Test
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02.05.2016

Thomann Marching Quad Tom Set Test

Marching Toms

Ein Bauchladen voller Sounds

Um mehr Farbe in die Musik der Marching Bands zu bringen, hielten, als Ergänzung zu wuchtig klingenden Bassdrums und messerscharfen Snares, Toms Einzug in das Instrumentarium der Marschkapellen. Deshalb darf natürlich auch in Thomanns Marching Drum Serie ein Quad Tom Set nicht fehlen. In 8, 10, 12 und 13 Zoll werden hier traditionelle Größen für einen authentischen Sound zum einsteigerfreundlichen Preis angeboten. Neben Klang und Verarbeitung der Trommeln ist besonders die Tragekonstruktion von großer Bedeutung, da sich bei Tom Sets ein einzelner Trommler mit gleich vier Instrumenten in Bewegung setzen muss. Im folgenden Test haben wir all diese Faktoren genau beleuchtet und die Toms auch im Kontext der Marching Band unter die Lupe genommen.

Ebenso wie der fränkische Musikladen aus dem kleinen Burgebrach zum weltweit umsatzstärksten Musikalienhändler wurde, avancierten viele Kapellen für Militär- und Festtagsumzüge zu Marching Bands, die mit ihren Sounds und Beats mittlerweile Einzug in Pop-Produktionen rund um den Globus gefunden haben. Nachdem sie in ihrer Anfangszeit gegen Ende des amerikanischen Bürgerkriegs nur für die klangliche Untermalung von Militärparaden verantwortlich waren, fanden die Marching Bands seit den 1960er Jahren mit ihren Interpretationen moderner Musik und den visuellen Showeinlagen ein immer größeres Publikum. Um diese Form des Drummings auch Einsteigern zu ermöglichen, hat Thomann eine hauseigene Marching Serie ins Leben gerufen.

Details

Jedes der vier Toms hat eine Kesseltiefe von acht Zoll, mit der Besonderheit eines schräg verlaufenden Schnittes an der Unterseite der Kessel. Durch diese Konstruktion entfallen, ähnlich wie bei Concert Toms, die Resonanzfelle, was für einen attackreichen, präsenten Sound sorgen soll. Anders als bei Konzerttrommeln oder Toms am Drumset, die im Regelfall der Größe nach angeordnet sind, befinden sich hier die zwei größten Instrumente jeweils außen. Das sorgt vor allem für den physischen Vorteil des Gewichtsausgleichs beim Tragen. Neben dem dreizehn Zoll Tom auf der linken Seite befindet sich das zehn Zoll Tom, gefolgt von den Modellen in acht und zwölf Zoll auf der rechten Seite. Jeder der sieben Millimeter starken Birkenkessel ist mit einer weißen Folie bezogen, die jeweils mit einem chromfarbenen Badge mit Thomann Logo beklebt ist. Außerdem befinden sich im Inneren der Kessel geklebte, schwarze Thomann Schriftzüge, die an der von vorne sichtbaren unteren Seite aufgeklebt sind. Die Logos ähneln der typischen Beklebung der Namenszüge bei Marching Bands. 

Alle vier Trommeln sind in einem Halbkreis angeordnet und durch eine massiv wirkende Konstruktion befestigt. Die beiden kleinen Toms an der Vorderseite werden durch eine weiße Metallstrebe in Position gebracht, die mit einer weiteren, breiteren Metallstrebe verbunden ist. Zusätzlich ist jedes Tom am jeweiligen Nachbarkessel mit zwei Metallstiften verschraubt. An der breiten weißen Metallstrebe sind auch die beweglichen Aufhängungen des Tragebügels montiert, in der sich die U-förmigen Metallhaken verschrauben lassen. Zur Montage des weißen Tragebügels sind an der Vorderseite ein Sechskantschlüssel sowie ein großer Stimmschlüssel für die Fellspannung in einer Plastikhalterung eingesteckt. Die beiden Schulterbügel werden an zwei in der Höhe verstellbaren Aluminiumstreben montiert, die wie das Bauchteil an der Vorderseite schwarz gepolstert sind. Die gesamte Tragekonstruktion ist für den Transport nach vorne abklappbar oder lässt sich mit den zwei Vierkantschrauben an den Halterungen einfach komplett lösen. 

Die Fellauflageflächen der Toms sind in einem Winkel von 45 Grad mit leichtem Gegenschnitt gegratet, während die Unterseiten der Kessel flach und sauber geschnitten sind. Alle Toms verfügen über gewöhnliche, 1,5 Millimeter starke, dreifach geflanschte Stahlspannreifen und, abhängig vom Kesseldurchmesser, fünf bis acht Gussspannböckchen. Die einlagigen, klaren Werksfelle wollen wir im nun folgenden Praxisteil mit den mitgelieferten Marching Sticks in Schwingung versetzen.

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