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Fender Acoustic Junior Go Test

Praxis

Der Acoustic Junior Go punktet im Praxistest äußerlich auf Anhieb durch sein edles Design und die tadellose Verarbeitung. Alle Potis laufen weich und ohne Wackler und das Bedienfeld-Layout ist schlüssig und intuitiv bedienbar. Der Kunstledergriff liegt äußerst bequem in der Hand und man kann sich gut vorstellen, den kleinen leichten Würfel spontan mit aufs Fahrrad, in die Bahn oder ins Auto zu nehmen. Eine passende Schutzhülle wäre hier für einen Verstärker namens “Go” allerdings Pflicht gewesen.
Ein großer Pluspunkt gegenüber anderen akkubetriebenen Verstärkern ist der universelle Netzanschluss mit einem handelsüblichen Kaltgerätestecker. Einmal mit einer Stromquelle verbunden beginnt der Ladevorgang und wird über eine LED auf der Oberseite angezeigt. Da das Laden selbst bei abgeschaltetem Amp nicht unterbrochen wird, empfiehlt sich hier für den Dauerbetrieb eine schaltbare Steckdose.
Getestet wird der Acoustic Junior Go mit Dreadnought– (Piezo-Pickup), Konzert– (Piezo-Pickup)- und Resonatorgitarre (Magnet-Pickup). Die Abnahme erfolgt (bis auf den DI-Vergleich) mit einem Oktava MK 012-01 BK Kleinmembran-Kondensatormikrofon etwa 3 cm mittig vor dem Speaker.
Für ein erstes Klangbeispiel hören wir ein Picking-Muster auf der Dreadnought-Gitarre mit ein wenig Delay und Hall. Der Acoustic Junior überzeugt mit einem ausgeprägten Bassfundament, klaren Höhen und einer hohen Ausgangsleistung. Eine leichte Überbetonung der Hochmitten zwischen 1,5 und 2 kHz ist zu vernehmen, was aber durchaus typisch für die Gehäusegröße und einen uneingespielten Lautsprecher ist.

Soundcheck (Dreadnought Gitarre)

Audio Samples
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Soundcheck (Dreadnought Gitarre)
LowMidHighFX SelectFX Level
10:0014:0014:00DLY + REV13:00

Als Nächstes hören wir drei exemplarische EQ-Settings, um die Wirkungsweise der Klangregelung genauer zu beleuchten. Die Frequenzen sind absolut praxisgerecht gewählt, um die beiden Kanäle an verschiedene Klangquellen anzupassen.

EQ-Check (Dreadnought Gitarre)

Audio Samples
0:00
Flat
LowMidHighFX SelectFX Level
12:0012:0012:00
Audio Samples
0:00
Mid-Boost
LowMidHighFX SelectFX Level
10:0014:0010:00
Audio Samples
0:00
Mid-Cut
LowMidHighFX SelectFX Level
14:0010:0014:00
Der Fender Acoustic Junior Go überzeugt mit einer guten Klangqualität und einer brauchbaren Effektsektion.
Der Fender Acoustic Junior Go überzeugt mit einer guten Klangqualität und einer brauchbaren Effektsektion.

Die Effektsektion umfasst eine Auswahl der gängigsten Effekte für Gesang und Gitarre inklusive zweier Effektkombinationen. Wir hören alle Setting nacheinander mit verschiedenen Gitarren, Low auf 11 Uhr, Mid auf 13 und High auf 13 Uhr. Das FX-Level variiert dabei immer zwischen der 14-Uhr-Stellung und dem Maximum (genauer im Video zu sehen), um die Effekte ausreichend zur Geltung kommen zu lassen.

FX-Check

Audio Samples
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Room (Dreadnought) Hall (Dreadnought) Echo (Konzertgitarre) Delay (Konzertgitarre) Chorus (Konzertgitarre) Vibratone (Resonatorgitarre) DLY + CHO (Resonatorgitarre) DLY + REV (Resonatorgitarre)

Alle Effekte klingen absolut brauchbar und inspirierend. Ein echtes Highlight ist die Hommage an Fenders Vibratone Leslie Speaker aus den 60er Jahren. Noch mehr Spaß hätte der Effekt allerdings in Kombination mit dem Hall gemacht. Weniger praxistauglich klingt das Echo mit nur einer Wiederholung und das etwas “klein” wirkende Room-Setting.
Im folgenden Beispiel hören wir eine kleine Demonstration des eingebauten Loopers. Er funktioniert einwandfrei und ist mit seinen drei separaten Schaltern für Aufnahme/Overdub, Play/Stop und Undo komfortabel zu bedienen. Per Hand kommt man hier allerdings schnell an die Grenzen des Möglichen, was die Investition in den optionalen Fußschalter quasi unabdingbar macht.

Audio Samples
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Loop-Track (Konzertgitarre)
LowMidHighFX SelectFX Level
11:0013:0013:00Hall15:00

Zum Abschluss wollen wir noch das mit dem Mikrofon abgenommene Signal mit dem Line-Out und dem USB Recording-Ausgang vergleichen. Wir hören dasselbe Picking-Muster nacheinander in allen drei Varianten mit der kompletten EQ-Sektion in 12-Uhr-Stellung und ein wenig Hall. Das Output-Level der beide Direkt-Ausgänge ist dabei abhängig von der Lautstärke des Kanals. Wer lautlos aufnehmen möchte, der muss sich mit einem Kabel in der Phones-Buchse auf der Rückseite behelfen.

Audio Samples
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Mikrofon (Dreadnought) Line Out (Dreadnought) USB Out (Dreadnought)
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