Gitarre Hersteller_UniversalAudio
Test
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03.06.2009

PRAXIS

Universal Audio empfiehlt, den Solo 610 mit beiden Reglern auf Mittelstellung in Betrieb zu nehmen. Von dort aus kann man dann den Eingangspegel nach Belieben anpassen. Das funktioniert extrem einfach, wobei man sich weniger nach der Pegel-LED als vielmehr nach seinem Gehör richtet. Ist der Regler ganz nach links gedreht, bekommt man das klarste Signal. Je weiter man nach rechts dreht, desto mehr Obertoncharakter und Volumen erhält der Sound, ohne jedoch mulmig zu werden. Im Peakbereich werden dann Verzerrungen hörbar. Das gleiche Spiel funktioniert auch mit dem rechten Output-Regler, während im Inneren des Solo 610 eine 12 AX7 (ECC83) und eine 12 AT7 (ECC81) ihre Arbeit leisten.

Die einzige Möglichkeit, den Sound zu beeinflussen, ist das Experimentieren mit der Röhrensättigung. Der Bass-Sound wirkt insgesamt weicher und runder als bei allen anderen getesteten Varianten, leicht komprimiert, aber in keiner Weise unangenehm oder gar pumpend. Allerdings wirkt er auch nicht besonders tiefbassig, wie man es vielleicht von einer Röhren-D.I. Box erwarten würde. Der Sound fügt sich im Playback besonders gut ein und es gibt tatsächlich nichts zu meckern, es sei denn, man fühlt sich durch die mangelnde Soundvielfalt eingeschränkt.


So kurz auch dieser Praxistest ausfällt, er sagt alles, was zu sagen ist. Hier geht es um einen ganz bestimmten Sound, der nicht besonders variabel ist. Wenn man aber diesen Klangcharakter mag, dann ist man bestens bedient, denn in der Einfachheit liegt auch die Genialität. Und man kann sich letztlich wieder auf die Soundmöglichkeiten des angeschlossenen Basses konzentrieren.

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