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Eventide H9 Max Test

Fazit

Eventide bietet mit dem H9 Max vor allem der Gitarrenzunft erstmals mehrere seiner derzeitig erhältlichen Effekte in einer Stompbox an. Das Gerät macht äußerlich einen wertigen Eindruck, Aufbau und Anordnung der Bedienelemente wirken durchdacht und ergeben absolut Sinn. Ob allerdings das feingliedrige Drehrad in der Mitte des Bodentreters, dem rauen Pedalboard-Alltag standhalten wird, muss sich noch zeigen. Seine Sounds sind, wie von Eventide gewohnt, erstklassig, decken eine große Bandbreite ab und bieten dem Anwender viele kreative Möglichkeiten. Als weiteres Feature lassen sich die vielen Presets komfortabel über die H9 Control Software per Smartphone, Tablet oder Rechner editieren. Wer also beispielsweise noch kurz vor dem Gig einige Einstellungen ändern möchte, kann dies problemlos mit seinem iPhone erledigen, sollte danach aber bei der derzeitigen Massenpräsenz von Smartphones auf Konzerten lieber seine Bluetooth Verbindung am H9 deaktivieren … Der Preis von fast 800 Euro erscheint bei den zahlreichen Möglichkeiten, die dieses Pedal bietet, angemessen. Anspielen!

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • Soundqualität und Soundvielfalt
  • Bedienkonzept und Editiermöglichkeiten (H9 Control Software)
  • kreative Möglichkeiten durch Hotknob-Feature
  • Looper
Contra
  • Endlosdrehregler wirkt anfällig für den Live-Alltag
  • App derzeitig nur für Tablets und Smartphones erhältlich, die unter iOS laufen
Artikelbild
Eventide H9 Max Test
Für 699,00€ bei
Super Bedienkonzept, tolle Sounds: das H9 weiß zu überzeugen
Super Bedienkonzept, tolle Sounds: das H9 weiß zu überzeugen
Technische Spezifikationen
  • Mit 45 Algorithmen und über 500 Presets von Timefactor, ModFactor, Pitchfactor und Space plus alle gegenwärtigen und zukünftigen H9-exklusiven Effekte
  • Einknopf-Bedienung
  • Bluetooth Anbindung zum Editieren, Erstellen und Verwalten der Presets iPod, iPhone und iPad
  • -kostenlose iOS-App
  • USB-Anschluss für Mac- oder PC
  • eingebauter Tuner
  • Stereo Ein- und Ausgänge
  • MIDI in/out
  • Anschluss für Expressionpedal
  • inkl. Netzteil
  • Preis 950,00 Euro UVP
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von Michael Behm

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Mcgill sagt:

#1 - 15.03.2015 um 01:56 Uhr

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Tja - ich hatte das teil ein paar Tage im Haus, dann musste es zurück. Das Ding klingt für mich einfach zu 'digital', mir fehlt es an Wärme. Preis Leistung Verhältnis seh ich auch nicht als 'angemessen' - ist mir unklar für wen diese Pedal gedacht ist.

Profilbild von GuitarHearts

GuitarHearts sagt:

#2 - 15.03.2015 um 14:16 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Wahnsinn, 800 Eulen für ein Multieffekt das nur über IOS läuft.... ist das nicht etwas überzogen?
@McGill welches Multipedal klingt denn nicht digital? Würde ich wirklich gerne wissen. Bis jetzt habe ich noch keins gefunden was mich so richtig aus den Socken hämmert...

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OscSync sagt:

#3 - 16.03.2015 um 11:22 Uhr

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Bei diesem Preis sollte m.E. auch auf die Herkunft aus Fernost hingewiesen werden. Die Firma Strymon, Konkurrent und Anbieter vergleichbar positionierter hochwertiger Effektgeräte, fertigt immerhin alle Pedale in USA.

Profilbild von Michael Behm (bonedo)

Michael Behm (bonedo) sagt:

#4 - 16.03.2015 um 16:09 Uhr

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Danke für Eure Kommentare.
Zur Preisdiskussion:
Eventide ist mit seinen Geräten schon immer in den höheren Preisregionen zu finden - nicht zuletzt auf Grund seiner entscheidenden Rolle in der Entwicklung von Effekten sowie der gelieferten Qualität.
Zieht man zum Vergleich ein Gerät wie z.B. Eventides Pitchfactor heran, das um die 500 € kostet, fällt auf, dass man mit dem H9 Max, im Hinblick auf das Preisniveau der Firma, eine ganze Menge geboten bekommt.
Natürlich ist das, ohne Frage, trotzdem viel Geld für eine Stompbox.
Dafür bekommt der Käufer aber auch die Eventide Historie in einem Effektpedal geliefert, dass sich, wie schon im Bericht erwähnt, sehr gut bedienen bzw. über die Control Software steuern lässt und für Effekttüftler eine Menge kreativer Möglichkeiten offenbart. Deshalb ist der Preis meiner Ansicht nach gerechtfertigt. Im Endeffekt muss aber natürlich jeder für sich entscheiden, ob es ihm das Wert ist.

Profilbild von Mcgill

Mcgill sagt:

#5 - 17.03.2015 um 08:27 Uhr

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@GuitarHearts - das H9 ist ja eigentlich nicht so richtig ein Multieffekt. Klar bietet es viele Möglichkeiten an - das bringt aber jede Menge Bummelarbeit mit sich obwohl es doch ein 'Pedal' sein soll, also ein Bodentreter. Bzgl. Multieffekt: ich hab dieses alte Boss SE-70 teil, ein halb breites 19" Teil vom Jahre Schnee das ich im ende lieber habe wie das H9. Engerer Frequenzgang sicher und auch ein bisschen mehr Hiss im Hintergrund und doch sehr sehr brauchbar. Aber das ist kein Pedal wirklich. Ich hatte es eine Zeit lang mit für live Auftritte aber irgendwann war's mir dann ein Kabel zuviel. Zur Zeit verwende ich TC Pedale, ein Delay und einen Hall, die mit den TonePrints. Ich habe mich lange mit denen gespielt, meine Lieblings settings eingespeichert und bin wahrlich zufrieden. Irgendwie klingt für mich weniger 'digital', viel mehr organisch. Ganz abgesehen davon dass für Live Auftritte alles Subtile sowieso baden geht. Kein Mensch ist in der Lage all diese Feinheiten zu hören die da angeblich aus diesen 800 Euro Wunderteilen herauskommen sollen. Dieses H9 ist viel zu teuer. Selbst In den USA - wo ich mich seit einiger Zeit befinde - kostet das Ding $499.00. Besser als 800 Euronen, trotzdem zu viel ;)

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Markus sagt:

#6 - 17.03.2015 um 18:58 Uhr

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Für mich ist das H9 das absolute Effekt-Highlight der letzten Jahre. Selbst in der MAX-Ausbaustufe halte ich es immer noch für preiswert, da die Effektqualität unglaublich gut ist und Software und Bedienung zu Ende gedacht sind. Wer nicht so viel Geld ausgeben will, kann sich die Standardversion zulegen und Effektalgorithmen nach Bedarf dazukaufen. Das ist ein fairer Deal. Übrigens nennt Eventide das Ding 'Harmonizer-Effects Processor', nicht Multieffekt.
Für Leute ohne iOS gibt es den Editor, der auch wunderbar funktioniert.
Ich nutze das H9 nicht nur für Gitarre, sondern habe es als externen Effekt in Cubase eingebunden. Die Effekte sind teilweise sehr phantasievoll programmiert, es gibt aber auch Brot- und Buttersounds, die in allen Varianten von "glasklar digital" bis "kaputt analog" vorhanden sind. Ich bin jedenfalls nicht in der Lage, mein altes Bandecho von einem entsprechend programmierten H9 im Blindvergleich zu unterscheiden.
In Zeiten, wo "Boutique"-Pedale boomen sind 250,- Euro für ein simples Verzerrerpedal schnell fällig. Da bietet das H9 eindeutig mehr fürs Geld.

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