Gitarre
Test
1
12.04.2019

Praxis

Für die Soundfiles parke ich den Pantheon direkt vor einen cleanen Fender Bassman. Die Gitarren werden jeweils angegeben.

Ihr hört zunächst ein mittiges Setting mit einer Les Paul. Der typisch schmatzende britische Marshallsound der Anfangsjahre wird sehr gut wiedergegeben. Treble und Presence sind zwei Potis, die sehr bedacht in Bezug zueinander geregelt werden sollten. Im Folgebeispiel habe ich mich ich für einen hohen Anteil an Treble und eher geringer Presence-Beteiligung entschieden.

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
12:00 13:00 9:00 13:00 13:00 Down Down

Der Pantheon kann richtig satte und fette Rhythmussounds erzeugen, die trotzdem eine sehr transparente Gainstruktur aufweisen. Durch den Einsatz des Bassreglers, der sehr effektiv wirkt, kann man den Sound zusätzlich andicken.

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
14:00 10:00 11:00 13:00 11:00 Up Down

Hier ein Beispiel mit eher niedrigem Gain, gespielt mit Fingerpicking und Plektrum. Da der Bluesbreaker naturgemäß eher in moderaten Gain-Gefilden zu Hause war, macht es Sinn, auch hier einen niedrigen Gainmodus anzubieten. Auch dabei punktet der Wampler mit einer sehr harmonischen, warmen Blueszerre. Zum Einsatz kommt eine Fender Stratocaster, am Halspickup gespielt.

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
14:00 15:00 12:00 14:00 10:00 Down Down

Nun gibt es etwas mehr Dampf und ich setze den Overdrive-Voice-Schalter auf den Mix aus Hard- und Soft-Clipping. Der Sound wirkt etwas dichter und aggressiver. Ihr hört erneut ein Riff auf der Stratocaster im Stile des Bluesbreakers, auch wenn Eric damals noch eine Les Paul einsetzte.

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
14:00 11:00 12:00 14:00 12:00 Up Middle

Bluesbreaker und JTM45 Modelle waren natürlich keine High-Gain-Amps und der Pantheon will auch gar kein Metal-Verzerrer sein, dennoch sind die Gainreserven erstaunlich hoch. Das Overdrive-Voicing ist auf der oberen Stellung und geht damit einen Hauch in Richtung Distortion. Trotz erhöhter Kompression wirkt der Sound immer noch sehr differenziert und der Pantheon zeigt sich als durchaus vielseitiger Zeitgenosse. Erhöht man Presence zugunsten von etwas weniger Treble, erhält man modernere Sounds.

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
11:00 9:00 13:00 14:00 Max Mid Up

Geht es um ein Mimikry der alten Marshallsounds, darf natürlich AC/DC nicht fehlen und ich schnalle mir die SG um. Dass solche Sounds leicht abrufbar sind, wenn man den Gain runterfährt, überrascht nicht:

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
13:00 15:00 8:00 15:00 10:00 Down Down

Der Pantheon reagiert sehr gut auf meine Anschlagsweise und setzt die gewünschte Dynamik gut um. Zuerst hört ihr Fingerpicking und Plektrumanschlag auf halber Volume-Stellung des Gitarrenpotis und dann Vollgas mit Plektrum:

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
14:00 10:00 13:00 13:00 Max Up Down

Auf den Overdrive-Voice-Schalter bin ich bereits eingegangen, dennoch möchte ich euch alle Möglichkeiten beim identischen Pedalsetting gegenüberstellen:

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
13:00 15:00 9:00 15:00 13:00 Up Down-Middle-Up

Das Basspoti arbeitet unglaublich wirkungsvoll und verbiegt den Sound bei Bedarf ordentlich. Wer JTM45-Modelle kennt, der weiß, was für Bassmonster diese Amps sind und man nicht selten je nach Situation den Bassknopf am Amp vollkommen zurückdrehen muss. Dank der aktiven Arbeitsweise lassen sich hier zusätzliche Bässe en masse hinzufügen oder eben komplett cutten:

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
Min-9:00-12:00-15:00- Max 13:00 9:00 13:00 13:00 Up Down

Ob bluesige Leadtöne oder singenden Solosounds mit höherem Gain: Alles ist mit dem Pantheon abzurufen.

Bass Treble Pres Vol Gain Gain Level OD Voice
11:00 14:00 8:00 13:00 14:00 Up Down

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare