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Gitane DG-300 JJ Test

„Django-Gitarren“ sind nun auch schon im Reich der Mitte angekommen. Die Firma GITANE macht seit geraumer Zeit mit hochwertigen „Django-Gitarren“ von sich reden, die sich allesamt am Maccaferri-Selmer Entwurf orientieren, ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis aufweisen und in China gefertigt werden. Auch das Schlachtschiff DG-300 kommt im typischen Maccaferri-Selmer Style der 30er Jahre daher.

Der Gitarrist und Schauspieler John Jorgenson – der in zwei Filmen Django Reinhardt dargestellt hat und selbst ein hervorragender Jazzmusiker ist – hat zusammen mit GITANE die DG-300 (weiter-) entwickelt. Mit diversen „ästhetischen Eingriffen“ wie Schildpatt-Style-Binding und ovalen Griffbretteinlagen drückte er ihr seinen persönlichen Stempel auf, sodass sie als echtes Signature Model verstanden werden will. Weil Gypsy-Jazz immer populärer wird, haben wir stellvertretend aus der „Django“ Serie die GITANE DG-300, die bereits im höheren Preissegment angesiedelt ist, auf Herz und Nieren getestet.
 
Die Geschichte
Im Auftrag der französischen Selmer-Company entwickelte der Italiener Mario Maccaferri (1900–1993) um 1930 eine neuartige Akustikgitarre mit einem ungewöhnlich mittigen Klang, den man heute mit dem typischen Sound von Django Reinhardt in Verbindung bringt. Luthier Mario Maccaferri war eigentlich ein klassisch geprägter Gitarrenkonstrukteur, die Konstruktion seiner Jazzgitarre weist daher auch zahlreiche konservative Reminiszenzen auf.  Die Liaison mit Selmer dauerte im Übrigen nur wenige Jahre, denn schon 1933 setzte er sich in die USA ab.

Eigentlich war es gar nicht seine Absicht, dem Gypsy Jazz, der in den 30er Jahren noch ein Schattendasein führte, zu einem eigenständigen Sound zu verhelfen. Denn Maccaferri war keinesfalls Jazz-Liebhaber, aber offensichtlich clever genug zu erkennen, worauf es in dieser Musik ankam: auf einen gestochen scharfen Ton mit schneller Ansprache und Durchsetzungskraft. Seinen Auftrag konnte er deshalb auch zur Zufriedenheit der Selmer-Company vollenden. Die von ihm entwickelte Steel-String mit dem neuartigen Design wurde zunächst nur in geringer Stückzahl hergestellt, und eine davon gelangte schließlich in die Hände des Gitarristen Django Reinhardt. Dieser begründete mit seiner herausragenden Spieltechnik und seiner Musikalität einen eigenen europäischen Gypsy-Jazzstil und machte damit gleichzeitig auch die Maccaferri-Selmer Gitarre berühmt. Maccaferri hatte mit seinen originellen Entwürfen eine gelungene Synthese aus konservativer, an das klassische Vorbild von Torres angelehnter Bauweise und modernen Stahlsaiten-Konstruktionen geschaffen, wie sie in den 20er Jahren durch die Modelle von Martin repräsentiert wurden.

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Wayne sagt:

#1 - 11.07.2012 um 18:22 Uhr

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Wäre ja alles schön und gut wenn der Gitarrist bei den Hörbeispielen auch Gypsy Like spielen würde.
Dieser Rhythmus ist nämlich kein La Pompe und die Melodielinie nicht mit Reststroke gespielt.
Die Gitarre hört sich richtig gespielt wesentlich besser an.

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