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12.10.2017

Welche Gage kann ich verlangen?

Musiker-Honorar für Konzerte, Tanzveranstaltungen und Unterricht

Gagenverhandlungen richtig führen

Das Thema Gage steht als zentrales Thema und sehr häufig auch als Problem zwischen uns Musikern auf der einen Seite und Veranstaltern und Auftraggebern auf der anderen. Gagenverhandlungen für musikalische und musikpädagogische Dienstleistungen werden von den beiden Seiten nicht selten aus völlig verschiedenen Perspektiven gesehen, weshalb es auch nicht einfach ist, allgemeingültige Thesen aufzustellen und die richtigen Argumente auszutauschen. Aber warum ist das so?

Zum einen vermischen sich beim Musizieren/Musikunterricht die Gruppe der Amateure mit der der Profis wie in kaum einer anderen Branche. Wobei zur Begrifflichkeit gesagt werden muss, dass als Amateur gilt, wer mit seiner musikalischen Tätigkeit nicht seinen Lebensunterhalt verdienen muss, während das bei einem Berufsmusiker der Fall ist. Wer sich beispielsweise intensiv für die Gehirnchirurgie interessiert, wird trotz Leidenschaft und intensivem Bücherstudium kaum jemals die Gelegenheit haben, sein Wissen in die Praxis umsetzen zu können. Anders bei Musikern, denen es frei steht, jederzeit ihrer Passion zu frönen, ob mit oder ohne Studium und Diplom, und natürlich auch damit Geld zu verdienen, und das ist in einem freien Land auch gut so.

Amateure, die ansonsten einem geregelten Beruf nachgehen, können häufig andere Preise aufrufen, als das ein professioneller Musiker kann, der dieses Einkommen versteuern, oftmals in die Künstlersozialkasse einbezahlen und mit ihm seinen Lebensunterhalt bestreiten muss. Und dass professionelle Musiker ihr Instrument auf einem vollkommen anderen Niveau als Laien spielen, trifft nicht grundsätzlich zu. Der Werdegang eines passionierten Amateurmusikers unterscheidet sich häufig bis zum Ende der Schullaufbahn nur unwesentlich von dem des angehenden Profis, und in dieser Zeit formen sich auch die Qualitäten, die man landläufig unter dem schwammigen Begriff "Talent" subsummiert. Und so sind es lediglich die wenigen Jahre des Musikstudiums und/oder das Mehr an Erfahrung, was den Unterschied zwischen Berufs- und ambitioniertem Hobbymusiker letztlich ausmacht. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich viele hervorragende Amateure kenne und diverse vorzügliche Profis, die nie ein Konservatorium von Innen gesehen haben, aber auf der anderen Seite auch einige studierte Musiker, die mich die Stirn runzeln lassen.

Die Kategorisierung ist demnach denkbar kompliziert, auch wenn Musiker mit einer soliden Ausbildung und Erfahrung im statistischen Mittel sicherlich die höheren Qualifikationen und Fertigkeiten mitbringen.

Die unterrichtende Tätigkeit

Obwohl die unterrichtende Tätigkeit häufig ein wesentlicher Einkommensbestandteil ist, sind gute instrumentale/vokale Fähigkeiten zwar ein notwendiger, aber nicht zwangsläufig auch hinreichender Beleg für die Qualität eines Lehrers. Aus diesem Grund fällt es mir auch schwer, pauschal und explizit zum Besuch öffentlicher Musikschulen zu raten, nur weil dort häufig ein Diplom/Bachelor/Master als Einstellungskriterium verlangt wird, und mich auf der anderen Seite kategorisch gegen private Musiklehrer/Musikschulen auszusprechen. Der Abschluss alleine bzw. das Fehlen desselbigen sagt leider noch lange nichts über die pädagogische Qualität des Lehrers und manchmal auch nicht über die Qualität des Musikers aus.

Doch auch hier treffen wir gleich auf das nächste Problem: Konsumenten oder Schülereltern können den qualitativen Unterschied zwischen den Anbietern häufig nicht beurteilen. Spielt das bei Tanzveranstaltungen noch keine zentrale Rolle, solange die Stimmung passt und die Hütte kocht, so kann gerade beim Anfängerunterricht doch einiges falsch laufen, wenn der Grundstein auf Sand gebaut wird. Verlangt man im öffentlichen Schulunterricht noch ein gewisses Maß an Qualität und möchte nichts dem Zufall überlassen, so wird der Instrumental- bzw. Vokalunterricht als Luxus gesehen, der keinem strengen "Controlling" unterliegt. Den Eltern bleibt oft nichts anderes übrig, als sich darauf zu verlassen, dass die Musikschule schon ordentliches Personal anbieten wird.

Mein Tipp an die Erziehungsberechtigten: Schnupperstunden bzw. offene Unterrichtsstunden besuchen, sich Diplome zeigen lassen und das persönliche Gespräch suchen!

Zum Thema Preispolitik könnte man einwenden, dass der Markt es schon regeln wird, doch die Realität zeigt, dass Berufsmusiker häufig gegen eine nach unten fallende Preisspirale ankämpfen und sich einer Konkurrenz aus Laienmusikern ausgesetzt sehen, die das Einfordern realistischer Stundenlöhne stark erschwert. Nicht selten sieht man Anzeigen wie: "Biete Gitarrenunterricht für 15 Euro die Stunde!" Dass man als Berufsmusiker nicht für einen solchen Stundensatz arbeiten kann, versteht sich von selbst und dass Eltern oft nicht die Fachkenntnis besitzen, die Qualitäten zu differenzieren, kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen.

Tragischerweise sieht es mit der Bezahlung an kommunalen Musikschulen, sei es im Rahmen eines Dienstvertrages oder als Festanstellung, aber auch bei Lehraufträgen, nicht viel besser aus. Hier sind Stundensätze (Brutto) von 23 - 28 Euro pro 45 Minuten schon fast die Norm. Geht man von der Stundenzahl eines Grundschullehrers aus, der in Deutschland im Schnitt bei 28 Wochenstunden liegt (zzgl. Vorbereitungszeit, die man als Instrumentallehrer jedoch ebenfalls benötigt), kommt man beim Stundenlohn von 25 Euro und 36 Jahresunterrichtswochen auf ca. 2.100 Euro Monats-Bruttolohn, was netto etwa 1400 Euro bei Steuerklasse I entspricht. Zum Vergleich: Ein bayerischer Grundschullehrer verdient brutto 3.400 - 4.400 Euro je nach Berufsdauer - Gehaltssteigerungen in diesem Umfang sind für Musikschullehrer kaum vorgesehen.

1.400 Euro netto nach vierjährigem Hochschul-Diplomstudiengang mit geringen Aufstiegsmöglichkeiten sind wahrlich kein Grund zum Feiern, und dass man unter diesen Gesichtspunkten im Lande von Bach und Beethoven nur sehr eingeschränkt zu einem Musikstudium raten kann, darf keinen Kulturinteressierten freuen. Und so lange Musik nicht nur an unseren Schulen als vernachlässigbarer Luxus gilt, wird sich daran auch nichts ändern.

Etwas mehr Glück hat man, wenn man noch eine der rar gesäten und im Abbau begriffenen Anstellungen im Öffentlichen Dienst ergattern kann. Dort wird zwar nach TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) gezahlt, aber auch diese Gehälter sind mit 2.500 - 3.600 Euro je nach Stufe bei voller Anstellung immer noch um einiges unter einem Grundschullehrergehalt angesiedelt.

Private Musikschulen liegen in vielen Fällen noch einmal etwa ein Drittel unter dem Stundenlohn der kommunalen Musikschulen. Da hier oft sehr junge Lehrer unterrichten und der Pop/Rockzweig meist attraktiver gestaltet ist als an vielen städtischen Musikschulen, haben solche Einrichtungen großen Zuspruch seitens der Schülerschaft.

Sollte der Stundenlohn tatsächlich weit unter den kommunalen Löhnen liegen, so kann ich nur an jeden Musiker appellieren, sofern man es sich erlauben kann, diese Preispolitik kategorisch abzulehnen. Stundensätze von unter 20 Euro für gehaltene 45 Minuten sind nach meiner ganz privaten Ansicht schlichtweg Ausbeute.

Weitere Anbieter sind Förder- oder Musikvereine, die Musikunterricht anbieten. Auch hier gilt es seitens der Eltern, die Qualifikation der Lehrenden zu erfragen und seitens der Musiker, die Bezahlung in einer angemessenen Höhe einzufordern. Einige Fördervereine zahlen durchaus Stundenlöhne in Höhe der kommunalen Musikschulen.

Der Tonkünstlerverband Baden-Württemberg hat, basierend auf der ver.di Honorartabelle für freiberufliche Musiklehrkräfte an Musikschulen vom 1.2.2017 (diese sieht für Musiklehrer mit Abschluss und 6-jähriger Berufserfahrung einen Mindeststandard von 43,70 Euro für 45 Min vor), folgende Empfehlungen für unterrichtende Tätigkeit ausgesprochen:

Einzelunterrichtsstunden ohne Jahresvertrag:

  • 35 Euro pro Einzelstunde zu 30 Min
  • 50 Euro pro Einzelstunde zu 45 Min
  • 70 Euro pro Einzelstunde zu 60 Min

Unterricht im Jahresvertrag:

Bei einem Jahresvertrag, der 36 Unterrichtsstunden beinhaltet und auf 12 Monate umgeschlagen wird, reduziert sich der Stundensatz geringfügig (30 Euro (30 Min), 45 Euro (45 Min), 60 Euro (60 Min) x 36 : 12 )

  • 90 Euro monatlich bei 30 Min pro Schulwoche
  • 135 Euro monatlich bei 45 Min pro Schulwoche
  • 180 Euro monatlich bei 60 Min pro Schulwoche

(Quelle: Tonkünstlerverband Baden-Württemberg e.V. - Was kostet Kunst?)

Sicherlich wird es dem einen oder anderen Instrumentallehrer schwerfallen, solche Preise aufzurufen, und viele Musikschüler werden bei solchen Stundensätzen möglicherweise abspringen. Auf der anderen Seite benötigt man auch wesentlich weniger Schüler, um sein Monatspensum zu erreichen, die Qualität des Unterrichts steigt und das Nervenkostüm des Lehrers wird widerstandsfähiger, allesamt Faktoren, von denen sowohl Lehrer als auch Schüler profitieren.

Ein Unterrichtstag, der sich fünfmal die Woche von 13:30 Uhr bis 20 Uhr erstreckt, kann dauerhaft keinen guten Unterricht beinhalten, und doch kenne ich Musiker, die genau das tun (müssen)!

Musikschulen haben natürlich auch einen sozialen Auftrag und keiner will, dass dem ALGII-Empfänger oder dem Spross einer alleinerziehenden Mutter der Musikunterricht verschlossen bleibt, doch hier sind Staat, Land und Kommune gefragt und sicherlich nicht der einzelne Instrumentalpädagoge.

Auch rate ich bei Vertragsverhandlungen, das Recht auf ein bis zwei bezahlte Krankheitstage pro Jahr einzufordern, die entweder seitens der Eltern oder der Einrichtung abgegolten werden müssen. Unterricht im Krankheitsfall nachzuholen ist meiner Meinung nach ein Unding und für einen Lehrer mit voller Stundenauslastung bei zwei Wochen Krankheit auch nicht durchführbar.

Mein persönlicher Rat, losgelöst von den obigen Tarifempfehlungen, lautet: Nehmt euch einen Monatsbruttolohn, mit dem ihr im Reinen seid, geht von einer Wochenstundenzahl von 26 - 28 und einer Jahresunterrichtswochenzahl von 36 aus und brecht dann diese Zahl auf die Einzelstunde herunter. Meines Erachtens erreicht man dann ungefähr den obigen Zahlenwert und kommt auf einen Brutto-Stundensatz, der dem eines Grundschullehrers entspricht.

Dass weder Staat noch ein Großteil der Gesellschaft dazu bereit sind, für eine Arbeit, die sich von der eines Grundschullehrers oder anderer Pädagogen nur unwesentlich unterscheidet, so wenig Anerkennung und Bezahlung aufzubringen, ist ein trauriges Zeugnis unserer Zeit. Und dass unter diesen Umständen die Discounter-Mentalität, zu der man manchmal auch selbst gezwungen ist, vor pädagogischen Berufen nicht halt macht, darf nicht überraschen.

Die spielende Tätigkeit

Bei Auftritten gilt es immer, zu unterscheiden, ob es sich um reine Dienstleistungstätigkeiten handelt, um das eigene Projekt, das man promoten will, oder ob man als "Sideman" in einer Live-Band für bestimmte Künstler spielt.

Für musikalische Dienstleistungen (Mucke), sei es zu Trauungen, Vernissagen oder Tanzfeiern, empfiehlt der Tonkünstlerverband:

Trauungen/Trauerfeiern:

  • 200 Euro zuzüglich Fahrtkosten

Hochzeiten/Events:

  • 500 Euro (3 Stunden inkl. Pausen) + 100 Euro für jede weitere Stunde zzgl. Fahrtkosten, früherer Aufbau + evtl. Übernachtung

Vernissagen/musikalische Umrahmungen mit Anwesenheit von ca. 1-1,5 Std.:

  • 300 Euro zuzüglich Fahrtkosten

Gottesdienste:

  • 200 Euro + Fahrtkosten

(Quelle: Tonkünstlerverband Baden-Württemberg e.V. - Was kostet Kunst?)

Auch hier sind die Zahlen des Tonkünstlerverbandes Richtwerte, die manchmal in der Praxis schwer umzusetzen sind. Ich persönliche halte es jedoch für branchenüblich, definitiv nicht für unter 80 Euro Stundenlohn (netto) Dienstleistungsmusik zu spielen, das heißt, ein fünfstündiges Event nicht unterhalb der 400-Euro-Marke pro Musiker anzubieten.
Stellt sicher, dass der Vertrag den Spielbeginn und das Spielende markiert, also 20 Uhr bis 24 Uhr und nicht die effektive Spieldauer des Programms! Nicht selten finden bei Hochzeiten und anderen Veranstaltungen Einlagen statt, die euren Auftritt unterbrechen, und das ist schön und gut, verlängert aber nicht eure Spielzeit. Ihr seid anwesend und bereit, die vereinbarte Leistung zu erbringen. Wenn der Veranstalter die Zeit mit anderen Aktivitäten füllen will, muss er das natürlich auch tragen. Verlängerungen darf man sich extra bezahlen lassen und zwar durchaus zu einem höheren Stundensatz als die Regelzeit, ebenso längere Anfahrtswege, früh gewünschte Soundcheckzeiten und Fahrkosten.

Wer häufig Auftritte dieser Art anbietet, ist gut damit beraten, einen wasserdichten Vertrag auszuformulieren, um etwaigen Unstimmigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Geht es um Sideman-Tätigkeiten, hängt es sehr vom Bekanntheitsgrad des Acts, aber auch natürlich von euch ab, inwieweit ihr an die Band glaubt und auch bereit seid, ein geringeres Gehalt als "Investitionsgut" in das Projekt zu betrachten. Selbst bei Bands, die auf Major-Labels gesignt sind, kann es durchaus vorkommen, dass die ersten Shows/Touren mit 130 - 200 Euro pro Show bezahlt werden. Ich persönlich finde, dass man das als Musiker durchaus mal als "Startup" machen kann, wenn man nach ca. 1-2 Jahren auf mindestens 250 Euro pro Show pocht.

Die Realität in Deutschland liegt, von den Mega-Acts wie Maffay oder Grönemeyer abgesehen, bei ca. 250 - 500 Euro.

Nicht vergessen darf man, dass das Mitspielen in größeren Acts natürlich auch ein höheres Ansehen genießt, meistens gute Hotelzimmer bzw. Nightliner, solides Catering und größere Bühnen mit einschließt und für das Selbstverständnis als Musiker sehr bedeutend und gesund sein kann.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem eigenen Bandprojekt. Der Anfang ist Investitionsarbeit und man kann sich wertvolle Chancen verbauen, wenn man mit den gleichen Preisen in die Gagenverhandlungen geht, wie man sie auf einer Gala aufrufen würde. Showcases und Fernseh- bzw. Radiotermine sind manchmal unentgeltlich, Supportshows kosten sogar!

Hier gilt es, Fingerspitzengefühl zu beweisen und immer situationsbedingt zu entscheiden, denn ihr wollt anfangs etwas von dem Veranstalter - nicht umgekehrt!

Bei Musicalshows hängt es oft stark davon ab, wer der Träger ist (z.B. privat oder Stadttheater) und ob man eine Festanstellung im Orchester besitzt. Hier sind Preise von 120 - 250 Euro möglich, wobei Proben und Fahrtkosten gesondert vergütet werden. Letztendlich macht hier häufig der "Paketpreis" den Job so attraktiv, denn Musicals haben meist eine längere Laufzeit und nehmen, wenn sie erst einmal gut einstudiert sind, mit etwa drei Stunden inklusive Pause relativ wenig Zeit in Anspruch.

Auch in diesem Genre wurde mir unlängst ein Angebot unterbreitet, ein Musical für 67,50 Euro pro Show und ohne Fahrtkosten in einer lokal renommierten Stätte zu spielen. So etwas ist als Musiker natürlich mit aller Macht zu boykottieren und mir tut die junge Dame, die mich bei der Anfrage am Telefon hatte, heute noch leid.

Generell sollte man bei spielerischen Tätigkeiten, die aus öffentlicher Hand finanziert werden (d.h. Staat/Land/Kommune) eine angemessene Gage einfordern. Zu kleine Kulturetats werden nicht dadurch größer, dass man sich zu billig abspeisen lässt und dieses Signal sollte man auch aussenden, wenn man es sich erlauben kann.

" ... und die Moral von der Geschicht' ..."

Mein ganz persönliches Fazit lautet, dass bei den meisten musikalischen Aktivitäten, die nicht dienstleisterischer Natur sind, immer individuell abgewogen werden muss, ob und zu welchem Tarif man ein Angebot annimmt. Durchaus legitime Motive sind zum Beispiel, dass man viel lernen kann, dass die Musiker so gut sind, dass einem die Songs gut gefallen, dass man herumkommt usw.
Aus diesen Gründen fällt es auch schwer, pauschale Preisrichtlinien zu nennen und man sollte sich immer die Möglichkeiten offen halten, individuelle Entscheidungen zu treffen, die man vor sich auch rechtfertigen kann!

Dennoch denke ich, dass alle Berufs- und auch Nichtberufsmusiker sowohl beim Unterricht als auch beim Spielen im Rahmen einer Dienstleistungstätigkeit - wir sprechen hier nicht vom eigenen Bandprojekt, das man vorwärtsbringen und promoten will - einen gewissen Mindestpreis einfordern sollten.

Ich bin mir der Problematik bewusst, dass nicht jeder in der komfortablen Situation ist, Angebote, auch wenn sie noch so unverschämt sind, abzulehnen. Derjenige, der es jedoch kann, sollte dies aus Respekt vor sich selbst und seiner Zunft auch tun. Kunst ist einem konstanten Preisdumping ausgesetzt und Änderungen werden nur herbeigeführt, wenn alle Musiker an einem Strang ziehen. Wer für zu geringe Gagen oder unentgeltlich spielt, untergräbt die Leistung und existenzielle Situation aller Musiker und trägt nicht dazu bei, den Berufsstand attraktiver zu machen. Schon heute ist ein Rückgang der Anmeldung für musikpädagogische Studiengänge zu verzeichnen (s.a.: Deutschlandfunk: Musikschulen - "Wir werden in 10 Jahren keine Lehrkräfte mehr haben"), und ich fände es äußerst beklagenswert, wenn ein Aushängeschild der europäischen Kultur vor die Hunde geht.

Letztendlich haben auch wir das ein Stück weit in der Hand!

Wer sich für die Arbeit des Tonkünstlerverbandes und seiner Landesverbände interessiert, wird hier fündig:

Erhebungen und Vorschläge bzgl. des Musikerlohns stammen von:

Der Dachverband ist hier zu finden:

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