instrumente kommen, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Unsere Testkandidatin jedenfalls kann sich locker mit den meisten, auch wesentlich teureren Gitarre messen, Chapeau! Dazu kommt, dass sie mit frischen Saiten versehen, perfekt eingestellt und gestimmt in den Karton gelegt wurde und auch so bei mir ankam! Mit 3532 Gramm bewegt sie sich gewichtsmäßig im Mittelfeld und lässt sich recht komfortabel am Gurt auch über längere Zeit spielen, ohne dass man Haltungsschäden befürchten müsste.

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