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Electro-Harmonix Deluxe Memory Man Test

AUFBAU UND KONZEPT
Wie viele seiner Kollegen befindet sich auch dieses kombinierte Chorus/Echo-Gerät der legendären Effektschmiede aus New York in einem stabilen Faltblechgehäuse. Für einen Fußtreter ist der Deluxe Memory recht groß geraten, bietet dafür aber ein sehr übersichtliches Bedienfeld. Als der Deluxe Memory Man auf den Markt kam, standen wartungsfreie Echogeräte oder gar Digitaldelays noch nicht auf der Speisekarte der Musikwelt. Aber wie man weiß, hatte Mike Matthews schon immer ein goldenes Lötkolbenhändchen für innovative Ideen und Sounds. Selbst in Zeiten digitaler Alleskönner sind die Vorzüge analoger Geräte immer noch nicht vollständig reproduzierbar und deshalb arbeitet das Gerät mit einer völlig veralteten Technik, der sogenannten Eimerkettenspeicherung.

Auf der Stirnseite finden sich die obligatorischen Anschlüsse des Gerätes. Die zusätzliche Direct-Out-Buchse erlaubt das Generieren eines Pseudo-Stereosounds, der allerdings beim Einsatz des Gerätes als Tretmine vor dem Gitarrenamp eher seltener gefragt ist. Die Stromversorgung erfolgt über ein 18-V-Netzteil, Batteriebetrieb ist leider nicht möglich. Der Power On/Off-Schalter stammt aus der Zeit, als der Deluxe Memory Man noch mit integriertem Netzteil gebaut wurde – eine Ausstattungsvariante, die mir persönlich besser gefallen hätte. So heißt es, dass ich ein weiteres Netzteil zu meiner ausufernden Sammlung hinzufügen muss. Auf der Oberseite befinden sich alle Regler des Gerätes. Level ist für den Eingangspegel zuständig und eine LED piepst sich beim Übersteuern ins Auge des Benutzers, wobei das Gerät nicht empfindlich reagiert, kommt man nur hin und wieder einmal in den roten Bereich. Das ist übrigens einer der großen Unterschiede zu digitalen Geräten, die selbst auf kleinste Übersteuerungen mit giftigen Geräuschen antworten. Delay und Feedback sind für die Gestaltung des Echoeffektes zuständig, wobei die maximale Verzögerung bei 550 Millisekunden liegt. Mit Blend lässt sich der Effektanteil beimischen. Der Chorus/Vibratoregler steuert schließlich die Intensität der Modulation, wobei deren Geschwindigkeit nicht veränderbar ist.

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