Hersteller_Toontrack
Test
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05.12.2016

Praxis

Die Drum-Kits klingen warm und analog, mit tiefen Bässen und nicht zu vielen Höhen. Snares gibt es von kurz und trocken bis groß und tief. Die Bandbreite ist riesig. Obwohl Toontrack mit nur einem akustischen Drumkit gearbeitet hat, sind zahlreiche Snare-Sounds vorhanden, die auch aus Drum-Machines, Synthis oder von Naturgeräuschen stammen. Becken und Hi-Hats sind leider häufig identisch oder sehr ähnlich. Da hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Die gibt es vor allem im Bereich Percussion, E-Drums und Effekte.

Auffällig ist die sehr fein eingestellte Dynamik. Das kann Fluch und Segen gleichzeitig sein. So ändert sich manchmal bei unterschiedlicher Anschlagstärke nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Tonhöhe. So werden zwar die Drums lebendiger, andererseits ist es beim Live-Einspielen nicht immer ganz einfach, die korrekte Velocity zu treffen. 

Die Sounds sind frisch; viele Instrumente besitzen unterschiedlich große Räume. Tiefe und Dreidimensionalität scheint ohnehin das Thema von Dream Pop zu sein. So sagen die Produzenten selber, dass jedes Preset für sich steht. Wählt man beispielsweise eine andere Kick für ein Preset, passt die Räumlichkeit nicht unbedingt zum Rest. Da merkt man, wie detailverliebt die Sets zusammengestellt sind. Das letzte Preset ist der sogenannte Original Mix. Hier klingen alle Sounds trocken und ohne Effekte. Das ist sehr hilfreich, denn bei den anderen Presets sind die Sounds bereits mit festen Effekten belegt.

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